Hier die finale Site für alle, die den Schnelltest in Quarantäne nicht abwarten und den 01. Mai genießen wollen: Habe ich die Schweinegrippe? doihavepigflu.com.
> Via boingboing.
« March 2009 | Main | May 2009 »
Hier die finale Site für alle, die den Schnelltest in Quarantäne nicht abwarten und den 01. Mai genießen wollen: Habe ich die Schweinegrippe? doihavepigflu.com.
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23:15 in Klinikkantine | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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"Dr. House: Wiederholungen stören Zuschauer nicht" schreibt dwdl. Warum? Darum: "TV verkommt zum Begleitmedium" (nachvollziehbar, auch wenn die Argumente für die Überschrift im Text dann fehlen).
Mich aber stören Wiederholungen schon, mein Gedächtnis funktioniert zumindest in dieser Hinsicht noch einigermaßen gut. Ich war nach 10 Sekunden wieder weg von House - und dachte: Schön, daß das Sommerprogramm bei RTL schon begonnen hat. Schämen die sich denn gar nicht mehr?
12:15 in Klinikkantine | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Der Artikel bei mashable ist zwar schon ein wenig älter (März 09), aber nichtsdestotrotz lesenswert, da er die etablierte Denkweise auf den Kopf stellt und uns erläutert, warum es gut für den Konsumenten ist, wenn große Marken sich in Social Media - oder besser Social Networking - engagieren und nicht umgekehrt.
Höchstwahrscheinlich fällt es deutschen Marketingverantwortlichen
schwer, plötzlich so zu denken, bedeutet dies doch gleichzeitig, (für sie) völlig neue
Paradigmen für das Marketig und die Marke der Zukunft zu akzeptieren.
Hier die 8 Thesen von Tom Smith aus seinem Text "Why We All Benefit From Big Brands Being in Social Media":
1. Social media drives complete transparency
2. Social media drives quality product
3. Social media can be a great customer service channel
4. Social Media creates products that we want
5. You control the relationship
6. Big brands keep our access free
7. Big brands have interesting stories to tell
8. Users drive the content and conversation
Die muß man sich auf der Zunge zergehen lassen, jagen sie doch noch immer jedem Marken- und Marketingverantwortlichen kalte Schauer den Rücken hinunter.
Bisher kann ich nur bei den wenigsten Agenturen und Marketingverantwortlichen Bestrebungen in obige 8 Richtungen erkennen. Die wenigsten wissen, wie man die Thesen umsetzen soll. Die wenigsten trauen sich, soviel Macht an den Konsumenten zu übertragen. Die wenigsten wissen, daß diese 8 im Grunde nur eine einzige Richtung andeuten und dies die einzig richtige ist: nach vorne, der Zukunft und dem Konsumenten entgegen. Denn der ist längst dort. Und wartet ungeduldig auf die Marke!
Dabei gibt es bei guten Geschäftsmodellen, Marken und Produkten überhaupt kein Problem, dies zu leben. Bei guten!
Die wenigsten wissen eben wie.
Der einfachste Weg wäre, von den großen Seiten wie Amazon, eBay, Google, Facebook, YouTube zu lernen, wie sie im Markt agieren - ohne sie zu imitieren.
Diese Learnings sind auf die eigene Marke und Kommunikation zu transformieren, nicht zu adaptieren - dazu braucht man keine Agentur, sondern Gesunden Menschenverstand.
Vor allem aber muß man sich endlich eingehend mit den neuen Möglichkeiten des immer noch Web 2.0 beschäftigen, von Digital Natives lernen, sich selbst im Social Networking üben, um die immensen Unterschiede, Chancen und Möglichkeiten zu begreifen und darauf kreativ und innovativ aufbauen zu können.
Hier reicht leider kein Hörensagen mehr, wie immer noch manche Agentur und Beratung zu empfehlen meint.
11:59 in Blogs, Erste Hilfe, Social Networking | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Bislang unbemerkt, da über direct messages, zog Schäuble twitternd die Strippen hinter dem Anschlag auf die Netzfreiheit. mediaclinique zeigt erstmalig die wahren Tweets zur Abschaffung des Internets. Von Ralf Schwartz.
Es war einmal in einem Land vor unserer Zeit
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Ich weiß, was Du in Deiner Jugend getan hast und brauche Dich, um das Internet von Terroristen aller Art zu befreien.
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, ich liebe meine Eltern. Sie sind stolz auf mich. Mir haben die Brennesseln geholfen. Ein Allheilmittel!
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Denke immer daran, daß Du Familienministerin geworden bist, um Dich an Deinen Eltern zu rächen!
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, Du bist ein Schw**** auf Rädern, mögest Du am Grill der Hölle schmoren.
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Klar, aber zuerst hilfst Du mir, das Internet von Terroristen jeglicher Art zu befreien.
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, das schaffe ich aber nicht alleine. Ich brauche Hilfe.
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, suche Dir Hilfe, aber halte mir Deinen Bruder vom Hals mit seinem Glücksspiel-Mist! Das kreuzt unsere Pläne.
Wenige Tage später
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, so, ich habe mein Team zusammen: @juliavonweiler und @stephaniesminister werden mir helfen!
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, wie soll das funktionieren? Drei Frauen!? Blödsinn!
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, Mensch, @stephaniesminister ist keine Frau! Und Frauen sind sowieso die besseren Männer! Ich hasse alle Männer. Alle!
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Verstehe, Stephanie lenkt @stephaniesminister fern. Genial, könnte von mir sein.
