Im Oktober launcht das Google-Start-Up Aptera ein E-Auto, daß Daimler und Kollegen alt aussehen läßt. Ein Screenshot aus wired.com zeigt die aktuelle Markt-Situation eindrucksvoll. Von Ralf Schwartz.
Während die Vorstands-Millionäre der Autobranche ihre Firmenjets verkaufen und mit dem Wagen nach Washington und Berlin pilgern, um um Vergebung ihrer Dummheit, Kurzsichtigkeit und Ignoranz zu betteln - und ein wenig Geld als Wiedergutmachung ihrer Ingenieursblasen mit zurücknehmen - sind ihnen Start-Ups nasenkilometerweit voraus.
Über die Chinesen berichteten wir schon ("Ohrfeige für Auto-Vorstands-Millionäre!"), jetzt ist auch Heise über den e2 gestolpert ("Elektrofahrzeug 2e soll auf den Markt kommen"), von dem wohl schon 4000 vorbestellt sind. Mehr dazu also bei Heise.
Für mich viel spannender ist dieser Screenshot, den ich im richtigen Moment vom wired-Artikel über den Aptera e2 machte:
Image courtesy wired, mediaclinique.
Eindrucksvoll die aktuelle Situation: Die Großen der Branche können nur noch mit ihren Diesel-'Trucks' fast schamhaft versteckt (oben rechts) auf den redaktionellen Seiten werben, auf denen über die wahren Fortschritte anderer(!) in der Automobil-Branche berichtet wird.
Die, die in Zeiten unvollständigen Wettbewerbs Gewinne und Trophäen einfahren konnten, sind nun an den Rand gedrängt, weil sie sich nicht rechtzeitig um ihre Zukunft, ihre Konsumenten und ihre Strategie kümmerten.
Mit einem immensen Aufwand müssen sie nun zu einem Wettlauf ansetzen, bei dem sie mit einigermaßen Weitblick und Gesundem Menschenverstand immer der Igel hätten sein können, hätten sie nicht allein darauf gesetzt, ihre Dornröschen ins Trockene zu bringen und selbst Schäfchen zu sein.
Und selbst wenn der e2 (und die Chinesen, siehe oben) nur wegweisende Inspiration sind, ist das schon weitaus mehr als man dieser Tage von unseren Automobilproduzenten erwarten kann!
Wünschen wir ihnen also alles Gute und daß sich die Bilder bald wieder drehen und die Rollen vertauschen!




