Der Artikel bei mashable ist zwar schon ein wenig älter (März 09), aber nichtsdestotrotz lesenswert, da er die etablierte Denkweise auf den Kopf stellt und uns erläutert, warum es gut für den Konsumenten ist, wenn große Marken sich in Social Media - oder besser Social Networking - engagieren und nicht umgekehrt.
Höchstwahrscheinlich fällt es deutschen Marketingverantwortlichen
schwer, plötzlich so zu denken, bedeutet dies doch gleichzeitig, (für sie) völlig neue
Paradigmen für das Marketig und die Marke der Zukunft zu akzeptieren.
Hier die 8 Thesen von Tom Smith aus seinem Text "Why We All Benefit From Big Brands Being in Social Media":
1. Social media drives complete transparency
2. Social media drives quality product
3. Social media can be a great customer service channel
4. Social Media creates products that we want
5. You control the relationship
6. Big brands keep our access free
7. Big brands have interesting stories to tell
8. Users drive the content and conversation
Die muß man sich auf der Zunge zergehen lassen, jagen sie doch noch immer jedem Marken- und Marketingverantwortlichen kalte Schauer den Rücken hinunter.
Bisher kann ich nur bei den wenigsten Agenturen und Marketingverantwortlichen Bestrebungen in obige 8 Richtungen erkennen. Die wenigsten wissen, wie man die Thesen umsetzen soll. Die wenigsten trauen sich, soviel Macht an den Konsumenten zu übertragen. Die wenigsten wissen, daß diese 8 im Grunde nur eine einzige Richtung andeuten und dies die einzig richtige ist: nach vorne, der Zukunft und dem Konsumenten entgegen. Denn der ist längst dort. Und wartet ungeduldig auf die Marke!
Dabei gibt es bei guten Geschäftsmodellen, Marken und Produkten überhaupt kein Problem, dies zu leben. Bei guten!
Die wenigsten wissen eben wie.
Der einfachste Weg wäre, von den großen Seiten wie Amazon, eBay, Google, Facebook, YouTube zu lernen, wie sie im Markt agieren - ohne sie zu imitieren.
Diese Learnings sind auf die eigene Marke und Kommunikation zu transformieren, nicht zu adaptieren - dazu braucht man keine Agentur, sondern Gesunden Menschenverstand.
Vor allem aber muß man sich endlich eingehend mit den neuen Möglichkeiten des immer noch Web 2.0 beschäftigen, von Digital Natives lernen, sich selbst im Social Networking üben, um die immensen Unterschiede, Chancen und Möglichkeiten zu begreifen und darauf kreativ und innovativ aufbauen zu können.
Hier reicht leider kein Hörensagen mehr, wie immer noch manche Agentur und Beratung zu empfehlen meint.