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, Ja, und @juliavonweiler leitet so einen Kinderkramsverein. Darüber können wir das Internet für alle Männer sperren.
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, wie soll das denn gehen?
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, Na, Kinderpornographie heißt das Zauberwort, damit sind all unsere Probleme gelöst. Da traut sich keiner gegen an.
Nach kurzem Überlegen
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Das ist wirklich genial! Das ist sogar besser als das, was @Mähdorn und @Obermänn gerade versuchen ...
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, ... @Mähdorn und @Obermänn testen Totale Überwachung und Beweisunterschiebung vor dem nationalen Launch! ...
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, ... Gut, lets do it. Leitet alles in die Wege. Haltet mich aber raus. Ab jetzt seid Ihr 3 also 'Schäubles Engel'!
Vor Vertragsverhandlungen und Presekonferenz
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Glückwunsch, Du hast es geschafft. Bist ja doch ganz brauchbar, auch als Frau. Kinderpornographie, genial!
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, Danke, aber Du mußt mir @zypresse69 vom Leib halten, die macht zum Schluß noch alles kaputt.
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Ich kümmere mich darum. Weiß schon wie.
@schäubler: @zypresse69, ich weiß, was Du letzten Sommer mit @Scharping gemacht hast. Ich will kein Palaver mit MEINEM Internet! Halt Dich raus!
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, Und ich brauche Hilfe, ich kann die Verhandlungen nicht mehr führen und keine Pressekonferenz geben.
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Warum, was ist los, wir haben es bald geschafft! Mach jetzt nicht schlapp.
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, Aber nur, weil Du mir immer souffliert und die Verträge ausgearbeitet hast. Ich glaub den Quatsch ja selbst nicht mehr.
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Okay, Du bekommst wieder einen Stöpsel ins Ohr und wiederholst einfach, was ich sage!
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, So machen wir es. Danke Dir. Ohne Dich hätte ich das nie geschafft.
@schäubler: @stephaniesminister, Du mußt @JohannaVonDenLeiden helfen. Hast Du Deinen Stöpsel noch?
@stephaniesminister: @schäubler, Nein, habe Stöpsel auf Time Square verloren! Schicke mir neuen, bitte, bitte!
Nach dem Interview beim Berliner RadioEins
@JohannaVonDenLeiden: @schäubler, Verdammt, warum muß Du so übertreiben? 20% aller Internetnutzer sind schwer pädokriminell?
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, Was willst Du? So halten wir uns die Meute vom Hals! Das Internet muß weg. Früher ging es auch ohne ...
@schäubler: @JohannaVonDenLeiden, ... Und unter mir als Kanzler aller Deutschen bleibst Du Starke Rechte Hand in MEINEM Propaganda-Ministerium!
09:53 in Klinikkantine, porNO | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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> "Lieber Jean-Remy". Follow up zu: "Durchbruch beim ADC: Danke Amir! ".
17:17 in Agencies | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Ursula von der Leyen: Fast jeder 2.(!) männliche Surfer ist 'schwer pädokriminell' - und jeder(!), der 'technisch versiert' ist. Da bleibt wohl nur sie selbst außen vor. Von Ralf Schwartz.
Am Wochenende hat Frau von der Leyen dem Berliner Sender radio eins ein Interview gegeben und präzisiert dort, wie sie denkt: "... Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. ...". (Quelle: radio eins oder golem)
Fast jeder 2. Mann ist Kinderpornograph!?
Nehmen wir nun die genannten 20%, wissen daß "42,84 Mio. Deutsche über 14 Jahre online" sind, so errechnen sich daraus schnell 8,6 Millionen Kinderpornographen in Deutschland.
Unterstellen wir nun, daß nur Männer, also knapp die Hälfte der 42,84 Millionen, Interesse an Technik und Kinderpornographie haben, so bleiben knapp 20 Millionen Männer übrig, unter denen sich die 20% aller, also die 8,6 Millionen Kinderpornographen befinden!
Ergebnis: Fast jeder 2. Mann ist Kinderpornograph. Daß man da nicht schon länger etwas unternommen hat!?
Die harten Kerne der Kinderpornographie
Unglaublich? Aber wahr, denn diese (Männer) wissen alle, wie man seinen DNS-Server wechselt. Pfui.
1 - Jeder Blogger ist Kinderpornograph (Martina Kausch auch).
2 - Jeder Webdesigner ist Kinderpornograph.
3 - Jeder Telekommunikations-Techniker ist Kinderpornograph.
4 - Jeder Mitarbeiter der inneren Abteilungen bei Telekom, 1und1, etc. ist Kinderpornograph.
5 - Jeder IT-Consultant ist Kinderpornograph.
6 - Jeder ITler in jedem Unternehmen Deutschlands ist Kinderpornograph.
Letzte Ausfahrt: Bundesverfassungsgericht
Wir sind nun auf einem indiskutablen Niveau angekommen - in der Politik der Ursula von der Leyen und Mitstreitern, die soweit über das Ziel hinausschießen, daß ihr eigentliches Ziel dabei vor die Hunde geht.
(Wobei man inzwischen bezweifeln muß, was ihr eigentliches Ziel überhaupt ist.)
Das beste Ziel der Welt (diese Kinder zu retten) wird verfehlt, wenn man es derart verbissen verfolgt, daß die Bemühungen um seine Erreichung überschattet werden von den Kollateralschäden in der deutschen Bevölkerung!
