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Monday, 03 January 2011

Comments

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Mspmedia

Wow. Ich bin begeistert. Schreibstil, Inhalt und thematische Behandlung der offensichtlichen Fehlleistung ist Hrn. Dr. perfekt gelungen.

Mir ist die Anzeige auch aufgefallen, nur war ich in meiner Diagnose-Leistung zu langsam und was mein Befund anging, wäre ich bei weitem nicht derart ausführlich geworden. Beinah könnte man meinen, die Lösung für die Selbstheilung wäre bei Nestlé mit ein wenig "Hilfe zur Selbsthilfe" noch nicht ganz abzuschreiben.

ralf

Danke für die Blumen.

Selbstheilung wäre gut, aber das sozial mediale Immunsystem scheint nicht optimal zu funktionieren. Da scheinen mehr Kontakte mit Erregern nötig.

Tspe

Zitat: "Da hilft nur noch radikal frischer Geist. Lokal injiziert, wo der Fisch kommunikations-strategisch am ehesten stinkt."

--> kann das nicht ein Social Media Manager (m/w) sein? ;-)

ralf

Richtig, Thilo.
Jedenfalls zum Teil, oberflächlich betrachtet.
Denn zwischen den Zeilen dieses Satzes steht das Sprichwort mit dem Fisch, der immer vom Kopfe an stinkt. Richtig im Sinne meiner Intention wäre daher, den Kopf auszuwechseln. Im Zweifel egal wie weit oben der angebracht ist. Und der muß Social-Media-affiner sein als das was da gerade geboten wird. Sonst wird der SMM es sehr schwer haben - vor allem, wenn man einen doch einigermaßen unerfahreren einstellt ...

Weltenweiser

Ich sehe es durchaus nicht als Widerspruch, mehrere Jahre Pressearbeit zu leisten und gleichzeitig fit in Social Media zu sein. Mag es seltener geben, ist aber ideal.

Stil - und textsicher ist zwar eine Phrase aus dem Stellenanzeigenbaukasten, aber leider keine Selbstverständlichkeit.
Ohne Konzernstrukturkenntnis hat der gute Social Media Manager bei der ersten Krise ein massives Problem.

Ich halte zudem Erfahrung in Krisen-PR für eine Grundvoraussetzung. Es sind ja nicht alle fatal ausgegangen. Die Beispiele für guten Krisenmanagement sind nur etwas schwieriger zu finden.

Auf facebook würde ich übrigens nicht suchen, bei Twitter sollte er mir einfach sagen, wem er folgt.

ralf

Bei PR trage ich noch meine Vorurteile auf einem Silbernen Tablett vor mir her: Monologe Massenkommunikation, die die Wahrheit solange verbiegt bis das Unternehmen selbst glaubt, daß es alles richtig macht.

Er ist halt ein wenig versteckt vor den relevanten Herrschaften des Unternehmens (vor allem vor Produktentwicklung, Qualitätssicherung, etc.), wenn er in Corp. Comm. hockt.

Aber er ist ja durch seine Social Media Allgemeinbildung erfahren genug, oder, was da draussen so alles abgeht?

Weltenweiser

Das die eierlegende Wollmilchsau ideal wäre, steht außer Frage. Meiner Ansicht nach läuft schon etwas falsch, wenn Corp. Comm. zu weit weg von den "relevanten Herrschaften" sitzt.

Das Problem ist doch eigentlich, dass hier nicht die Stellenauschreibung sauer aufstößt, sondern das eine grundlegende Konzernveränderung von Nestlé erwünscht ist.
Statt einer Reaktion von wegen, gut dass sie sich (eher zu spät)dem aus meiner Sicht relevanten Thema widmen wird gleich an der Stellenausschreibung genörgelt. Nestlé eignet sich da natürlich auch zum Feindbild. Das Schokoriegel-Deaster dürften alle am Thema Interessierten mitbekommen haben.

Persönlich würde ich wahrscheinlich anders vorgehen. Ich würde zunächst schauen, ob es in dem Unternehmen nicht bereits Kandidaten gibt, die sich für den Job eignen. Die tauchen ja bereits meist schon beim on the fly Monitoring im Visier auf. Ob das bei Nestlé geschehen ist, ist nicht ersichtlich. Zusätzlich eine Stellenanzeige aufzugeben, halte ich nicht für falsch.

Aber mich würde doch interessieren, wie sie ihrer Meinung nach aussehen müsste.

ralf

Für mich ist die Stellenanzeige an sich schon falsch, da sie das falsche Zeichen setzt. Schade, daß man von Marketing und Corp.Comm.-Seite nicht die entsprechenden Leute kennt, Verbindungen hat, etc.

Wegen einer Stellenanzeige wird Nestlé übrigens nicht zum Feindbild. Da interpretierst Du wohl ein wenig zuviel in meine Worte hinein.

Ich hatte nur mehr Kompetenz in der Stellenanzeige eines solchen Konzerns erwartet. Mehr nicht.

Weltenweiser

Mich würde dann aber doch interessieren, wie die Stellenanzeige von dir formuliert worden wäre. Das wäre mal spannend zum Vergleich.

ralf

Wäre spannend, stimmt. Aber seltsamerweise habe ich besseres zu tun als einem Konzern kostenlos seine Anzeigen zu schreiben. Das verstehst Du bestimmt.
Dafür stehen bestimmt schon genug dort Schlange, die üblichen Verdächtigen halt.

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