... was würden sie anders machen als die großen Hersteller? fragt sich Jeff Jarvis unter anderem in seinem Buch namens "What would Google do?".
> In der BusinessWeek gibt es einen Buchauszug dazu.
« December 2008 | Main | February 2009 »
... was würden sie anders machen als die großen Hersteller? fragt sich Jeff Jarvis unter anderem in seinem Buch namens "What would Google do?".
> In der BusinessWeek gibt es einen Buchauszug dazu.
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Eindrucksvoll symbolisiert die buchstabenlose Tastatur die Krise des Qualitätsjournalismus: Erfolg und Qualität werden immer zufälliger, niemand hat ein Rezept, keiner kann sich mehr mitteilen. Von Ralf Schwartz.
Die buchstabenlose Tastatur auf untenstehendem Bild des inquisitr erkennt dieser als das Eintrittsgeschenk zum Apple-Fan-Himmel.
Image courtesy inquisitr and essell.
Wir sehen hierin eher die Tastatur des Qualitätsjournalismus - so er schon mit PC oder Mac schreibt, und nicht seine gute alte Reiseschreibmaschine nutzt.
Das Altbekannte loslassen, das Neue umarmen!
Was früher als netter Spleen gesehen wurde, als philosophische Hornbrille des Qualitätsjournalisten sozusagen, steht seinem Erfolg heute diametral gegenüber: man kann sich nicht mehr von der Welt abkapseln und über sie philosophieren ohne in sie eingebunden zu sein. Man findet keine Lösungen mehr ohne eine Verbindung zu dieser Welt. Es geht nicht mehr ohne den Finger am Puls der Zeit. Geht nicht mehr ohne das bildliche Ohr am Schienenstrange, denn die heutigen Züge kommen schneller und gleichzeitig langsamer, sie kommen in kürzeren Abständen, und auf mehreren Bahnen gleichzeitig, sie bremsen nicht mehr für den Einzelnen. Sie halten nicht mehr an jeder Gießkanne.
Es nutzt nichts, zu lamentieren wie Hubert Burda "You get lousy pennies on the web!”, aber gleichzeitig Innovatoren wie Christiane zu Salm ziehen zu lassen ("Chapeau Christiane!") und lieber auf die alten Garden à la Welte und Todenhöfer zu setzen ("Christiane zu Salm verlässt Burda").
Solange die Qualitätsjournalisten- und -Verleger sich gegen die Online-Anbindung im Herzen wehren, solange werden sie keine Erfolgsmodelle entwickeln können.
Erst, wenn sie dieses Medium, die neue Geschwindigkeit, die neuen Regeln (zB des Bloggens, der Öffentlichkeit, der direkten Kommuniktion, der konstruktiven Konfrontation, des Diskurses) akzeptiert haben, werden sie Erfolgsmodelle entwickeln können.
Sie müssen das Alte loslassen können, um das Neue in ihre Arme schließen zu können.
Qualität kommt auch von Qual!
Schon immer wurden Zielgruppen fragmentierter, schon immer wurde es dann teurer, spezielle unter ihnen zu erreichen, geschweige abzudecken, schon immer wurden spezifischere Produkte für diese Zielgruppen entwickelt, die Unternehmen und Medien wohlhabend werden ließen.
Warum also schielt plötzlich jeder auf die Masse und keiner mehr auf die Klasse? Warum suchen alle ihr Heil in schnell, billig und ubiquitär? Warum entwickelt niemand wirklich überlegene Produkte? Warum denken alle von den Kosten her und nicht vom Nutzen? Warum träumen alle von Apple, handeln aber wie Microsoft?
Warum ist Orthographie plötzlich zweitrangig gegenüber der schnellen Nachricht? Warum ist die tiefgründige Information, die profunde und quellenreiche Recherche plötzlich zweitrangig gegenüber dem Symbolphoto und der Click-Strecke?
Warum meint plötzlich jeder, niemand hätte mehr die Zeit einen anspruchsvollen Text zu lesen? Warum wird alles nur bunter, kürzer, informations- und hintergrund-ärmer, generischer und damit austauschbarer, schneller verderbend und damit wertloser?
Warum gibt man statt schlechtgemachtem Durchschnitt (Vanity Fair) und schlechtgemachten Extremen (Park Avenue, Rich), nicht einfach wirklich guten Konzepten eine Chance, sich am Markte zu behaupten? Oder gibt es nichtmal mehr gute Konzepte in den Kopf-Etagen der Verlags- und Medienhäuser?
Ohne Risiko wird man nicht das Besondere schaffen, ohne Marktverständnis wird man nicht das Besondere finden, ohne Mut und langen Atem wird das Besondere nicht überleben.
Agieren, nicht Reagieren!
Nicht die schnelle Reaktion ist in diesen Zeiten entscheidend, sondern die strategische Aktion. Reaktionen sind fehlleitend, da sie hyperaktive Ausdrücke vermeintlich fehlender Alternativen repräsentieren.
Sie scheinen intuitiv, sind es aber nicht, weil niemand genug Erfahrung aufbauen konnte, um plötzlich intuitiv zu sein, wenn er sich bisher dem Medium verschloß! Intuition und Reflexe haben sehr viel mit Erfahrung zu tun, mit eigenem Erleben und der Generationen vor uns.
Strategien können heute nicht mehr von den Burdas, Weltes und Todenhöfers kommen, nicht von den Kundruns und Kollegen. Strategien müssen heute von denen kommen, die mit dem Medium aufgewachsen sind, von langjährigen intensiven Nutzern. Alle anderen sind zu gefangen in einem alten Denken, das die falschen Reaktionen zeitigt.
Die buchstabenlose Tastatur
Die Klaviatur muß neu bespielt werden, neue Regeln müssen gefunden werden, sie müssen abgeleitet werden aus zukünftigen Möglichkeiten, nicht gestrigen Erfolgen. Sie müssen spielerisch entwickelt werden, nicht engstirnig. Man muß Fehler machen dürfen, aber man muß daraus lernen und sich entwickeln.
Die buchstabenlose Tastatur ist eine Chance für alle Beteiligen. Sie ist das keusche Blatt der neuen Vision. Das weiße Blatt, das vorurteilsfreies Denken im wahrsten Sinne des Wortes erlaubt.
