"FREIhEIT
Freiheit - welch ein Wort!
Welch eine Konnotation!
Unendliche Möglichkeiten.
Unendliche Weiten.
Ferne Horizonte.
Neue Horizonte!
Unendliches Wissen als Belohnung einer unendlichen Neugier. Unendliche Vielfalt. Unendlicher Reichtum an Varianten, Arten, Tieren, Pflanzen, Menschen, Landschaften. Unzählbare Planeten, Monde und Sterne.
Unzählbare Farben, Töne, Formen. Unzählbare Gedanken. Worte. Ideen. In einem einzigen Moment, Mensch, Kopf, Geist.
Würden wir Freiheit überhaupt noch erkennen, wenn wir ihr begegnen? Würden wir sie begrüßen und zu uns einladen?
Wüßten wir, welche Konsequenzen es für uns hätte, wäre die Freiheit auch nur eine kurze Zeit bei uns zu Gast? Würden wir es schaffen, sie auszuhalten? Könnten wir Freiheit und ihre Konsequenzen überhaupt noch ertragen?
Wir kastrieren Freiheit, wo wir sie sehen. Im Namen unserer Götter. Im Namen der Gerechtigkeit. Im Namen unserer Nachbarn. Im Namen der Gleichheit. Im Namen unserer Mitmenschen. Im Namen der Sicherheit. Im Namen unserer Politiker. Im Namen der Freiheit!
Mehr Freiheit wagen indem wir sie einschränken! Mehr Freiheit durch weniger Freiheit!
Wenn die Freiheit jung ist, nennen wir sie Herausforderung, Abwechslung, Vielfalt, Abenteuer, Innovation, Zukunft, unsere einzige Chance, Basis unseres Lebens und Erfolges!
Wenn die Freiheit dann mit der Zeit müde, fett, faul und alt wird, nennen wir sie Gerechtigkeit. Mit ihrem Tode schließlich nennen wir die Freiheit nur noch Gleichgültigkeit und Gleichheit. Überlegen seitdem, was wir bloß auf ihren Grabstein schreiben.
- Meinungsfreiheit: abgeha(c)kt!
- Künstlerische Freiheit: abgeha(c)kt!
- Pressefreiheit: abgeha(c)kt!
- Religionsfreiheit: abgeha(c)kt!
- Neugier: abgeha(c)kt!
- Wahrheit: abgeha(c)kt!
- Forschung: abgeha(c)kt!
- Gedankenfreiheit: abgeha(c)kt!
- Schwitzen: abgeha(c)kt (an Flughafen & Fähre)!
- Die eigenen Kinder knipsen: abgeha(c)kt!
- Sterbehilfe: abgeha(c)kt!
- Vorhölle: abgeha(c)kt! (wir sind ja drin)
- Unterschiede: abgeha(c)kt!
- Vielfalt: abgeha(c)kt!
Indem wir das Potential des Einzelnen bis auf's Letzte beschneiden, statt es zu fordern und zu fördern, berauben wir uns unserer eigenen Zukunft und Rente(!). Das müßte man den heutigen Renten-Wählern vielleicht mal erklären, denen, die nach Gerechtigkeit, nach Fürsorge, nach Alimentation, nach Gleichheit rufen, so laut sie nur können, so lange ihr Atem reicht ... riecht.
Merken wir nicht, daß wir die Freiheit ausrotten, indem wir sie zu schützen meinen?
Merken wir nicht, daß wir die Vielfalt ausrotten, indem wir sie zu schützen meinen?
Merken wir nicht, daß wir damit unseren Erfolg als Menschen auf's Spiel setzen?
Sollten wir nicht lieber daran arbeiten, unsere Individualität, unsere Unterschiedlich- und Persönlichkeit herauszuarbeiten, unsere Ecken und Kanten, unsere Einzigartigkeit, unsere Talente und Potentiale? Dies zu fördern und zu fordern?
Uns mehr Freiheit geben und nehmen? Uns ernster nehmen lassen von der Politik und denen, die immer für uns entscheiden?
Statt wie immer den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen? Denn der führt unweigerlich in die geistige (im wahrsten Sinne des Wortes) Einöde, in die absolute, allumfassende Bedeutungslosigkeit.