Bis vor kurzem hatte ich noch einen letzten Funken Hoffnung (als ich hier Gespräche zwischen den Parteien anregte (Politik, Blogger und die lachenden Pornographen!)), im Grunde hat sich aber nur gezeigt, wie naiv ich bin.
Wie bei den meisten Aktionen der Koalition der aktuellen Legislatur, wird wohl wieder das Bundesverfassungsgericht endgültige Klärung bringen müssen, was ein Politiker darf und was nicht.
Wer übrigens nicht ganz im Thema ist und mir nicht folgen kann, der informiere sich hier:
> "Warum es um Zensur geht".
> "Internetzensur - Warum die Meinungs- und Informationsfreiheit alleine keine Hilfe sind".
> "Bundesjustizministerin warnt vor "Begehrlichkeiten" bei Web-Sperren".
> "Der Kampf der Kulturen".
10:36 in Intensivstation, porNO | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Obwohl wir jeden Abend in den TV-Sendern der Welt tausend Tode sterben, foltern, vergewaltigen und verprügeln, ist nun ein Spot für Women's Aid zu gewaltvoll für englische Sender.
Keira Knightley spielt eine Schauspielerin, die - nach Hause kommend von einem Dreh - von ihrem Freund zusammengeschlagen wird.
Erinnert mich irgendwie an die aktuelle, deutsche Situation bei Kinderpornographie, nämlich eine spanische Stop-Wand aufzustellen, damit man nicht sieht, was in der Realität Schlimmes passiert, hinter der Wand aber nicht endlich aufräumt.
> Via "brandrepublic".
13:29 in Klinikkantine, Video | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Jetzt geht es also dem Ende zu, weil man, wenn es ernst wird, mit dem Portemonnaie und nicht mit dem Herzen bloggt. Meine 3 Highlight-Erlebnisse als Denkmal! Von Ralf Schwartz.
Zuersteinmal möchte ich hoffen, daß Ihr weitermacht, nicht 'weitermachen könnt', sondern einfach weitermacht, auch wenn es kein Geld gibt. Das Geld kommt schon, wenn die Leser Euer Herzblut spüren.
Meine 3 Highlights im folgenden:
1 - mediaclinique in '6 vor 9'
Das war schon ein besonderes Gefühl, mit meinem Text "Die 6 Dimensionen des Qualitätsjournalismus!" bei Euch genannt zu werden.
2 - Florian war sauer auf mich
Ich antwortete:
"Hallo Florian, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht, aber gut, daß Du fragst.
Das wichtigste an einem Blog sind die Texte, die Diskussionen in den
Kommentaren und die Links, die zu weiterführenden Informationen leiten.
Vielleicht noch eine RSS-Feed- oder Newsletter-Möglichkeit.
Links sind die Strings des Internets.
Ich persönlich setze Links, damit ich mich nicht irgendwo langatmig
wiederhole und die Leute langweile. So kann jeder entscheiden, ob er
meine Auslassung schon kennt und nicht clickt oder ob er denkt, etwas
Neues entdecken zu können durch einen Click.
Ich dachte, dies sei der optimale Weg für alle Beteiligten.
Spart Zeit, nutzt aber die Möglichkeiten optimal.
(Und so schreibe ich zB ‘ralf schwartz, mediaclinique’ weil ich bei
vielen anderen oft denke: “Kenn ich, aber woher?” und dann wieder
suche.)
Ist das allzu doof gedacht?"
3 - Klaus Jarchow und der "Notfall in der mediaclinique"
Sehr inspirierend fand ich den Artikel "Notfall in der mediaclinique", mit dem Klaus klarmachen wollte, daß Consultants nunmal nichts als Consultants sind und Consultants nicht über Qualitätsjournalismus schreiben können.
Da habe ich ganz schön Ohrfeigen kassiert. Zum Schluß jedoch waren wir sehr nah beieinander, deshalb bitte auch die Kommentare lesen! Eine schöne Diskussion.
Diese 3 - zugegebenermaßen sehr persönlichen - Erlebnisse illustrieren für mich am eindrucksvollsten, warum wir Angebote wie die medienlese brauchen:
1 - Relevante Highlights des Internet werden uns täglich qualitativ hochwertig serviert (mein Eigenlob mal bitte außen vor!).
2 - Man muß sich kurzfristig Luft machen können, dadurch räumt man im Zweifel Mißverständnisse aus der Welt, oder man wird bestätigt, auch das ist gut und hilfreich.
3 - Es ist so immens wichtig, daß man auch mit eigenen Meinungen, anderen Vorstellungen, etc. konfrontiert wird, sonst bleibt soviel unausgesprochen, man entwickelt sich nicht weiter und Fronten verhärten. Das ist unnötig und kontraproduktiv. Dies ist einer der größten Hemmschuhe des aktuellen Journalismus, hier gibt es viel zu lernen von den Bloggern.
In diesem Sinne also: Macht auf eigene Faust weiter! Wenn nicht, fehlt etwas!
(6vor9 würde auch gut zu CARTA passen, gute Autoren auch. Chancen und Möglichkeiten bieten sich genug. Es ist Zeit für einen Sprung ins kalte Wasser. Jetzt kann man das vorbíldlich gestalten, was einige von Journalisten immer fordern! Aber nicht, bitte nicht, aufhören, weil kein Geld da ist!)
(Andererseits kann es nicht die Lösung sein, zu Spenden aufzurufen, wenn man an anderer Stelle gegen Subventionen, Flatrates für Presse und Journalisten ist. Spenden sollten notleidenden An- und Abgemahnten schnelle Hilfe bieten, nicht das Leid auf hohem Niveau lindern.)