Eine neue Grammatik des Erfolges muß geschrieben, neue Zeichen müssen gesetzt werden. Neue Märkte müssen abgesteckt, neue Muster erkannt werden. Die Enge des eigenen Marktes muß verlassen werden. In diesen Zeiten helfen Analogien aus angrenzenden Märkten weiter als das Kleben an traditionellen Lesarten.
> Siehe auch CARTA "Peichl befürchtet Dauerkrise des Qualitätsjournalismus im Netz".
10:39 in Erste Hilfe, Qualitätsjournalismus | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Nachdem das Ragebuch die Wortneuschöpfung 'zumwinkeln' kreierte, hier nun vom gleichen Autor die spezifischen Definitionen der Wortfamilie 'Zumwinkel' zur zweifelsfreien Verwendung in den Medien. Satire. Von Ralf Schwartz.
Wer über Google nach 'zumwinkeln' sucht, erhält nur wenige Treffer. Dabei hat gerade dieses Wort mehr (Treffer und Bedeutung) verdient. Es könnte Wort des Jahres werden, einen Oskar gewinnen, die Finanzkrise einfürallemal lösen, etc.
Bisher ist die Bedeutung nur sehr eindimensional definiert, was der Magie des Wortes nicht gerecht wird.
Das mediacliniquesche Sprach- und Schlaf-Forschungslabor 'Food for Thought' hat (auf Basis der elaborierteren 'zumwinkeln'-Definition des ragebuches) im Folgenden einmal die unterschiedlichen und notwendigen Begriffsdefinitionen aus MRT-Scans des Autorenhirns extrahiert:
'zumwinkeln': Verb, umgangssprachlich, erstmals zum Klimax der Deutschland AG, die man längst untergegangen wähnte > hinterziehen, fraternisieren, verjähren, heucheln, freisprechen.
Nicht immer in dieser Reihenfolge oder allen Ausprägungen. Der Wille zählt.
(Der Begriff 'zumwinkeln' taucht in dieser Facetten-Vielfalt erstmalig Anfang 2009 im ragebuch auf. Zwei ältere Fundorte sprechen nur von 'Steuern hinterziehen'.)
'zumwinkeln': Verb, wirtschaftssprachlich > die politischen Freunde so stark für sich einspannen, daß es denen schon peinlich sein müßte - was aber ist Politikern schon peinlich?
Beispiele: von Pierer im Innovations-Rat, Hartz-Befreiung mit der GSG9, Zumwinkels Post-Mindestlohn, Bahn-Börsengang-Drama, Telekom-Skandale, autoindustrie-anbetende Kfz-Steuer zur endgültigen Verniedlichung der deutschen Klimarolle.
'zumwinkeln': Verb, Billard > der gewinnbringende, finale Stoß über zwei Banden, von denen letztere hinter vorgehaltener Hand gebildet wird.
'Zumwinkler', der: Substantiv > der Mensch, der zumwinkelt: hinterziehen, fraternisieren, verjähren, heucheln, freisprechen.
'Zumwinkel', die, gelbbrüstige: Substantiv, Ornithologie > Elster-ähnlicher Kurzbein-/Langnasen-Zugvogel (Bonn - Liechtenstein - Bonn) aus der Familie der Baßbratschen (dem Kuckuck nicht unähnlich, aber aus der Linie eben der Liechtenstein-Lemminge), die sich ins gemachte Nest setzt und es nach dem Vergolden (auf Aktionärskosten) auf Lebenszeit millionenfach vollkotet.
Die kleine gelbbrüstige Zumwinkel lebt meist in der Nähe großer Geldmengen, von denen sie sich parasitär ernährt.
'Zumwinkel', der: Substantiv, Rechtsausleger > das Winkel(Advokaten)-Maß, das angelegt wird an die Gerechtigkeit, um sie jedesmal neu zu vermessen, wenn ein Prominenter doch mal erwischt wird und es nicht mehr zu verhindern ist, ihn auch anzuklagen.
Der Zumwinkel wird gemessen in Millionen Grad.
Beispiele: Hartz, der I., Heinrich von Pierer, Franjo von Verona, Klaus Zumwinkel.
'Zumwinkel', der: Substantiv, Begriff aus dem Autotuning > Gelber Front-Spoiler an dem mittels Heißer Luft alles abprallt, was in einer Zivilisation schützenswert ist. Fußgängerschutz, nicht tüv-zertifiziert.
Zumwinkel, perfekt ausgerichtet, kommen nicht unter die Räder, sie sind Stehaufmännchen aus synapsen-feindlichem Voll-Gummi.
'Zumwinkelei', die: Substantiv, nah verwandt der Kungelei, aber besser, da mit Erfolgsgarantie > Wenn mehrere Parteien (Politik, Wirtschaft, Legislative, Exekutive) zusammenarbeiten, das Recht rechtwinklig zu maximieren, lang ehe es gesprochen ist, damit es nicht gebrochen wird.
Präventiv werden Vorkehrungen, meist unter- und unbewußt, getroffen, die dem aufmerksamen Beobachter verdeutlichen, was wirklich zählt und wieso Macht glücklich macht(!).
Der Zumwinkelei kann man heute nur noch mit moralinsauren Injektionen ganzer Jahrgänge Herr werden, weil schulische Ethik-Schluckimpfungen vor Jahren verboten wurden, da sie das politische und wirtschaftliche Leben nur verkomplizieren.
Klaus Zumwinkel ist (immer noch) Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes (2001) und des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen (2007), sowie Besitzer eines Bambi (2000).
Er hat (in unterschiedlichen Positionen und Verantwortungen) gewirkt (im wahrsten Sinne des Wortes) bei McKinsey, Quelle, Post, Telekom, Allianz, Lufthansa, Morgan Stanley, Arcandor (siehe auch wikipedia).
Er bezieht bis an sein Lebensende eine Pension (von der Post - man kann sich also vorstellen, was es wirklich bedeutet, würde er denken, ihr könnt mich alle mal am Alecken) in Höhe von knapp über 1 Million Euro pro Jahr.
Zum 'zumwinkeln' gibt es bei wikipedia noch keinen Eintrag.
09:31 in Klinikkantine | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Das Daimler-Blog hat die Ergebnisse seiner Leserbefragung veröffentlicht. Liest sich flüssig und sehr positiv. Lassen wir uns von den Learnings überraschen.
Gerne kann dort meine Meinung zu den Ergebnissen diskutiert werden.
