Allerspätestens seit Kopenhagen ist es sozusagen amtlich, daß wir - nicht nur im politischen Deutschland, sondern in der gesamten Welt - ohne visionäre Führung werden überleben müssen.
Die politische Führung schafft es nicht, sich hinter die Menschen, die Gesellschaften, die Völker zu stellen, geschweige ihnen beispielhaft voranzugehen. Die politische Führung schafft es weder im eigenen Lande noch auf globalem Parkett, über ihren kleinen Schatten zu springen. Sie kann weder das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden noch Prioritäten des Handelns setzen.
Zudem müssen wir mit Medien leben, die Sprachrohr dieser glück- und
ahnungslosen Politik und einer selbstreferentiellen Wirtschaft sind. Medien,
die sich nicht trauen, sich vom geldgetränkten Rockzipfel der Macht zu lösen. Medien,
die sich im größten Irrglauben der letzten 100 Jahre häuslich
einrichteten und der Hexe die knochigen Finger durch die Goldene Käfigtüre stecken.
Wir müssen mit einer blinden Wirtschaft und einem Management ohne Visionen leben, einer Wirtschaft der egoistischen Kleingeistigkeit, einem Management der mutlosen Quartals- und großspurigen Bonus-Denke. Einem Management, das in Monologen denkt, in Monopolen lebt, und dem traditionell-geschnitzten Elfenbeinturm als Kanzel zur gebetsmühlen-artigen Predigt des eigenen Irrglaubens huldigt.
Wir müssen mit einer Gesellschaft leben, die diese Politiker wählt, die diese Mediokratie finanziert und dieser Wirtschaft ihren teuren Ausschuß abkauft.
Müssen mit einer Gesellschaft leben, die morgen wieder in den Spiegel guckt, und seine Antwort ohne Murren erträgt, wenn sie ihn fragt: Wer ist der Dümmste im ganzen Lande!?
Nur als die Weisheit verteilt wurde, war wieder keiner zur Stelle ...
... Teil 02 beim inspiration/leader ...
UPDATE
23. Dezember
14:37 Uhr > Oben, weil Weihnachten ist, einige Links hinzugefügt. "Steinbrück schimpft über deutsche Politiker", Handelsblatt.
16:20 Uhr > "Zurück auf los", Sprengsatz.
28. Dezember
09:30 Uhr > "Das 21. Jahrhundert beginnt mit dem Debakel vom 19. Dezember 2009", Süddeutsche.