10:40 in Blogs, Qualitätsjournalismus | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Mit Hilfe Amir Kassaeis schwingt sich der ADC zu neuen Höchstleistungen auf: Während bisher nur die anderen gelangweilt waren, sind nun erstmals die ADC-Mitglieder von sich selbst gelangweilt!
Horizont schreibt vom ADC-'Gipfel der Kreativität': "Irgendwann merkten auch die Teilnehmer der Gesprächsrunde, dass der Auftritt nicht rund lief. „Wir führen hier eine total langweilige Diskussion", sagte Tribal-DDB-Chef Figge nach gut zwei Drittel der vorgesehenen Zeit. Leider wurde es danach auch nicht mehr viel spannender. Diese Chance, dem Gipfel-Motto „Kreative Revolution" gerecht zu werden, wurde leider vertan.".
In diesem Sinne: Get well soon!
> UPDATE 27. April: Ach komm, jetzt meckert der Dingens auch schon: "Branche in der Krise: Top-Werber von Matt attackiert Werbebranche".
> Einen Kommentar dazu siehe bitte beim werbeblogger: "Mehr Geschichten brauchen wir, nicht mehr gespielte Witze".
16:00 in Agencies | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Komme erst jetzt dazu, etwas über die 'viralen' Spots von Sidolin zu schreiben, da ich bisher immer einschlief, wenn ich sie mir ansah. Da hat der verantwortliche Marketingleiter ganze Arbeit geleistet.
Vielleicht ist das aber auch nur die Strafe für den Verzicht auf eine Agentur!?
Kein Fünkchen Viralität!
Drei 'virale' Spots sind unter sidolin.de zu sehen. Sie sind banal, kein bißchen 'oral' oder 'anal', ergo kein bißchen viral:
1 - Ein junger Spießer ohne Brille putzt die Scheiben, die er anscheinend seit drei Jahren nicht geputzt hat. Sie werden nicht sauber. Durchschimmernd sieht er im Hause gegenüber eine junge Dame sich ausziehen. Daraufhin rubbelt er schneller, das ist nur natürlich, sein Putzmittel aber versagt. Vielleicht hätte er einen Schluck Sidolin nehmen sollen, vielleicht
hätte er dann die Idee gehabt, einfach das Fenster zu öffnen. Aber im Eifer des Gefechtes ...
Abbinder: Kein Sidolin, kein Durchblick. Packshot.
2 - Der gleiche, nette Spießer putzt nun mit Sidolin das Fenster und hat sofort Durchblick. Das Mädchen gegenüber zieht sich wieder was anderes aus, trägt aber noch die gleichen Dessous. Warum stellt sie sich immer direkt vor das Fenster, ihr Raum ist doch groß genug?
Kurz vor BH entdeckt sie den jungen Mann, lächelt und zieht trotzdem die blickdichte Gardine zu. Packshot.
3 - Der gleiche, nette Spießer (er trägt inzwischen Brille, wie die Zeit vergeht). Die Frau zieht sich wieder was anderes aus, trägt aber die gleiche Wäsche wie immer. Er putzt seine schmutzige Brille. Als sie endlich sauber ist, ist auch sie verschwunden. Er guckt geknickt. Was ist jetzt bloß der Benefit der Sidolin-Brillenputztücher, wenn er trotz Anwendung noch geknickt ist? Packshot.
Ein Fünkchen Viralität - unintended!
Das einzig virale, was ich an diesen Spots entdecken kann, ist, daß sie anscheinend eine kleine Schlampe ist, die sich gerne in alter Unterwäsche am frisch geputzten (mit Sidolin!?) Fenster zeigt, wo sie jeder sehen kann, aber sie nicht bis zum Ende geht, um die Männer zappeln zu lassen.
Er hat sich ob seiner schmutzigen Fenster Sidolin und zur Sicherheit eine Brille zugelegt. Es ist eingetreten, was Ulrike von der Leyen prophezeit, er ist nach einer zufälligen Begegnung mit seiner Begierde bereits abhängig und kauft Sidolin und Brille, um besser spannen zu können.
Leider reicht diese, meine Interpretation nicht, um die Spots viral zu machen, denn für den durchschnittlichen Beobachter ist dies nicht ohne Weiteres erkennbar. Selbst den ersten Spot habe ich weit viraler beschrieben, als er in Wahrheit ist!
Viral ohne virale Technik geht nicht!
Zum Glück kann man den Spot nirgendwo einbinden, sondern nur an Freunde versenden (womit Sidolin zumindest die eMail-Adressen kassiert hätte, denn es steht nirgendwo, daß genau das nicht passiert).
Zum Glück ist die Möglichkeit, den Spot weiterzuspinnen, ganz gut hinter 'weitermachen' versteckt.
Zum Glück gibt es auch nirgendwo den Hinweis auf einen YouTube-Kanal, so daß der Spot uns auch nie wieder mit seiner Langeweile belästigen wird.
Viral ohne virale Ahnung geht nicht!
Irgendwie schade, daß soviel Zeit, Geld und Human Resources zum sidolin-geputzten Fenster hinausgeworfen werden, nur weil man will, aber nicht kann, nur weil man niemanden gefragt hat, der sich damit auskennt, nur weil man sich selbst im Internet anscheinend noch nie so richtig ausgelassen bewegt hat.