Viel Vergnügen!
11:54 in Blogs, Social Networking | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Im Oktober launcht das Google-Start-Up Aptera ein E-Auto, daß Daimler und Kollegen alt aussehen läßt. Ein Screenshot aus wired.com zeigt die aktuelle Markt-Situation eindrucksvoll. Von Ralf Schwartz.
Während die Vorstands-Millionäre der Autobranche ihre Firmenjets verkaufen und mit dem Wagen nach Washington und Berlin pilgern, um um Vergebung ihrer Dummheit, Kurzsichtigkeit und Ignoranz zu betteln - und ein wenig Geld als Wiedergutmachung ihrer Ingenieursblasen mit zurücknehmen - sind ihnen Start-Ups nasenkilometerweit voraus.
Über die Chinesen berichteten wir schon ("Ohrfeige für Auto-Vorstands-Millionäre!"), jetzt ist auch Heise über den e2 gestolpert ("Elektrofahrzeug 2e soll auf den Markt kommen"), von dem wohl schon 4000 vorbestellt sind. Mehr dazu also bei Heise.
Für mich viel spannender ist dieser Screenshot, den ich im richtigen Moment vom wired-Artikel über den Aptera e2 machte:
Image courtesy wired, mediaclinique.
Eindrucksvoll die aktuelle Situation: Die Großen der Branche können nur noch mit ihren Diesel-'Trucks' fast schamhaft versteckt (oben rechts) auf den redaktionellen Seiten werben, auf denen über die wahren Fortschritte anderer(!) in der Automobil-Branche berichtet wird.
Die, die in Zeiten unvollständigen Wettbewerbs Gewinne und Trophäen einfahren konnten, sind nun an den Rand gedrängt, weil sie sich nicht rechtzeitig um ihre Zukunft, ihre Konsumenten und ihre Strategie kümmerten.
Mit einem immensen Aufwand müssen sie nun zu einem Wettlauf ansetzen, bei dem sie mit einigermaßen Weitblick und Gesundem Menschenverstand immer der Igel hätten sein können, hätten sie nicht allein darauf gesetzt, ihre Dornröschen ins Trockene zu bringen und selbst Schäfchen zu sein.
Und selbst wenn der e2 (und die Chinesen, siehe oben) nur wegweisende Inspiration sind, ist das schon weitaus mehr als man dieser Tage von unseren Automobilproduzenten erwarten kann!
Wünschen wir ihnen also alles Gute und daß sich die Bilder bald wieder drehen und die Rollen vertauschen!
10:38 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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PETA-Models in Dessous, spielend mit Gemüse - das ging der NBC dann doch zu weit über ihre eigenen Sex-Schmerzgrenzen hinaus. Und ich dachte 'Yes, we can!' jetzt endlich. Video. Safe for work. Von Ralf Schwartz.
Der inquisitr berichtet, NBC hat einen PETA-Werbespot von der Ausstrahlung im Super Bowl verbannt. In dem Spot spielen Models in Dessous mit Gemüse und eine Studie wird zitiert, daß Vegetarier besseren Sex haben.
Das geht natürlich zu weit. Aber entscheidet lieber selbst:
Video courtesy PETA, YouTube.
(UPDATE 09:52(!) das Ziel dieses Textlinks ist schon von der YouTube Community gemeldet worden, weil es "möglicherweise Inhalte enthält, die für einige Nutzer unangemessen sein könnten".)
Wenn ich das so sehe, muß eigentlich jeder durchschnittliche Music-Clip vom Bildschirm verbannt werden. Oder die RTL II Nachrichten. Oder der aktuelle Telekom-Spot. Oder. Oder. Oder.
Wenn das so weitergeht, sehen wir kargen Zeiten entgegen. Ein Volk von prüden, verklemmten, ihre Natur nicht ausleben könnenden Sex-Zombies wird den Globus erobern und uns alle kasteien (oder schlimmeres).
> Via inquisitr "PETA Super Bowl Ad Banned. Forgive me if I don’t get upset ".
09:49 in Erste Hilfe, porNO, Video | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Fanboy beschreibt, wie Twittern bei den selbsternannten Social Media Gurus zu Social Media Taubheit, Hyperaktivität und letztlich Zombie-ähnlichem Verhalten bzw. Spam führt. Von Ralf Schwartz.
Während Roland vom Werbeblogger noch per Überschrift ("Spam ist des Werbers Tod") die Werber als die schützenswerten beim Spam-Phänomen identifiziert, geht Fanboy einen Schritt weiter und erklärt jeden vermeintlichen 'Social Media Experten' zu einer nicht zu unterschätzenden Gefahr für die Qualität von Twitter.
Seine Geschichte ("Social Media “Experts” are the Cancer of Twitter (and Must Be Stopped)") in wenigen zentralen Sätzen:
"At first it started innocently — back in the day (about a year ago) various techie friends started to declare themselves social media gurus because they decided to hang out on Twitter and Facebook all day. And now an army of their offspring monitor Summize in search of human flesh."
"Now the first symptom of this disease was what I call “social media deafness”, a state that occurs when a person’s social graph exceeds 500+ virtual friends. The result is that the person is a mile wide, but an inch deep."
"What was first simple Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder becomes full blown zombie like state."
"The zombies then seek each other: You’ll always notice that of the 5,000 followers that a social media expert has that all 5,000 of them are also social media “experts”. Their only form of conversation is to quote each other and live tweet conferences where they gather."
"The lead zombies can make a good living feeding the hopes and aspirations of the worker level drones who parrot their every blog entry."
"The drone level zombies then start to stalk any innocent Twitter user they can find. They don’t care who it is or what that person is interested in because their first prize is the “auto-follow”."
"Like drugs, social media can be a good thing in the right hands. But there are too many people out there who don’t know what they’re doing and just get carried away. Sadly most people just lack the good old fashioned discipline to keep their worse instincts in check."
Wer kennt das nicht und ist genervt von all dem Spam da draussen? Und es wird ja nicht besser. Immer mehr nutzen Twitter und ähnliche Services.
Die Zombies kommen langsam auch nach Deutschland, die Werbeagenturen, die Experten, die alle nichts zu sagen haben, die nur ihren Share Aufmerksamkeit erhaschen wollen, um ihre Kunden zu befriedigen, statt Relevantes zu entwickeln.
