Während die TV-Sender die Agenturen noch mit Kickbacks vom Gegenteil überzeugen wollen, ist für den durchschnittlichen User das Internet längst doppelt so relevant wie TV! Da ist es fahrlässig, die TV-Reichweiten bei der Nutzung von DVD- und Festplattenrecordern erst ab Mitte 2009 auszuweisen!
Statt in relevante Forschung zu investieren, statt das TV-Panel aufzustocken und außerhalb der großen Sender und der Primetime von seiner Fallzahlproblematik zu befreien, statt den Markenverantwortlichen relevante und zukunftsorientierte Daten an die Hand zu geben, zieht man sich auf die arrogante Position des unbelehrbaren Marktführers vergangener Tage zurück und will konservieren, desinformieren und blockieren.
Wenn das Fernsehen Medium der Zukunft sein will, braucht der Markt mehr / bessere Daten.
Und zwar unabhängig davon, ob der einzelne Mediaverantwortliche oder Verband (OWM, OMG, etc.) danach ruft (bzw. eben nicht)!
TV hat man eben drauf, so wie es ist, da haben alle ihre Erfahrungen, aber keine Erkenntnisse, haben alle ihre Meinung, aber keine Vision, haben alle ihre Vergangenheit, aber keine Zukunft - eine unheilige Allianz aus Sendern, Agenturen und Mediaverantwortlichen in den Unternehmen.
Das Internet dagegen verlangt mehr als die Schaltung eines klassischen Spots, mehr als die Buchung eines Platzes auf einer Site, mehr als bloße Anzeigenschaltung.
Hier sind Kreativität und Kompetenz gefragt. Hier muß man Zielgruppen wirklich verstehen, nicht nur ihr Alter in 5/10-Jahres Schritten raten können. Hier muß man vor allem mehr als platte Reklame bieten.
Hier ist Interaktion in Echtzeit gefragt. Hier muß der Nutzer eine wirkliche Erfahrung mit der Marke machen können - nicht nur ein Photoshop-Abbild ihrerselbst vorgesetzt bekommen.
Hier muß Kommunikation zum Service werden.
Hier müssen wirkliche Benefits geboten werden - ein Zusatznutzen der Kommunikation selbst.
Das schafft weder der durchschnittliche Media-, noch der durchschnittliche Agentur-Verantwortliche.
Und das schafft bestimmt kein Medium, daß sich so sehr gegen den Wandel und die Weiterentwicklung und Zukunft sträubt wie das Fernsehen.
Laßt also die GfK mit ihrer vorauseilenden Gehorsamkeit nicht gewähren! Springt über Eure langen Schatten, liebe Sender, setzt Euch durch, wandelt Euch, geht in die Offensive.
Denn wenn Ihr Euch Mühe gebt, seid Ihr auch unersetzlich!




