Die USA haben kürzlich ihre 'Freedom of Speech'-Politik bestätigt, indem sie entschieden, daß kein Website-Betreiber verantwortlich sein kann für Kommentare, die User auf seiner Site hinterlassen.
Deutschland tritt weiterhin die Freie Meinungsäußerung mit Füßen und schützt lieber die monetären Interessen der Industrie.
Daß sich die Industrie damit selbst zum Stolpern bringt auf dem Wege zu mehr Transparenz, Konsumentennähe und Interaktion mit potentiellen Kunden, juckt diese dabei nicht, hat sie doch noch immer nicht die Mechanismen der neuen Zeit verstanden, weil ihre Manager noch hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen leben, die alles buchstäblich 'fressen', was man ihnen in Medien, Presse und dem Handel vorsetzt.
Diese Zeiten aber sind längst vorbei und die Konsumentendemokratie hat vieles bewegt, was sich die Industrie nie hätte träumen lassen.
Konsumenten fordern längst einen Diskurs über die Marke, wollen mitreden und wollen gehört werden. Ja, sie wollen auch Dampf ablassen, aber wem kann man das verdenken.
Sie wollen aufdecken, was es aufzudecken gibt, sie wollen zu größten Teilen keinen Porno und sie wehren sich gegen Praktiken des Mitmach-Senders Nummer Eins. Sie wollen gesunde Produkte und ehrliche Marken.
Sie wollen starke Marken, die sich selbst wehren können. Keinen Abklatsch einer im Labor der Agenturen und sonstigen Berater erschaffenen Chimäre einer Marke.
Sie wollen Authentizität, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit.
Sie wollen sich reiben können und die Marke wie einen der ihren behandeln. Sie wollen kein abgehobenes, blondes Persönchen, das sich nicht traut zu sagen, was es denkt. Sie wollen keinen smarten Wort-im-Mund-Verdreher, der selbst seine Großmutter verkaufen würde, um den nächsten Karriereschritt zu machen.
Sie wollen reden können, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist - und erwarten dies auch von ihrer Marke. Sie wollen auf Augenhöhe sein können und nicht über Repressalien, Drohungen und Gerichte in ihren Freiheiten eingeschränkt werden.
Die Marke muß endlich wieder selbständig und selbstbewußt werden, wenn sie wirklich erfolgreich sein will. Sie muß nach den Spielregeln der Gesellschaft, in der sie sich bewegt, spielen und nicht der Gesellschaft ihre Regeln aufzwingen wollen.




