In dem durchschaubaren Versuch von Michael Krautwald, Vorsitzender der Geschäftsführung von Seven-One Media, den Stellenwert von TV für die Werbewirkung nachzuweisen, entdeckt man schnell die Unzulänglichkeiten des durch TV gebildeten Durchschnittsbürgers.
Denkfehler 01!
Michael erklärt: "... flossen zwei Drittel des Brutto-Werbevolumens der Gewinnerarbeiten ins Fernsehen."
Das aber muß noch nicht heißen, daß TV gut und wirksam ist. Es kann auch bedeuten, daß TV teuer und ineffizient ist und man deshalb über Gebühr TV in die Mediapläne integrieren muß, um zB die Reichweite zu steigern.
Damit ist also Vorsicht geboten!
Denkfehler 02!
Wir haben uns diese 3 Wertepaare mal genau angesehen und graphisch der Relevanz entsprechend aufwendig aufbereitet, um den Denkfehler No.02 zeigen zu können:

Obiges Chart zeigt die Höhe des TV-Anteiles und die mit dem jeweiligen TV-Anteil erzielte Medaillen-Platzierung.
Die Graphik zeigt nicht nur den von Michael promoteten Satz, sondern auch seine wahre Bedeutung innerhalb der Gewinnerarbeiten:
Je geringer(!) der TV-Anteil, desto höher(!) der Medaillen-Rang.
Je weniger(!) TV man also macht, desto besser(!) für die Effizienz!
Was Michael wohl dazu sagt?
Oder sollte die Horizont die Zahlen vertauscht haben?
Höchstwahrscheinlich hat Michael einfach nicht zu Ende gedacht, trunken vor Freude, endlich mal wieder etwas Positives über das Fernsehen (seinen Sender gar im Besonderen) sagen zu können.
Kann doch mal passieren im Eifer des Gefeiers!




