Im Daimler-Blog gab es einen Aufruf, seine Meinung zum Auto der Zukunft kundzutun - genauer fragt Ann-Kathrin Knebel: "Wie stehen Sie dem Thema „Besitz vs. Nutzung“ von Automobilen gegenüber? Was erwarten Sie in diesem Zusammenhang von uns als Premium Automobilhersteller?".
Ich habe meine Antwort mehrdimensional und ein wenig kryptisch gegeben. Ich hoffe, sie ist trotzdem klar:
"Erstmal kommt dieser Workshop natürlich Jahre zu spät, aber gehen wir davon aus, daß er jedes Jahr stattfindet (womit bewiesen wäre, daß er nichts bringt, sonst wäre Daimler längst Mobilitätsdienstleister!).
Zweitens stecken hier in den Kommentaren sehr gute Ideen - wäre gut, das Management würde sie endlich ernstnehmen! (Und ich weiß, wie das Management der Auto-Industrie in vorauseilendem Gehorsam die besten Ideen dem Top-Management vorenthält!)
Drittens: Zur Zukunft!
Vor dem Auto steht die Frage seines Sinns. Städte sind Parkplätze, das Land ist Autobahn.
Autos sind zu teuer für die Rentner, Jugendlichen und Arbeitslosen der Zukunft.
Autos sind zu schmutzig für die Zukunft der Welt.
Autos sind zu klobig, inflexibel, ja unbeweglich für die Alten und Gebrechlichen der Welt.
Das Auto folgt zu sehr dem Öl. Das Auto kreist zu sehr in den engen Köpfen der Ingenieure.
Das Auto muß zum Handy werden, zum Kommunikationsmittel der realen Welt, zur Verbindung, zum Enabler, muß Generationen zusammenbringen und zum Leben erwecken.
Das Auto braucht Charakter in der Gesichtslosigkeit der Masse, es braucht Persönlichkeit und Vorbildfunktion, es muß neue Wege beschreiten und nicht seine alten Pfade weiter austreten.
Aston Martins Cygnet ist solch ein Weg im Ansatze. Der Smart ein weiterer (die Lüge Micro Hybrid jedoch ist kontraproduktiv). Wenn Deutschland auch in der Klimapolitik versagt, USA/Kalifornien, etc. werden die Richtung vorgeben!
Mobilität und Kommunikation werden eins werden, ob das Auto will oder nicht.
Sinnvoll und vorausschauend wäre daher, schon heute diesen Weg einzuschlagen, auch wenn das Management sich darunter noch nichts vorstellen kann."
> Hier geht es weiter (in den Kommentaren des Daimler-Blogs). Lohnt sich!


