"Der US-Getränkeriese Coca-Cola startet am 16. März eine integrierte Kommunikations-Kampagne für sein Produkt Coke Zero", beginnt Horizont seinen Artikel. Heute ist der 17., aber unter cokezero läuft noch der alte, unrealistische Schrott Spot aus dem Supermarkt.
"Das Leben wie es sein soll" ist dann im neuen Spot so: 'Am Morgen danach'. Eine schöne Unbekannte (Frauen brauchen bei Coke Zero keine Namen) und 'Tom' (hier zeigt sich die brutale Coke-Kreativität: im Supermarkt hieß er Tim) wachen auf, sie entschwindet in die Dusche, Tom zum Kühlschrank. Er trinkt nicht cool an einem warmen, angetrunkenen Bier, sondern öffnet vollkommen unrealistisch eine frische Flasche Coke Zero (hier muß man sich natürlich fragen, was die Zero in ihrem(!) Kühlschrank macht), als ihre Eltern klingeln.
Tom weiß nicht, was er tun soll und trinkt sich mit einem Schluck aus der Pulle einen solch realitätsverzerrenden Rausch an, daß Elitesoldaten (Elitesoldaten!) erscheinen und die Wohnung der jungen Dame in Ordnung bringen.
Tom verschwindet mit den Soldaten im letzten Moment als der Vater die Tür eintritt(!), denn wie sonst sollte er ohne Schlüssel reinkommen?
"Das Leben wie es sein soll" - Mit Coke bist Du voll auf Dope!
Das ist ja noch schlimmer als der Supermarkt oder der Bussurfer! Welcher arme Kerl aus der Zielgruppe kann sich denn damit identifizieren? Oder haben die heutzutage alle Bundeswehr-Akte Jane-Phantasien?
Ach ja, der Blick auf cokezero wird schnell enttäuscht - vor allem, wenn man seinen Namen bei "Sei Dein eigener Held" eingibt.
Die größte Unverschämtheit aber ist der überlaute Zischton, der wohl besonders witzig sein soll, wenn man die Website verläßt ohne sie zu schließen und ein anderes Fenster aktiviert.
Schöner kann man nicht beweisen, daß man tatsächlich nur das Grundrauschen erhöht.
Hoffen wir also auf die Aktualisierung der Website ...