Wer in aller Welt würde wohl auf die Idee kommen, freiwillig sidolin.de in seinen Browser zu tippen, und erst damit auf die 'viralen' Spots aufmerksam zu werden?
Wer hat da wohl die grundlegendsten Zusammenhänge von Bekanntheit, Aufmerksamkeit und Wirkung noch nicht ganz verstanden?
In diesem Sinne: Get well soon!
09:45 in Erste Hilfe, Reklame, Social Networking | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Wieviel Energie wollt Ihr noch im Kampf gegeneinander - unter dem Gelächter der Kinderpornographen - verschwenden, statt endlich miteinander gegen diese zu kämpfen? Ein Aufruf! Von Ralf Schwartz.
Ich habe nun eine ganze Woche nichts mehr zum Thema gesagt, weil ich nicht mehr mitansehen kann, wie sich erwachsene Menschen, die eigentlich sogar das Gleiche wollen, in aller Öffentlichkeit bekriegen.
> Kinderkram
Auf dem vorläufigen Höhepunkt der Auseinandersetzung lügen die einen (offensichtlich, denn sonst wären sie wirklich schlecht informiert) und verdrehen Aussagen und Statistiken, um ihr Ziel zu erreichen, die anderen werden unfair, beginnen zu schreien, zu streiken und sich wie zwölfjährige Mädchen zu verhalten, um ihr Ziel zu erreichen.
Das ist alles Kinderkram und hilft weder gegen Kinderpornographie noch gegen die Netzsperren! Das hilft nur den Kinderpornographen!
(Ich möchte hier nicht den Stand der Diskussion wiedergeben, das machen zig andere und sie ist verfahren genug.)
> Weckruf!
Hört endlich auf, Eure Kräfte verschwenden, Euch aufzuregen und die Sau noch wiederholte Male durch's Dorf zu treiben. Ihr lauft doch nur im Kreise!
Es wird Zeit, aufzuwachen, hier geht es um mehr! Es wird Zeit, innezuhalten, die Fehler der letzten Wochen beiden Seiten zu verzeihen und nach Vorne zu sehen - auf das gemeinsame Ziel, die Kinderpornographie in Deutschland und der Welt auszurotten!
> Ruhe also, Ratio und Reflexion
Laßt nicht die Emotionen noch weiter hochkochen. Es macht keinen Sinn, sich gegenseitig zu beschimpfen, zu mißachten und sich gegenseitig vor allen anderen schlecht zu machen.
Die einzigen, die daran ihren Spaß haben, sind die lachenden Pornographen.
1- Unterstellen wir für einen Moment, das Netzsperren-Gesetz wolle wirklich und ausschließlich die Verfügbarkeit und Verbreitung von Kinderpornographie eindämmen und nicht die erste Stufe der Informations- und Kommunikationszensur sein.
2 - Unterstellen wir für einen Moment, alle am Gesetz Beteiligten würden nach bestem Wissen und Gewissen handeln und hätten keine Hidden Agenda.
3 - Unterstellen wir für einen Moment, alle Gegner des Gesetzes würden nach bestem Wissen und Gewissen handeln und hätten keine Hidden Agenda.
> Erwachsenenkram: Der Kinderpornographie-Rat
Es wäre also ein Leichtes, sich auf die Kristallisation der optimalen Lösung zu konzentrieren:
Aufruf! Setzt Euch in 1 Raum und findet 1 Lösung! Hört auf zu streiken und zu streiten, wählt 4 aus Eurer jeweiligen Mitte und setzt Euch solange in einen Raum, bis alle vollkommen zufrieden sind!
Ich weiß, es wäre ein Novum und natürlich hat jede Seite 1000-und-1 Argument dagegen, aber warum sollen sich die beiden Seiten nicht einfach auf höchster Ebene treffen?
Warum sollen sie nicht Face-to-Face ihre Argumente austauschen und entkräften und den wahren Weg beschreiben?
Warum soll es nicht möglich sein, sich zu entfernen von den alten Vorgehensweisen der Politik von oben, und sich gerade bei solch wichtigen und kontroversen Themen mit den richtigen Menschen zusammenzusetzen?
Wir brauchen Gespräche statt Vorverurteilungen, Gespräche statt Ignoranz, Gespräche statt Streik, Gespräche statt Monologe.
(Ich will hier absichtlich keine Ratschläge geben, wie eine Lösung aussehen sollte. Das ist Sache des Rates.)
Hier mein Vorschlag für die Gesprächsteilnehmer (sie sind vornamen-alphabetisch geordnet, paritätisch verteilt und meiner Meinung nach die besten für den Job - gemeinsam bestimmen sie im Vorfeld einen Moderator):
- Brigitte Zypries (Justizministerin),
- CCC Gesandter (Technik),
- Jens Ferner (Datenschutz),
- Julia von Weiler (Innocence in Danger),
- Markus Beckedahl (netzpolitik),
- Stephanie Freifrau zu Guttenberg (Innocence in Danger),
- Udo Vetter (lawblog),
- Ursula von der Leyen (Familienministerin).
Gießt Eure Lösung in ein Gesetz, wenn es sein muß, aber handelt endlich, statt Eure Zeit mit Beschimpfungen ins Leere zu verschwenden.
Nutzt Eure Kräfte für die Bekämpfung der wahren Gegner! Denn die sind da draussen und verschwenden ihre Zeit nicht mit Blog-Textchen und -Graphiken und Gesetzchen, die sind knallhart bei der Sache, rund um die Uhr, unermüdlich und - momentan noch - unaufhaltsam.