Es kommen die Marken (auf deren Geheiß) und verstopfen die neuen Kanäle wie die klassischen zuvor, stören die Konsumenten, halten diese ab von dem, was sie am liebsten tun und langweilen sie auch hier zu Tode mit platten Werbemonologen, statt diese, ihre Konsumenten zu engagieren und zu inspirieren.
Vielleicht hat Roland recht, wenn er sagt, daß die großen Marken nicht kommen würden, wenn die Social Media verspamt werden, was aber ist mit den Millionen kleiner Troll-Marken und parasitärer Agenturen, die hier ihre Chance sehen und mit schlechtgemachtem Werbemüll uns alle überrollen?
Was ist mit den Agenturen der großen Marken, die diesen versichern, hier könne man sich nicht raushalten, hier müsse man experimentieren?
(Die mediaclinique zB twittert überhaupt nicht im bekannten Sinne,
sondern hört nur manchmal denen zu, denen sie folgt (es gibt 1 Tweet
und der lautet "Listen, Don't talk!").
Schaut Euch aber mal die Follower an (nicht Quantität, sondern Qualität)!
Und beim ragebuch nutze ich zwar Twitters 140, gehe aber tatsächlich über eine Blog-Funktion (und werfe bei twitter/ragebuch alle paar Tage den Spam raus).)
09:46 in C-lebrities, Erste Hilfe, Social Networking | Permalink | Comments (2) | TrackBack (0)
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Amir Kassaei denkt - und spricht noch mehr - für den ADC. Jetzt spricht nichts mehr für den ADC. Jetzt wird gehandelt: Produkte verkauft man mit 'NEU', Clubs mit 'Innovation'. Vom Ende der Kommunikation. Von Ralf Schwartz.
Image courtesy ADC, Ausschnitt.
Seit Januar geht die Sonne des ADC auf (oder gar endgültig unter?) und wird mit Verve geneuert im ADC, der einen neuen(!) Vorstandssprecher namens Amir Kassaei bekam, seines Zeichens höchster Kreativer bei DDB - was nicht viel heißen muß bei einer Agentur, die den Golf-Spot und den Paul Potts Spot aus YouTube kopiert geschaffen hat.
Amir wird inzwischen angebetet von Spießer Alfons - was eigentlich nur beweist, daß dieser gerade haarscharf an seiner Altersweisheit vorbeisegelt (die Kommentare dort sind dann auch von entsprechender Deutlichkeit).
Und wurde von der w&v zum zweitwichtigsten Medien- und Kommunikations-Menschen bestimmt, weil er "seit Jahren nicht müde wird, einen Wandel" in der Branche zu fordern und "seit Jahren eine Innovations-Unit bei DDB" aufbaut (Offline-Ausgabe der w&v) - was eigentlich nur beweist, wie wenig Talent und Potential (seit Jahren) in dieser Branche wirklich vorhanden ist.
Schön, daß er nicht müde wird. Schöner, er würde erwachen aus seinem medialen Schönheitsschlaf. Am schönsten, der Markt würde es endlich bemerken in Form relevanter Werbung, die er seit Jahren verspricht.
Beim ADC steht (laut Horizont) zumindest fest: "Die von Verbandschef Amir Kassaei angekündigte Reform des ADC-Wettbewerbs nimmt konkrete Formen an." > ie. Die Veranstaltungsorte für Jurierung, Show und Party wurden festgelegt!
"Bei den Kategorien soll es erst ab 2010 durchgreifende Veränderungen geben."
> Hört, hört! Ist auch nicht so wichtig. Die Wahl war eben zu spät. Wie soll man sowas auch planen? Etwa strategisch? Ne, das ist ein anderer Verein (der anscheinend immer noch mit seinem Namen kämpft).
"Erste Maßnahmen werden aber bereits in diesem Jahr umgesetzt. So wurde die bisherige Kategorie "integrierte Kampagnen" überarbeitet. Sie heißt jetzt "Ganzheitliche/Innovative Kommunikation" und ist unterteilt in die drei Unterkategorien "multimediale Ideen", "verzahnte Kommunikation" und "innovative Kommunikation"."
Das also sind die kreativen, innovativen Ideen von Deutschlands wichtigstem Kreativen und Vordenker einer ganzen Generation von Ex-Praktikanten?
Da bleiben noch ein paar Fragen:
1 - Was ist nochmal der Unterschied zwischen "integriert" und "ganzheitlich"? I love those German semantics!
2 - Was andereres außer "ganzheitlicher/innovativer Kommunikation" kann und sollte es in der Werbung und Kommunikation der Zukunft noch geben?
3 - Was ist Kreation oder Kreativität anderes als pure Innovation? Schließlich bedeutet Kreativität das Zusammenfügen verschiedener bekannter Teile zu etwas Neuem!
4 - Impliziert die dritte Unterkategorie "innovative Kommunikation" etwa, daß die anderen nicht "innovativ" sind?
Fragen über Fragen. Da muß Amirs Debattier-Club (ADC) wohl nochmal ran, oder? Ist das nun das Ende der Kommunikation wie wir sie kennen? Vielleicht ist es nur der Anfang vom Ende des Amir Kassaei wie wir ihn kennen.
In diesem Sinne: Get well soon!
PS: Ich liebe dieses subtile Magenta (seines wichtigsten Kunden Telekom!)
09:46 in Agencies, Dritte Klasse, Reklame | Permalink | Comments (2) | TrackBack (0)
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Thomas Gottschalk, als Joker verkleidet, ißt seine Hoden, ...
Image courtesy RTL, screenshot by mediaclinique.
... während die Zuschauer, in Bernhard-und-Bianca-Kostümen, ungeniert zu- und wegschauen.
Image courtesy RTL, screenshot by mediaclinique.
"Drei Millionen 'kotzen' zu Hause an den Bildschirmen", hatte Michael Mittermaier noch in Uri Geller Manier prophezeit als er bei Gottschalk soetwas wie Giraffen-Kot-Mousse erriechen wollte.
Heute schon GEZahlt!?
> Siehe auch: medienrauschen "Der Abend an dem ich mich beim fernsehen übergab".
> Für alle, die auf nackte, aber beeindruckende Zahlen stehen: dwdl "Dschungelcamp triumphiert über "Wetten, dass..?"".
