Wie CARTA und mediaclinique berichteten, hat der Spiegel beim RSS-Thema bisher wenig Marktführerschaft bewiesen. Nun zog er wenigstens zu Zeit, FAZ, Welt, etc. gleich. Das ist wie Weihnachten! Von Ralf Schwartz.
In "mediaclinique fordert Freiheit für RSS Full-Text-Feeds!" hatten wir dargelegt, wie wichtig vollständige RSS-Feeds für den Erfolg im Medienmarkt sein können.
In "Warum will der Spiegel nicht, was der Guardian kann?" (bei CARTA und mediaclinique) hatten wir gezeigt, wie vorbildlich der englische Guardian mit dem Thema RSS umgeht und daß sich mancher deutsche Verlag da noch eine Scheibe abschneiden kann.
Begrüßenswert also, daß der Spiegel inzwischen die Zeichen der Zeit erkannt hat und RSS-Feeds nun wenigstens mit kurzen Zusammenfassungen der Artikel ausliefert.
Dies vor allem vor dem Hintergrund, daß die Chefredakteure vor kurzem erklärt hatten, eigentlich sehr gut aufgestellt zu sein und nichts mehr ändern zu müssen.
Es gibt eben immer etwas zu ändern und zu perfektionieren, denn die Welt dreht sich immer schneller unter unseren Füßen und wenn wir uns nicht mitdrehen, fallen wir zurück - als Mensch, Marke oder Medium!
Noch schöner wäre natürlich, wenn der Spiegel sich in seinem wohligen Marktführer-Gefühl bequemen würde, dem Markt voranzugehen und endlich mit den Bloggern gleichzuziehen(!), indem er komplette Feeds anbietet (und gerne auch Werbung dort integriert - am Ende und nicht zu groß!).