In diesem Sinne: Get well soon!
(Anmerkung: Im ganzen Text sind absichtlich keine Links gesetzt, um nicht damit unnötig in der ein oder anderen Richtung Stimmung zu machen! Ihr könnt jedoch diesen Aufruf nach Lust und Laune verlinken!)
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Abgerundete Darstellung der w&v über die derzeitige Situation des ADC, die ich ein wenig klarer, pointierter und düsterer (sorry) formuliert hätte: "ADC 2009: Am Scheidepunkt".
Man muß eben nicht immer alles zu Tode 'kreieren', manches muß einfach nur zurück zu seinen Wurzeln!
Die Kunst ist, dies zu erkennen, dies zuzulassen und sich selbst entsprechend zurückzunehmen, um den Erfolg der Sache - denn nur darum geht es - nicht ob der eigenen Profilierung zu gefährden.
17:22 in Dritte Klasse | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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20+ Jahre nachdem die Privat-TVler mit der Zielgruppe 14-49 ARD/ZDF aus- grenzen wollten, möchte Gesamt-TV nun mit 20-59 das Internet 'schlecht- rechnen'. Von Ralf Schwartz.
Diagnose
Strategisch gesehen ist es ein kluger Schachzug, daß die ARD über die Sendung 'zapp' ihre redaktionelle PR-Schiene nutzt und die Zielgruppe 14-49 Jahre, die eher den Privat-TV-Sendern entgegenkommt, ad absurdum führen möchte und als 'Lüge' bezeichnet. Schließlich sind die Öffentlich-Rechlichen Sender 'älter' als die Privaten und da sieht man oft genug eben nicht gut genug gegen aus.
(Ein Beitrag übrigens, den man schlau in einem anderen 'versteckte': "Mediaagenturen in der Grauzone".)
(Die mediaclinique berichtete über das vordergründige Thema: "Mediaagenturen am 'zapp' Papp-Pranger".)
(Eine Zielgruppe übrigens gegen die ARD/ZDF sich in der gesamten Privat-TV-Vergangenheit der letzten 20+ Jahre nicht gewehrt hat!)
Strategisch gesehen ist es ein kluger Schachzug, daß die privaten Sender genau die Internet-Heavy-User aus ihrer werberelevanten Zielgruppe rausrechnen möchten, die sie ohne große Diskussion mit Agenturen oder Werbungtreibenden rausrechnen können: die 14-19-Jährigen - und gleichzeitig die stärker Fernsehenden und weniger Internet-Affinen am anderen Ende hinzuzunehmen: die 50-59-Jährigen.
Ein kluger Schachzug, denn der Vergleich generell zwischen Medien und speziell zwischen TV und Internet wird immer wichtiger, weil diese beiden immer enger zusammenwachsen, die TV-Sender sich aber noch nicht von ihrem Geschäftsmodell verabschieden können und das Internet somit eine immense Gefahr für Relevanz und Profit bedeutet.
Therapie
Sinnvoll für Werbungtreibende wäre es, sich selbst ein individuelles Bild für das eigene Produkt, die eigene Marke zu machen und nicht vorschnell auf die neuen Ansätze der Privaten einzugehen.
Schon bald kann sich niemand mehr an die Verzerrung erinnern und die Zahlen sind neuer Standard ehe man sich versieht, während die Realität diametral anders aussieht.
Zur Prophylaxe: Einige Zahlen und Zitate zur Reflexion
0 - Die Qualität des TV sinkt in der Seher-Meinung immer weiter: "Eine absolute Mehrheit von 51% votierte für “eher schlechter”, die Qualität sei “gleich geblieben” meinten 39%, “eher besser” geworden sei die TV-Qualität finden nur magere 7%, während 3% “kein Urteil” abgeben wollten." Quelle: "Allensbach-Studie zur TV-Qualität".
1 - "50 Prozent der jungen deutschen MeinungsführerInnen (11 bis 29 Jahre) geben an, das Medium Fernsehen heute weniger als früher zu nutzen." (Hervorhebung durch mich, rs) Quelle: "Internet kills the TV-Star Trendstudie TIMESCOUT zeigt: Junge Meinungsführer wenden sich vom TV ab".
2 - Internet-Nutzung nach Alter: Bei 14-49 sind 93,7% bereits Onliner, die sollen nun rausfallen, wenn es nach RTL und Martin Krapf geht.
Bei 50-59 sind nur noch 63,5% Onliner, die würden nun hinzukommen und den Internet-Nutzungs-Durchschnitt zu Gunsten von TV stark nach unten ziehen. (Hervorhebungen durch mich, rs) Quelle: (N)Onliner Atlas 2008 und Horizont "Ältere bleiben offline".
3 - Videoportale (YouTube, etc.) - also im Grunde die direkte Konkurrenz der traditionellen TV-Sender: Nutzung (zumindest selten): 90% der 14-19 Jährigen, aber nur 18% der 50-59 Jährigen. (Hervorhebung durch mich, rs) Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 und Seibert Media.
Werbungtreibende sollten bedenken, daß sie hier von ihren Agenturen nicht nur allein gelassen werden, sondern die Agenturen sogar engagierter Teil der 20-59er 'Nebelbomben-Aktion' werden, denn auch die Agenturen werden nichts gegen eine geringfügige Ausgrenzung
des Internet haben, machen sie doch mit TV ihre Millionen-Gewinne und
nicht mit dem arbeits- und intellekt-intensiven Internet.