10:02 in C-lebrities, Intensivstation | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Vorgestern berichteten wir unter "Schlechte Nachrichten für Neuro-Marketing-Jünger!?", daß neue Studien zeigen, daß auch "dort verstärkt Blut fließen kann, wo es keine wirkliche neuronale Aktivität gibt, keine Synapsen erregt feuern" - womit ua. die Erkenntnisse des Neuro-Marketing stark infragegestellt sind.
Erregt hatte sich Christian Keysers zu dieser Studie geäußert (siehe Artikel) und deren Ergebnisse als irrelevant abgetan.
Just dieser Christian Keysers vom BCN Neuroimaging Centre in Groningen, Holland, ist nun seinerseits, in einem Rundumschlag gegen die "Zauberkünstler" unter den Hirnforschern, angegangen worden.
Ihm und Kollegen werden "grobe statistische Fehler" vorgeworfen. Die Zeit berichtet, die "ermittelten Korrelationen zwischen der Aktivität von Hirnarealen und bestimmten Verhaltensweisen gingen nämlich häufig »über das hinaus, was statistisch möglich ist«, schreiben Vul und der Psychologe Harold Pashler."
Ist dies ein weiterer Sargnagel für die astrologische Disziplin des Neuro-Marketing!?
> Der Original-Artikel in der Zeit "Hirnforschung: Das Dilemma des texanischen Scharfschützen".
17:25 in Erste Hilfe | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Der ein oder andere mag sich noch an den Artikel "Der Stil von Stihl und der 'Heiße-Motorsägen-Kalender'!" der mediaclinique erinnern. Wir hatten uns lustig gemacht berichtet über die Publicis Pressemitteilung und den Stihl-Kalender.
Dieser Tage nun fanden wir bei boingboing einen Kalender, der weitaus eher die Kompetenz, die Seriosität, die Kraft und Verläßlichkeit einer Marke wie Stihl demonstrieren könnte.
Wir haben in folgendem Photo einem Bild des Stihl-Kalenders (rechts) einem Bild des 'Female Mechanics' Kalender (links) vergleichend gegenübergestellt.
Images courtesy Female Mechanics, boingboing und Stihl.
Welches Bild strahlt wohl mehr Authentizität, Emotion, Kontext und Story aus? Welches Bild zahlt stärker und effektiver auf die Marke und ihr Image ein? Welches Bild kann langfristigere und profundere Effekte erzeugen?
Kunde und Agentur hatten sich für das linke Ambiente entschieden, höchstwahrscheinlich aus offensichtlichen und 'oberflächlichen' Gründen - die wir nachvollziehen können, sind sie doch organischer Natur des gesunden Mannes im zeugungsfähigen Alter.
Allein, das Marketing verlangt mehr als genitale Blutströme, um die Marke zu leben, statt sie zu managen.
(Der gezeigte Kalender soll übrigens nicht für Stihl Geltung haben, sondern nur das Prinzip verdeutlichen!
> Der 'Female Mechanics' Kalender von Sarah Lyon.
15:24 in Erste Hilfe, Reklame | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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TechCrunch druckt ein Interview mit Eric Schmidt ab, das dieser mit Jim Cramers Mad Money geführt hat.
Hier die Arrington-Auswahl der Highlights:
"On Google killing its print ads business: “That particular product didn’t work particularly well and we’re trying other solutions. Print is a hard one because they have declining ad revenue and higher print costs. And so we’re trying other solutions. Ultimately most people will get their information online.”
On Steve Jobs’ health: “Speaking as a board member, we recognized that Steve needed a medical leave and we announced on that. And that’s my only comment on that. Apple’s doing very well, the product’s doing very well.”
On energy: “The part of the stimulus package includes money to modernize the electric grid to make it look more like the Internet. A lot more flexible as it moves power around without this smart grid we won’t make any of this happen.”
On Obama: “I have [spoken with Obama] just a little bit and they’re really, really focused on moving very, very quickly. I think everybody understands that a new president has a honeymoon period in that honeymoon period they can get the most ambitious agendas. In his inauguration speech yesterday you could hear the same things themes in his campaign. The notion of dealing with the way that the country is perceived globally as well as economic stimulus there in a hurry and need to be.”
> Das gesamte Interview als Transkript von CNBC über TechCrunch.
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Ich weiß nicht, um was es geht, und was uns dieser Artikel sagen will. Vielleicht ist es ein Spiel, ein Rätsel, ein Code? Eine intellektuelle Verschwörung? Die Auflösung der Finanzkrise? Ich habe nichts verstanden. Absolut nichts.
Die w&v schreibt online unter der Überschrift "TC Gruppe meldet Insolvenz an":
"Die TC Gruppe GmbH, an der die Business Media China AG mehrheitlich
beteiligt ist, hat heute Insolvenz angemeldet. Trotz großer
Anstrengungen und erheblicher Investitionen war es in den zwei Jahren
der Beteiligung nicht möglich, die TC Gruppe GmbH in die Profitabilität
zu führen. Für das Jahr 2009 meldete die TC Gruppe GmbH einen weiteren
erheblichen Kapitalbedarf bei der Business Media China AG an, welchen
die Business Media China AG im Rahmen der laufenden
Restrukturierungsmaßnahmen nicht übernehmen konnte. Klaus M.
Hilligardt, CEO des Haupteigners Business Media China, wollte auf
Anfrage nichts weiter zum Thema sagen. Nur soviel: 'Das ist
schmerzlich.'
In der BMC Gruppe werden derzeit tiefgreifende Restrukturierungen in allen Unternehmensbereichen durchgeführt. Diese Maßnahmen sind vor dem Hintergrund des sich als wirtschaftlich schwierig abzeichnenden Jahres 2009 erforderlich.
Die TC Gruppe
war mit dem Ausbau des China-Geschäfts und dem Umzug im vergangenen
Jahr in die roten Zahlen gerutscht, auch ging der große Kunde Metro
verloren. Die Geschäftsführung um Markus Heim und Burkhardt Holze
konnten das Neugeschäft nie in dem Maße beleben, dass die Agentur
wieder Oberwasser gewann. Die Business Media China wollte die Agentur
am Schluss offenbar nicht mehr bezuschussen. Am Freitag tritt der
Insolvenzverwalter seinen Dienst an. Die beiden Geschäftsführer in
Ludwigsburg waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar."
Ah, einen Satz habe ich doch verstanden: "Das ist
schmerzlich."
