Das twitter-basierte 'ragebuch' verlagert seinen Schwerpunkt auf die blog-basierte Site ragebuch.com, um fundierte, elaborierte Kommentare und Diskussionen zu ermöglichen. Von Ralf Schwartz.
'Hi, ich vegetiere auf hohem Niveau so vor mich hin', ist die Kernbotschaft eines durchschnittlichen Tweets in unserer medial gebildeten Welt. Entsprechend bescheiden ist der individuelle Erkenntnisgewinn. Twitter ist nicht mehr als die ergonomische Alternative der Hallux valgus am Daumen erzeugenden SMS.
Tsunami-Warnungen und Befreiungen aus dem Gefängnis sind selten geworden.
ragebuch auf Twitter
Damals beim Start des ragebuches vor wenigen Monaten auf Twitter ging es darum, Laut zu geben zu all den Themen, die auf dem Kontinuum zwischen Poesie-Album, Tagebuch und alltags-, gesellschafts-, medien-, wirtschafts- und politik-kritischem Journalismus ihre Spuren hinterlassen.
Die Themen mußten nicht diskutiert werden, sondern sollten den Einzelnen allein zum Nachdenken anregen. Dafür war und ist Twitter das perfekte Medium. So soll es auch bleiben.
ragebuch in Blog-Umgebung
Das ragebuch möchte inzwischen jedoch mehr als nur seine Meinung kundtun und zum Nachdenken anregen. Es möchte auch zur Kontextualisierung, zum Nachhaken, zum Infragestellen anregen, zur Meinungsäußerung, Kommentierung und Diskussion.
Gerade in der deutschen Sprache mit ihren langen Substantiven kann in Twitter keine vernünftige Diskussion zustandekommen.
Daher begibt sich das ragebuch nun auf die nächste Stufe seiner Individual-Evolution, die blog-basierte Site ragebuch.com.
Hier sind die Möglichkeiten vielfältiger ohne die 140-Zeichen-Philosophie zu verraten: Kurze, präzise Statements, die die Welt aus anderer Perspektive beleuchten, den Horizont erweitern, Erfahrungen verunordnen, den Finger in die Wunde stecken.
Kontextualisierung: Die Überschrift in Hochkommata gibt die Überschrift des Original-Artikels wieder.
Nachhaken: Durch Anclicken des 'Tweets' unter ragebuch.com wird man zum Original-Artikel weitergeleitet. Dort kann man infragestellen, mehr und weitere Informationen einholen, im Zweifel andere Meinungen einsammeln.
Kommentar-Funktion: Vom Blog bekannt und weitaus konsistenter und konsequenter als bei Twitter.
Das Design ist reduziert und präzise. Das Radio eine Empfehlung.
Trackbacks: möglich!
Kategorien: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Aether!
Darüberhinaus sind Schnellschüsse und Verlinkung durch die neue Basis möglich und erwünscht. Twitter ist Paralleluniversum und Umweg.
Das ragebuch ist eine Publikation des mind-box magazine, dessen damaliger Herausgeber der Betreiber (oder wie heißt das bei einer Klinik?) der heutigen mediaclinique ist: ralf schwartz.
Daher soll an dieser Stelle auch gar nicht mehr gesagt sein. Eine Meinung muß man sich selbst bilden.