Lassen wir uns also überraschen, ob nicht schon auf dem kommenden TV-Qualitätstag der Sender Vorstöße zum Thema unternommen werden, ob es nicht bald vorbereitende Forschungsergebnisse gibt und ob man nicht einen Wechsel bereits für 2010 empfiehlt.
In diesem Sinne: Wehret den Anfängen!
10:22 in Agencies, Erste Hilfe | Permalink | Comments (2) | TrackBack (0)
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Kai vom Stylespion hat recht. Danke für die Anregung. Eine gute Sache, auch wenn meine Aufstellung leicht am gebrieften Thema vorbeigeht.
Die mediaclinique hat nun also endlich eine Blogroll - bzw. mehrere zu den Themen Welt, Marken und Medien. Zu finden entweder rechts am Rande oder direkt hier:
Welt-Reflexionen
Marken-Reflexionen
Medien-Reflexionen
Die folgenden sind schon länger dabei:
Wisdom
Knowledge
Information
Wenn Ihr einen Fehler findet, bitte einfach melden. Danke!
Sollte jemand Fashion, Design, etc. vermissen? Die kommen noch!
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Die neue, sogenannte Navigationshilfe der Telekom, sich selbsttätig und ungefragt in das Leben des Surfenden einmischend, übt schon ein wenig für die kommende Zensurumleitung.
Aufgrund meines nachlassenden Gedächtnisses gab ich medienrauschen.tv in meinen Browser ein und wurde prompt vom neuen Service der Telekom darauf hingewiesen, daß es diese URL (natürlich) nicht gibt, aber man könne mir Alternativen bieten.
Die Empfehlungen laut Telekom sahen dann so aus:
"Die von Ihnen eingegebene Internetadresse medienrauschen.tv konnte nicht gefunden werden.
Möglicherweise ist die angefragte Internetadresse nicht mehr erreichbar. Wir haben für Sie im Internet gesucht und die folgenden Ergebnisse für Sie gefunden.
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Nummer 02 und 04 sind meine Favoriten > BoingBoing "The new Apple ads".
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Welche irrationale Angst treibt den Spiegel, ein Studien-Ergebnis aussage-verzerrend mit "Facebook-Nutzer haben schlechtere Noten" fast schon auf Bild-Niveau wiederzugeben? Von Ralf Schwartz.
0 - Die Zeiten sind hart in der Krise. Die Journalisten wissen nicht, was sie schreiben sollen. Das Internet zerrt an ihren Nerven. Alle Hoffnung liegt auf UvdL und den Politikern, das Internet zu verbieten, zu verdammen, zu tabuisieren, und die Menschen wieder via Print-GEZ an die gute, alte Print-Presse zurückzuentwickeln.
Gibt es keinen Amoklauf, gibt es nichts zu schreiben. In Berlin wird nichts entschieden, selbst in Wahlkampfzeiten sind alle in Urlaub oder zumindest in Hirn-Abwesenheit.
1 - Wir müssen was schreiben!
Redakteur N: Idealerweise etwas gegen das Internet. Egal was.
Redakteur X: Ich weiß nichts.
Redakteur N: Da war doch diese Studie in Ohio, von Karpinski und Duberstein, irgendwas gegen Facebook. Das wär's doch!
2 - Na super! Eine Studie ohne Aussage.
Redakteur X: Da steht aber nichts drin! Hier:
"Karpinski sagte dem Magazin Time, aus der Studie lasse sich nicht unmittelbar ableiten, dass die schlechten Noten nur durch Facebook verursacht würden. ...
Es sei durchaus möglich, dass andere Faktoren wie Persönlichkeitsmerkmale sowohl die akademischen Leistungen als auch die Nutzung von Facebook beeinflussen. "Wenn es
Facebook nicht gäbe, würden diese Studenten vermutlich andere Wege finden, um das Studieren zu vermeiden", so Karpinksi.".
Wenn es das (Facebook) nicht ist, dann ist es vielleicht etwas anderes, was die Studenten vom Lernen abhält. Toll. Kannste also vergessen!
3 - Dann basteln wir uns eben eine!
Redakteur N: Wieso? Was sagt sie? "... aus der Studie lasse sich nicht unmittelbar ableiten, dass die schlechten Noten nur durch Facebook verursacht würden"!
Genial. Verstehste! "... nicht unmittelbar ..."! Also 'mittelbar' schon! Na also, wir haben einen Artikel!
Überschrift: "Facebook-Nutzer haben schlechtere Noten"!
Redakteur X: Weit hergeholt, oder?
Redakteur N: Weit hergeholt? Blödsinn. Warte. Subline:
"Macht
Facebook dumm? Oder meiden Streber das Portal? Wer viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringt, bringt schlechtere Leistungen im Studium. Das zeigt die Studie einer Uni in Ohio. Netzwerker neigen offenbar stärker zur Arbeitsvermeidung als Abstinenzler.".
Wir stellen einfach rethorische Fragen, nachdem wir in der Überschrift schon klargemacht haben, was wirklich los ist. Und das "... offenbar ..." spricht uns von aller Schuld frei. Und mittenrein, was sowieso schon keiner mehr liest, schreiben wir: "Karpinski sagte dem Magazin Time, aus der Studie lasse sich nicht unmittelbar ableiten, dass die schlechten Noten nur durch Facebook verursacht würden. ...
Es sei durchaus möglich, dass andere Faktoren wie Persönlichkeitsmerkmale sowohl die akademischen Leistungen als auch die Nutzung von Facebook beeinflussen.