In diesem Sinne: Get well soon!
> Original-Artikel in der w&v "TC Gruppe meldet Insolvenz an".
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Die beiden haben zwar nichts miteinander zu tun, in der Überschrift aber machen sie sich gut. Erstere wurde 'Most desirable Woman 09', letztere fand ich in meinem SPAM-Ordner. Von Ralf Schwartz.
Gratulieren wir also Eva, die es in der 9. Ausschreibung des Online-Magazines AskMen.com zu diesem erfreulichen ersten Platz brachte, wie Reuters India hier berichtet.
Reuters: "AskMen.com readers cast more than 10 million votes to rank the women with the best qualities for the ideal girlfriend or wife."
Bei Eva Mendez kann man das noch nachvollziehen, die Zweitplazierte aber hat schon eher den Namen eines Porno-Models: Megan Fox.
Paris Hilton, Lindsay Lohan und Nicole Richie haben es nichtmal auf die Liste geschafft. Britney wurde 90ste!
Denn, so Reuters: "There are women in their mid to late 30s on this list who may be old by industry standards but you see more mature women on this list. The younger women getting a lot of play on gossip sites haven't had the time to accumulate the achievements that a lot of these women have."
Hört sich doch gut an, oder?
In der Begründung des ersten Platzes für Eva bei AskMen.com jedoch steckt schon weniger von den realen 'best qualities for the ideal girlfriend or wife':
“You can’t take your eyes off her.” For every cliché, there is an example that makes it true, and for this one it’s quintessential girlie-girl and diosa latina Eva Mendes. From head to toe, her beauty is unique, dramatic and urgent. When on-screen, she doesn’t need to do much before we’ve willingly handed over to her our complete and devoted attention, to the exclusion of the rest of the world.
In short, the more of her we see, the more we want. It’s no surprise, then, that Eva Mendes is the Most Desirable Woman in the World."
Und die Begründung für Megans Zweitplatzierung liest sich eher wie die Beschreibung der ersten Playboy-Centerfolds:
"Although just 22 years old, Megan Fox impresses us to no end, from her staggeringly killer body and her daydream-inducing supermodel face to quotes like this: “I guess I’m boring… I don’t go to clubs or do drugs or fall out of cars drunk.” You can call that professional, sexy, even anti-Lohan, but it’s definitely not boring, and it’s why she made the No. 2 spot on our Top 99.
With two Transformers sequels, the flick Jennifer’s Body with Amanda Seyfried and an adaptation of the comic book Fathom in the pipeline, Megan Fox is poised to conquer the world, and she will do it in her own way, on her terms."
Da machen die Jungs von AskMen.com sich wohl genauso viel vor wie die Playboy-Leser, die diesen wegen der interessanten Artikel lesen.
Nein, die SPAM-Mail habe ich nicht geöffnet. War bestimmt wieder ein Trojan Horse für Viagra, Photoshop oder Ähnliches.
09:44 in Klinikkantine | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Eine neue Studie zeigt, daß auch dort verstärkt Blut fließen kann, wo es keine wirkliche neuronale Aktivität gibt, keine Synapsen erregt feuern. Was tun mit der Astrologie des Marketing?
Der NewScientist schreibt: "CONTRARY to popular belief, a rushof blood to a certain brain region is not always linked to neural activity there, a finding that may guide future brain scan experiments".
Dies ist Ergebnis einer Studie der Columbia University, New York, durchgeführt von Aniruddha Das und Kollegen.
Das Experiment: "Das used separate techniques to measure blood flow and neural activity in the visual cortex of two macaques trained to carry out a visual task.
Sitting in darkness except for a light that switched on at regular intervals, the monkeys were trained to look away if it was red, and fix their gaze on the light if it shone green. When the timing of the pauses between the light flashes changed, blood flow still increased when the macaque expected a flash, but there was no subsequent increase in electrical activity from firing neurons. Das suspects that the brain sent the rush of blood in anticipation of the neurons' firing."
Auf der anderen Seite sieht Christian Keysers vom BCN Neuroimaging Centre in Groningen, Holland, die Ergebnisse nicht als wirklich relevant an: "... does not believe the result is relevant to the design of previous fMRI experiments and so is unlikely to have an impact on their results."
Aniruddha Das sagt zumindest: ".... care needs to be taken in future to ensure that this misinterpretation does not lead to errors."
Das sollten sich die Jünger des Neuro-Marketings in Deutschland zu Herzen nehmen, denn in der Vergangenheit schlossen (und schossen) sie meist zu schnell, sobald neue Erkenntnisse vorlagen, die ihnen meist wie der Fund des Heiligen Grals vorkamen und 'blühende Landschaften' in ihrer Börse versprachen.
Wir sind nach wie vor weit davon entfernt, in die Hirne der Menschen zu sehen und daraus Schlüsse für Marken-Präferenzen oder -Vorlieben zu ziehen.
> Alle Zitate NewScientist "Brain's blood surge doesn't match activity".
10:05 in Erste Hilfe | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Während Deutschlands Robert Basic noch 1 Monat lang für 3.000 Euro bloggen muß, verdient mancher mit 1 Tweet und genügend Followern schnell das Doppelte. Von Ralf Schwartz.
Louis Gray erzählt Robert Scobles Geschichte:
Robert hat 50.000 Follower bei Twitter und 25.000 bei FriendFeed. Bisher konnte er mit diesen 75.000 Leuten keinen Cent verdienen. Durch einen Affiliate-Link könnte sich dies ändern.
Ersteren schrieb er: "Want a news tip? Amazon Kindle is sold out. Hint here:" (gefolgt von Roberts Amazon Affiliate-Link), letzteren schrieb er: "I just bought a version 1.0 machine. It's sold out. Will they make more? I doubt it. So, why are they still accepting orders? I just bought one and will let you know what shows up. I'm hearing that new version comes in next few months."
Nur 0,45% von Robert Scobles 50.000 Twitter-Followern müßten einen Kindle zu 359 Dollar kaufen. Sollte möglich sein, oder?
Schaut man sich die deutsche oder schweizerische Twitter-Followerschaft an, sehen die Dimensionen natürlich schon ein wenig anders aus.
Was ich bisher gesehen habe, bewegen sich da die Follower durchschnittlich in den 5er bis 500er Bereichen (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel).
