Ein wohlwollendes Interview zu Cartier in der Wirtschaftswoche, die bestimmt ein paar Anzeigen mehr haben möchte für 'Five to Nine', ihr Luxus-Supplement.
Zumindest ein Zitat beschreibt unsere deutsche Situation, in der nicht mehr wirklich zwischen Heuschrecken, Hoppern, Managern und Unternehmern unterschieden wird, sondern alle nur 'böse' sind - dabei sorgen diese für (in dieser Reihenfolge und nicht ausschließlich) Druck, Bewegung, Wandel, Entwicklung, Leistung, Wohlstand:
"Cartier galt als König der Juweliere und als Juwelier der Könige. Heute sind oft Neureiche Ihre Kunden? Stört Sie das?
Das Wort neureich hat bei uns in Deutschland so einen
negativen Beiklang. Aber Cartier hat nichts gegen die sogenannten
Neureichen. Das sind Menschen, die Ideen hatten und konsequent dafür
gekämpft haben, diese Ideen dann auch zu verwirklichen. Soweit sie
Gründer sind, haben sie oftmals viele Arbeitsplätze geschaffen. Wenn
sie ihr wohlverdientes Geld für Kulturgüter wie Schmuck oder
hochkomplizierte Uhren ausgeben - was ist daran verwerflich?"
Was daran in Deutschland verwerflich ist?
Das kann Ihnen Ihr opportunistischer Politiker an der Ecke erklären.
> Original-Artikel: Wirtschaftswoche "Cartier: Wir sind der Luxus vom Luxus".
> Siehe auch Wirtschaftswoche "Cartier: Trend zum Hochpreissegment":
Schön, wenn Artikel im ersten Satz etwas behaupten: "Die Luxusmarke Cartier spürt in der Wirtschaftskrise einen Trend zu besonders hochpreisigen Produkten.", was sie dann im vorletzten Satz wieder zurücknehmen: "Jedoch gehen wir davon aus, dass es im kommenden Jahr schwieriger werden kann.".