"Wenn es Facebook nicht gäbe, würden diese Studenten vermutlich andere Wege
finden, um das Studieren zu vermeiden", so Karpinksi.".
4 - NetworkWorld schreibt aber was anderes!
Redakteur X: Ich gugel das mal. Oh, NetworkWorld schreibt, die Studie wäre Mist!
Redakteur N: Das liest doch keiner.
Redakteur X: Das kann doch jeder gugeln.
Redakteur N: Macht doch keiner. Machen wir doch auch nicht. Na, außer dir. Aber du bist noch nicht lange hier.
5 - Laut Wired beweist eine Studie das Gegenteil.
Redakteur X: Und wired schreibt sogar, daß es eine Studie gibt, die zeige, daß "Menschen, die das Internet während der Arbeitszeit nutzen, zu fast 10% produktiver sind als andere".
Redakteur N: So einen Quatsch, der im Internet steht, willst du doch wohl nicht glauben! Das ist kein seriöser Journalismus. Das müssen überprüfbare, gedruckte Quellen sein, denen man vertrauen kann, sonst berichten wir nicht darüber.
Das Internet ist schlecht, auch wenn wir Teil davon sind. Wir tun dies nur, um den gedruckten Spiegel zu retten. Da muß man schonmal unkonventionelle Wege gehen.
Wir müssen zeigen, daß das Internet nicht so ungefährlich ist wie alle meinen. Es lähmt uns. Es verbiegt uns. Es zerstört uns von innen heraus. Es zerstört unser Rückgrat, unser Standing, unser Ansehen, unsere Relevanz. Unmerklich. Schleichend. Wie Facebook eben. Wir müssen die Menschen retten ...
Anmerkung: Ich weiß, wie man Google schreibt. Alle Personen sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist unbeabsichtigt und rein zufällig. Alle unverlinkten Zitate sind Zitate, die später tatsächlich in einen Artikel bei spiegelonline eingeflossen sind. Von Redakteur X fehlt übrigens jede Spur.
14:23 in Intensivstation, Qualitätsjournalismus | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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"Rund 200.000 neue Spieler hat der Schulhof-Hit "Pennergame" binnen 48 Stunden nach dem Start der Berliner Version am Mittwoch gewonnen.", schreibt turi2. Laut Sven Schmidt, dem Vermarkter des Spieles, spielen täglich insgesamt 1,4 Millionen. Turi2.tv-Interview.
Es macht den Kids also Spaß. Da kann es nicht mehr lange dauern, bis irgendein Politiker kommt und das Spiel menschenverachtend nennt.
13:19 in Klinikkantine | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Das muß man selbst gesehen haben. Ein Mini-Beamer, eine Kamera, ein remotes System und überragende Intelligenz zeigen die Zukunft, wie ich sie mir morgen schon umhängen möchte.
Und weil man es selbst gesehen haben muß, möchte ich gar nicht so viele Worte verlieren, sondern nur einen Screenshot zeigen und dann sofort an das TED-
Video übergeben! Pattie Maes & Pranav Mistry:
18:07 in Klinikkantine, Video | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Ein Phänomen und eine geniale Persiflage! Wer Susan letzte Woche noch nicht kannte, dem sei verziehen. Wer sie nächste diese Woche nicht kennt, der kann nicht mehr mitreden!
So sieht es zumindest aus, wenn man Dan Colarussos kurzem Text Glauben schenken darf:
"At the beginning of the week, Susan Boyle was known by friends and family (and one very smart TV producer).
After her star turn on Britain’s Got Talent she now has:
> Been seen roughly 25 million times on YouTube
> Has 9,200 10655 fans at her fan site
> And another 320,326 fans on Facebook
> Not counting the 11,623 who are in the Susan Boyle Facebook group
> Been mentioned more on Twitter than Ashton Kutcher"
Also: Schnell das Kurzzeitgedächtnis updaten, um mindestens so lange mitreden zu können, bis die Telekom wieder einen Werbespot aus YouTube ("Selbstbedienung der Telekom bei YouTube?") clonen läßt.
UPDATE 20. April, 09:55 Uhr: Die neuen Zahlen von mashable zum Ende des Wochenendes!
"As of 10pm ET Sunday, Visible Measures reports the following Susan Boyle stats:
> 650 total video placements found associated with Susan Boyle, including the original performance, interviews and fan responses
> These clips have accumulated 93.2 million views, meaning that views nearly doubled this weekend
> On Saturday, 15.6 million views were counted
> On Sunday, a further 30 million views were logged
> Total comments approximately doubled since Friday to nearly 250,000"
Wichtiger und witziger jedoch: UPDATE 19. April, 11:05 Uhr: A propos Telekom: Hier ist eine coole Persiflage mit Viral-Potential von Jimmy Fallon auf diese Art von Telekom/Potts-Spots, in denen die Menschen die Welt um sich herum und ihre Probleme vergessen! Via mashable.
17:54 in C-lebrities, Klinikkantine | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Die policlinique sucht OrganspenderInnen. SpenderInnen Frischen Blutes und Geistes, Rückgrats und Rückenmarkes, sowie Herzens, Hirnes und Bauches, die ihren Teil zum Versuch zur Utopie mentalen und materiellen Wohlstandes beitragen wollen.
Leidenschaftliche OrganspenderInnen also, die den Blutgruppen und DNAs dieser Twitterroll ähneln, gar identisch sind, Amalgam zukünftigen gesellschaftlich-politisch-demokratischen Denkens und Handelns sein wollen:
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