Damit ist wenig Staat bzw. Kohle zu machen. Aber Robert Scoble ist ebensowenig Durchschnitt wie die vernetztesten deutschen Twitterer, also besteht zumindest für diese die Hoffnung - vielleicht nicht auf einen Schlag, aber emsig wie die Eichhörnchen -, sich ein wenig Geld hinzuzuverdienen.
(Gut, sie müssen dann auch noch die 7,5%ige Beteiligung an den Amazon-Umsätzen bekommen, die Louis seiner Robert-Rechnung zugrundelegt. Aber ein Blick auf die relevante Amazon-Seite zeigt, wie einfach das ist.)
Die Authentizität sollte allerdings gewahrt bleiben. Man sollte nicht werben um des Werbens und Geld-verdienens Willen. Man sollte Empfehlungen aussprechen, weil man hinter diesem Produkt steht.
Vor allem sollten die Empfänger solcher Tweets und solcher Blog-Hinweise, die über Affiliate-Links (zB mit Amazon) laufen, nichts Schlechtes denken, sondern darüber kaufen, denn einfacher (und billiger für einen selbst) kann man sich nicht beim Sender für seinen Einsatz bedanken. Nicht für diesen einzelnen Tweet oder Post natürlich, sondern für sein gesamtes Bloggen oder sein Engagement in der Blogosphäre bzw. Twitterzone. Das ist wie eine Spende, wie eine kleine Anerkennung, die über den Comment am Ende des Posts hinausgeht.
In diesem Sinne: Probieren geht über Studieren!
09:31 in Erste Hilfe, Social Networking | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Eindrucksvoll konnten Bohlen-Klone wie Don Alphonso Journalismus-Qualitäts-Debatte und Blog-Hetze ad Absurdum führen und Qualitätsmedien infiltrieren. Quo vadis, Medien-Deutschland? Von Ralf Schwartz.
Eindrucksvoll zeigt Ralf Schwartz, daß er zu blöd ist, Brecht und Heine auseinanderzuhalten, und reißt die Klappe himmelweit auf. Hat er zu nah an Goethes Schillers Glocke gestanden? Von Ralf Schwartz.
Don Alphonso sondert seinen Rotz auf Bildzeitungs-Niveau nun in der FAZ ab.
Niggemeier bloggt inzwischen auf dem Niveau einer Nachmittags-Talkshow der von ihm ach so verachteten Privat-TV-Sender.
Amir Kassaei (Kreativchef von DDB und Vorstandssprecher des ADC) wird von den Erfüllungsgehilfen der kommunikativen Durchschnittlichkeit (heute w&v, morgen Horizont) auf den Thron des besten Werbers Deutschlands gesetzt, weil er einen kreativen Portrait-Photographen hat (voriger Link) und seit Jahren erzählt, er hätte eine 'Innovations-Unit' gegründet.
Robert Basic verkauft sein Poesie-Album (jetzt noch niedlicher) namens 'Minimales Denken' Blog an den Meistbietenden für einen Betrag für den amerikanische Blogger nichtmal aufstehen würden und ist glücklich dabei.
Fehlt nur noch, daß in Zukunft Elke Heidenreich neben Dieter Bohlen in der Jury irgendeiner unsäglichen Casting-Show sitzt und Bruce und Barbie Van de Vaart im ZDF 'Lesen' moderieren und ihre Liebling-Comics von Bild-Zeitung über Focus und VF bis hin zur Vogue vorstellen.
Was haben wir bloß getan, daß wir all das verdient haben?
Wie konnte es gelingen, die FAZ-Blogs boulevardiger als den Boulevard zu machen?
Was soll der Netzökonom denken? Was all die seriösen und guten Journalisten, die noch gegen die Verflachung, Verdurchschnittlichung und Verdummung unserer Welt anschreiben?
Was soll ich über die FAZ denken, die spiegelonline mit einer Qualitäts-Defensive schlagen will? Was über Niggemeier, der einstige Qualität und Kompetenz verrät, um unterdurchschnittlich zu segeln (inzwischen auch auf stefan-niggemeier.de)?
Was soll ich denken über die Qualität eines Mediendeutschlands, das Menschen zu Gallionsfiguren macht, die man anderswo nichtmal kielgeholt hätte, weil die Taue zu schade wären und man die Haie sich nicht den Magen verderben lassen wollte?
Was soll ich über die Kommunikations-Manager einer Branche denken, die das Bild eines Mannes zu ihrer Fahne erheben und ihr wie die Lemminge über die Effektivitäts-Klippe folgen, um ihre Marken und ihren Gesunden Menschenverstand zu verraten? Einer Fahne, mit der intelligente, intuitive und imaginative Kommunikations-Vordenker sich nichtmal die Nase putzen würden, hätten wir solche in Deutschland!
Einmal mehr gilt in Abwandlung zu Brecht: denk ich an Medien und Kommunikation Deutschlands in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht (wie die Tageszeit der Veröffentlichung eindrucksvoll belegt)!
Hoffen können wir, daß wir nicht noch mehr vom gleichen bekommen, sondern der ein oder andere etwas merkt und agiert. Hoffen können wir, daß nicht die Medien-Demokratie ihrem großen Bruder folgt und auch zu einer schleichenden Diktatur des Dummen und der Durchschnittlichkeit wird.
Wünschen können wir uns, daß in Bälde vermehrt Menschen, Medien-Gourmets, Ästheten des guten Geschmacks und der intellektuellen Anregung um den Schlaf gebracht werden oder zumindest aufwachen, ob des schwindenden Niveaus des uns umgebenden medialen Äthers, der immer mehr zur Betäubung und Verödung genau der Nervenenden führt, die bei uns einst für Geschmack, Qualität und differenzierendes und distinktives Denken zuständig waren.
In diesem Sinne: Get well soon!
UPDATE 09:32 Uhr: In den Kommentaren zeigt Don Alphonso seine wahre Größe und weist mich unaufgeregt darauf hin, daß obiges Zitat, welches ich trotz Abitur Brecht anhängte, dem lieben Heinrich Heine zuzuordnen ist. Was für mich als Düsseldorfer natürlich doppelt furchtbar ist.
Wenn sich da mal nicht ein neuer Kommentar-Rekord andeutet!
05:19 in Klinikkantine | Permalink | Comments (10) | TrackBack (0)
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Als mediaclinique haben wir eine besondere Verantwortung für die Gesundheit. Kranke Marken bedeuten kranke Menschen. Deshalb hier der aktuelle foodwatch-Newsletter zur Grünen Woche!
