Im mm-Interview (oder einszueins hier im spiegel) sagt Hubert Burda, Google liefere in Deutschland "rund die Hälfte des Traffics der journalistischen Websites", und daß er von den Einnahmen einen Fair Share haben möchte!?
Ob er damit bei der Politik durchkommt? Jeder andere versteht ja, daß die Verlage ohne Google nur die Hälfte ihrer Clicks machen würden, ergo die halben Einnahmen aus ihren Werbeplätzen verbuchen könnten!
Trotzdem noch von Google Geld zu verlangen, ist schon frech. Die Verlage sollten sich eine neue, intelligentere Position suchen.
Google erst bringt den Traffic auf die Sites, Googles Keyword-Advertising erst - häufig von den Verlagen genutzt und bezahlt(!) -, bringt die Interessierten zu den Artikeln, die sie ohne Google nie gefunden hätten!
Auch wenn mancher es nicht mehr hören kann: wenn man als Anbieter jeglichen (also auch journalistischen) Contents Google nicht mehr 'beliefern' möchte, kann man dies mit zwei einfachen Zeilen Code ändern:
"Webmasters who do not wish their sites to be indexed can and do use the following two lines to deny permission:User-agent: *
Disallow: /
If a webmaster wants to stop us from indexing a specific page, he or she can do so by adding '<meta name="googlebot" content="noindex">' to the page. In short, if you don't want to show up in Google search results, it doesn't require more than one or two lines of code."
Die Verlage werden nicht gezwungen, Google auf ihre Sites zu lassen.
Sie können sie aussperren - und mal eine Zeitlang allein auf weiter
Flur ihr Glück versuchen!
Google stiehlt keinen Content, sondern ist nur der Super-Aggregator (und wird aus diesem Grunde von den meisten genutzt), der es allen Menschen mit einem 'One-Stop-Shopping' (sozusagen) ermöglicht, die äußerst fragmentierte Informationslandschaft des Netzes einigermaßen effizient zu nutzen.
Die Verlage sollten Google für diese Leistung dankbar sein!
UPDATE
15:03 Uhr > "Sie schimpfen auf Google und meinen das Netz", der spiegel erklärt die Hintergründe mal detaillierter. Thomas ist wieder da und wie: "Warum ich aus dem DJV austrete - und mich frage, ob man nicht etwas tun müsste".
23:37 Uhr > "Hamburger Bankrott-Erklärung", stefan niggemeier.
25. Juli
16:56 Uhr > "Ein Aha-Erlebnis für das manager-magazin", von weissgarnix, der sich über einen Satz des Burda-Interviewers der gedruckten Ausgabe zurecht echauffiert - und daraufhin sein Abo kündigen will.




