Seit fast genau zwei Jahren beschäftigen wir uns (also Ihr und ich) in der mediaclinique mit Medien-, Kommunikations-, Marketing- und Marken-Themen, legen konstruktiv den Finger in die Wunde, leisten geduldig Erste Hilfe, versuchen (manchmal motzig) wachzurütteln auf der Intensivstation.
Entwicklung
Im letzten Jahr entwickelte sich unser ehemals werblich-kommerzielles Kommunikations-Thema einerseits zu einem gesellschafts-politischen Medien-, Journalismus und (Netz-)Neutralitäts-Diskurs, andererseits zu einer kritischen Reflexion der deutschen Agentur- und Social-Media-Beratungs-Szene.
Shortcomings
Der Komplex von Marke und Marketing kam dadurch für mich immer deutlicher zu kurz (vielleicht auch die Komplexe). Das ist umso fataler, da viele Unternehmen, Agenturen und Berater zutiefst davon überzeugt scheinen, die Marke habe dieser Tage kein größeres Problem als Kommunikation bzw. Social Media (also den richtigen Umgang damit).
Konsequenzen
Nach langen Überlegungen (zuletzt in den inspirierenden Wüsten, Steppen, Schluchten und Städten des amerikanischen Westens) entschloß ich mich, obigen beiden Strängen eine eigene, individuelle Heimat zu geben, um ihrer individuellen Relevanz optimal gerecht werden zu können.
Konsequenz 01 - mediaclinique
Die mediaclinique selbst wird sich weiterhin auf Medien, -Politik und -Berater konzentrieren. Noch expliziter als in der Vergangenheit wird sie die 'klinik für mediale prävention und kultur' sein.
Sie wird weiterhin die Auswirkungen von Medien, Journalismus und Social Media auf den Einzelnen, die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft begleiten, kommentieren, infragestellen, diskutieren.
Sie wird weiterhin den Finger in die Wunde legen, aber zukünftig verstärkt neben der Diagnose auch Therapie und Prophylaxe anbieten, um konstruktive Hilfe zu sein und 'Prävention' zu leben.
Dort draussen werden die medialen Auswirkungen des Unausweichlichen gravierende Konsequenzen für Werbung und Kommunikation von Marken und Unternehmen haben: Neue Geschäftsmodelle der Medien, fern der Marktwirtschaft, werden die freie, werbliche Kommunikation erschüttern!
Viel zu dramatisch sind die (darüber hinausgehenden) Folgen der aktuellen, verbrannte Erde hinterlassenden (vor allem im Internet-, Urheber- und Leistungsschutz-Recht) Selbstzerstörung der Medien und des Journalismus für Individuum, Gesellschaft, Wirtschaft und Wohlstand, als daß die mediaclinique hier schweigen kann.
Grund genug, (falls noch nicht geschehen) die mediaclinique via Newsletter oder RSS-Feed zu abonnieren oder ihr via Twitter zu followen!
Konsequenz 02 - lead/marke
Natürlich können Heerscharen von Beratern, die aus allen 'Wüsten' (PR, Klassik, Dialog, etc.) in das heilversprechende, 'gelobte Social-Media-Land' drängen, nicht irren, dennoch wiederhole ich meine obige These, daß weniger die Kommunikation oder gar Social Media das wirkliche Problem der Marke sind.
Vielmehr fehlt der Marke Innovation, Engagement und Agilität. Sie hat den Ehrgeiz verloren, zu führen. Sie ist nur noch Mitläufer und mißt sich am bequemen Durchschnitt, statt mutig voranzugehen.
Mein neues Blog 'lead/marke - Innovation & Wertschöpfung' soll sich explizit und fokussiert den Dimensionen BUSINESS INNOVATION, BRAND ENGAGEMENT und COMMUNICATION AGILITY widmen. Es soll inspirieren und dazu herausfordern, den Wandel ua. in diesen Dimensionen zeitnah und beherzt anzugehen, ihm idealerweise gar voranzugehen.
(Disclaimer: Gleichzeitig wird es eine Leadership-Beratung gleichen Namens geben, mit der ich schon länger schwanger gehe, deren Auftritt ua. aber noch nicht fertiggestellt ist.)
Der Marke, dem Management und dem Unternehmen fehlen verständlicherweise Mut, Rückgrat und Selbstbewußtsein, sich fallenzulassen in dieses Meer von Fans, Followern, Co-Innovatoren und Co-Kreateuren dort draussen - zu sehr fürchtet man aus Unerfahrenheit die Untiefen oder den Perfect Storm.
(Anekdote: Nachdem ihr Mann ertrunken war, wollte meine Großmutter ihre Söhne vor dem Ertrinken bewahren, indem sie sie vom Wasser fernhielt. Mein Vater lernte Zeit seines Lebens nicht schwimmen. Was wäre wohl passiert, wäre er ins Wasser gefallen? Oder wir? Er hätte weder sich noch uns retten können.)
Das neue Blog will die Angst vor dem Unbekannten nehmen und Mut machen.
Oftmals fürchten die Verantwortlichen Vielfalt und Reibung. Vielfalt, denken sie, minimiere die Kontrolle. Reibung, denken sie, erhöhe die Komplexität. (In beiden Fällen ist das Gegenteil der Idealfall: Kreativität, Innovation, Erfolg und Wohlstand sind Folge von Vielfalt und Reibung, geht man nur intuitiv genug vor.)
Die Marke selbst ist nicht inspiriert! Wie soll sie den Konsumenten inspirieren? Sie hat keinen Spaß, warum sollte jemand Spaß an ihr haben? Sie ist nicht engagiert, warum sollten die Menschen sich reziprok für sie engagieren?
Es wird Zeit, daß die Marke wieder über sich hinauswächst und Werte schafft für die Menschen und Wert schöpft für das Unternehmen!
Gründe genug also, die lead/marke (falls noch nicht geschehen) via Newsletter oder RSS-Feed zu abonnieren oder ihr via Twitter zu followen!
In Kürze gibt es im lead/marke-Blog mehr Background zu Website und Beratung.
Danke für Eure Treue und Euren Support für die mediaclinique! Hier geht es engagiert und inspiriert weiter.
Möge die lead/marke in ihrem Bereich ähnliche Unterstützung bei ihren Lesern finden. Ich jedenfalls würde mich freuen, Euch (auch) dort wiederzusehen.
In diesem Sinne: ...