Seit Freitag ist der foodwatch-Newsletter in unserem Mail-Eingang. Bisher haben wir darüber nichts in der organisierten Presse gelesen. Höchstwahrscheinlich sind diese Themen zu wenig sensationell.
Daher drucken wir den Newsletter hier zur gefälligen Kenntnisnahme und Reflektion ab:
"Hallo und guten Tag,
es ist mal wieder so weit: Die Internationale Grüne Woche, nach eigenen Angaben "weltgrößte Verbraucherschau", hat heute in Berlin ihre Pforten geöffnet. Manchem Besucher mag es allerdings so vorkommen, als habe er sich auf eine Fitness- und Gesundheitsmesse verirrt. Der Gemeinschaftsstand der Ernährungsindustrie steht unter dem Motto "Power fürs Leben - Essen und Bewegen". Ist Fitness jetzt die neue Kernkompetenz von Unilever, Nestlé & Co.? Wohl eher eine gewinnträchtige Masche: Wohlfühlbotschaften aus der Traumfabrik, Wellness und Gesundheit durch Kaufen und Essen - die schlanke Linie für dicke Profite.
Da passt es, dass sich ausgerechnet Süßwaren-Fabrikant Mars auf der Grünen Woche mit seiner Buchreihe "Clever naschen Action Kids" als Ratgeber für die "aktive Familienfreizeit" aufdrängt. Oder dass Ferrero auf einer mobilen Sport- und Laufspielanlage "Schüler aller Altersklassen" zum Training motivieren will - "powered by nutella"!
Zur Erinnerung: Auf 70 Milliarden Euro werden die Krankheitsfolgekosten durch Übergewicht allein in Deutschland geschätzt. Eine Folge von zu viel Fett und Zucker, sozusagen auch "powered by nutella"? Natürlich hat die Industrie darauf die passende Antwort: Nicht ihre falsch zusammengerührten Produkte, nicht ihr permanenter Etikettenschwindel sind Schuld an überschüssigen Pfunden, sondern jedermanns Bewegungsmangel. Totale Ablenkung statt des klitzekleinsten Bekenntnisses zur eigenen Verantwortung. "Essen und Bewegen" - die Konsumenten also sollen ihre Kilos einfach abtrainieren. Und dann fleißig weiter futtern. Diagnose: Grob unsportliches Verhalten der Konzerne.
Tatsächlich müssen die Verbraucher lange joggen, um die tägliche Dosis überzuckerter und fettiger Lebensmittel wieder wett zu machen. Ein Beispiel: Eine Dreiviertelstunde Dauerlauf ist erforderlich, bis ein zehnjähriges Kind eine kleine, aber süße Frühstücksportion Nestlé-"Fitness(!) Fruits" mit Magermilch abtrainiert hat.
foodwatch meint: Bewegung hat vor allem die Ernährungsindustrie selbst dringend nötig. Wenn es um ehrliche Etiketten geht. Oder die Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben. Rot, gelb und grün weisen auf den Gehalt an Fett, Zucker und Salz hin. Damit die Verbraucher auf einen Blick sehen, was Sache ist. Bisher sieht die Industrie bei dem Thema so rot wie ein infarktgefährdeter Patient. Denn die Branche hat die Grenzen des Wachstums erreicht, sie hängt am Tropf von Produktneuheiten, die den Verbrauchern zur Rechtfertigung höherer Preise immer großartigere Zusatznutzen vorgaukeln – in Wahrheit aber oft eher fett statt fit machen.
So kommen Produkte wie Actimel von Danone auf den Markt, das Alt wie Jung gesund durch den Winter bringen soll. Bloß, dass ein herkömmlicher Naturjoghurt die Abwehrkräfte praktisch genauso aktiviert, aber nur ein Drittel kostet und zudem keine Zuckerbombe ist wie Actimel. Eine klare Kennzeichnung würde das entlarven - deshalb stört die Gewinnhoffnungen der Branche kaum etwas so sehr wie die Nährwertampel. Die Grüne Woche nutzt sie für massive Lobbyarbeit gegen die Ampel. Unterstützen Sie daher jetzt unsere Forderung nach einer eindeutigen Nährwertkennzeichnung und schreiben Sie an Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner – ganz einfach und direkt bei unserer Mitmach-Aktion.
Powered by foodwatch und garantiert kalorienfrei.
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das foodwatch-Team
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Herausgeber:
foodwatch e. v., martin rücker (v.i.s.d.m.), brunnenstr. 181, 10119 berlin, germany
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode."
Ende des Newsletter-Zitates.
> Lohnend ist auch abgespeist.de von foodwatch.
In diesem Sinne: Get well soon!
09:34 in Brand Ethics, Erste Hilfe, Intuition/Company | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Für all jene, die zu jung oder zu alt sind, sich erinnern zu können, woher das Wort SPAM wirklich kommt: der relevante Ausschnitt aus Monty Python's Flying Circus. Video. Safe for work.
Video courtesy YouTube and Monty Python.
> Via Think A Geek "Spam it ...".
09:18 in Erste Hilfe, Video | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Am 09. Januar hatten wir hier ("Mercedes SLR: Das ultimative Batmobil! ") schon einen Kandidaten für ein Wochenend-Batmobil als Alternative zum Batmobil-Dienstwagen gezeigt: den leider auslaufenden Mercedes-McLaren SLR.
Aber diese mattgraue Elise aus Carbon ist eine würdige Alternative!
Image courtesy wZa HK.
> Original-Post boingboing "Carbon Fiber Lotus".
> Hier die gesamte Slideshow auf flickr.
19:24 in Klinikkantine | Permalink | Comments (2) | TrackBack (0)
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Die policlinique sucht OrganspenderInnen. SpenderInnen Frischen Blutes und Geistes, Rückgrats und Rückenmarkes, sowie Herzens, Hirnes und Bauches, die ihren Teil zum Versuch zur Utopie mentalen und materiellen Wohlstandes beitragen wollen.
Leidenschaftliche OrganspenderInnen also, die den Blutgruppen und DNAs dieser Twitterroll ähneln, gar identisch sind, Amalgam zukünftigen gesellschaftlich-politisch-demokratischen Denkens und Handelns sein wollen:
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