Sorry Burger, machen wir es kurz. Ihr wißt, ich bin nicht nur ein Mädchen vom Lande, sondern auch aus dem Osten. Da haben wir das Volk - und genauso meine ich es auch - nie wirklich ernst genommen.
Ihr müßt einfach verstehen, daß ich das alles nicht für Euch mache, sondern ausschließlich für mich - und meinen Erich Joachim. Wir wollen es einmal besser haben als Ihr alle zusammen. Und zwar schnell.
Was wollt Ihr also? Ihr habt es doch immer gewußt. Ich jedenfalls ziehe mich zurück. Ich habe alles, was ich immer wollte. Und Ihr müßt der Realität ins Auge sehen, so wie Ralf es schon 2008 schrieb: "Heute ist die Politik opportunistischer als die Wirtschaft und neigt auch eher dazu, der Wirtschaft hinterherzulaufen, denn hier winken die Jobs nach der politischen Kariere (die sollte man sich warmhalten), da hat der Bürger wenig zu bieten. Zumal er der Politik sowieso nichts mehr zutraut und sich längst abgewendet hat."
Habt Ihr 'Atemlos' gesehen, mit Richard Gere? Wie er sich Valerie Kaprisky nimmt? Ihr hättet mich haben können, aber Ihr wolltet nicht. Ich habe Euch die Chance gegeben, mich zu lieben. Bedingungslos, atemlos - aber Ihr wolltet nicht.
Ihr müßt das verstehen. Das hat nichts mit Euch zu tun. Ich bin einfach nur die Valerie, die - vor die Wahl gestellt - aus William Faulkners 'Wilde Palmen und der Strom' zitiert: "Vor die Wahl gestellt zwischen dem Leid und dem Nichts, wähle ich das Leid."
Übertragen auf Euch, mein wertvolles Volk, die Ihr mir alles ermöglicht habt ohne zu Murren, wovon ich je träumen konnte, sage ich also: "Vor die Wahl gestellt zwischen Euch und der Wirtschaft, wähle ich die Wirtschaft."
In diesem Sinne: Ein paar Frohe Neue Jahre!
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Addendum
13:09 Uhr > "Erpresst – und die Kanzlerin strahlt", fixmbr.


