We cannot solve our problems
with the same thinking we used
when we created them.
Albert Einstein
(Keine Links. Gewachsene Intuition. Alltagsbeobachtung. Das Aufschlagen der Zeitung, des Fernsehers (die Älteren erinnern sich noch) oder des Netzes an jedem beliebigen Tage.)
I - Politik
Immer öfter redet sich die Politik um Kopf und Kragen, um ihre Affären zu vertuschen, Wahlen zu gewinnen, die eigene Zukunft (auch in der Industrie) abzusichern.
Sie fordert weder die BürgerIn heraus, seine Horizonte zu erweitern, gar über sich hinauszuwachsen, noch nimmt sie ihre Rolle als Pacemaker und Sparringspartner der Wirtschaft wahr, noch stellt sie jemals gar sich selbst infrage.
Sie hat keine Ideen, Träume, Visionen. Hat keine Zweifel. Keine Ziele über den Tag - oder eine verzweifelte Reaktion - hinaus. Stillstand - besser: Rückschritt - ist die Konsequenz. Diese Politik hat auf allen Ebenen versagt.
Demokratien verlieren immer mehr an Einfluss in der Welt, denn Demokratie selbst hat keinen Mut und kein Rückgrat mehr. So ist das eben, wenn sich Politiker in der Breite erstens den Schneid, zweitens mit Geld abkaufen lassen.
Die politische Parallelwelt wuchert auf unser aller Kosten, so oder so, mit und von unserem Gelde, macht (leere) Versprechen allüberall, indem sie Hypotheken aufnimmt auf unser aller Zukunft. Nach ihnen selbst die Sintflut (die sie Pension tauften).
Diese rückgrat-, ahnungs-, talent- und visionslose Politik reisst Gesellschaft, Wirtschaft und Unternehmen mit in den Abgrund.
Sie wahrt nicht, geschweige mehrt sie, unser aller mentalen und materiellen Wohlstand. Rettung muss von aussen kommen.
II - Wirtschaft
Selbst unsere Wirtschaft kann diese Politik nicht mehr wirklich ernstnehmen. Diese Politik, die die Wirtschaft nicht zu ihrem Besten zwingt, auf die eigenen Talente, Stärken und Potentiale zu setzen, sondern den denkbar bequemsten und dümmsten Weg gehen lässt - schnurstracks zu den immer offenen Ohren und immervollen Taschen dieses Nanny-Staates.
Niemand kann mehr ein Management (ich wage in diesem Zusammenhang gar nicht von Leadership zu sprechen) ernst nehmen, das sich in der Breite auf diese Politik einlässt. Ein Management, dem der stete Tropf näher als Mut und Rückgrat ist. Ein Management, das zur Nanny läuft, sobald ...
Ein Management vor allem, das jedes langfristige Investment ad Absurdum führt. Das trotz kurzfristiger Gewinne regelmäßig beträchtliche Vermögen seiner Shareholder vernichtet. Und schnelle Gewinne nur durch fragwürdige Produkte, Praktiken und Manipulationen der Märkte realisiert.
(Und ich rede nicht allein von Banken oder Versicherungen, sondern auch von Automobil-, Rüstungs-, Energie-, Lebensmittel-, Pharma-Industrie, die nicht in die Zukunft, sondern nur in kurzfristige Gewinne 'investieren'. Welch eine Verschwendung von Geld, Zeit und Human Resources!)
Ein Management, ebenso rückgrat-, ahnungs-, talent- und visionslos wie unsere Politik. Nun, sie haben die gleichen Schulen besucht und die gleichen Bücher (nicht) gelesen.
Es wahrt nicht, geschweige mehrt es, unser aller mentalen und materiellen Wohlstand. Rettung muss von aussen kommen.
III - InvestorInnen
Die kleinsten und allergrößten AnlegerInnen müssen erkennen, dass diese Wirtschaft, dieses Management am Ende ist, das auf die Hilfe solcher Politik angewiesen sind. Diese risikoscheuen Manager und Unternehmen am Ende sind, die nicht mehr aus eigener Kraft agieren wollen. Unternehmen, die sich allüberall einerseits von amerikanischen Studenten, andererseits von Steve Jobs die Butter vom Brot nehmen ließen und lassen.
Der Anleger muss erkennen, dass dieses tumbe Vor-sich-hin-Wirtschaften, dieses Verwalten-des-Mangels keine Zukunft hat. Dass hier nicht allein die Gewinne, sondern vor allem die Basis und Substanz einer erfolgreichen Zukunft vernichtet werden - Märkte und Möglichkeiten, Talente und Potentiale.
Politik und Wirtschaft, die heute den mentalen Wohlstand der Menschen vernichten - aktiv und durch bloßes Wegsehen -, vernichten unser aller morgigen und materiellen Wohlstand.
Gerade langfristig denkende AnlegerInnen sollten ihrem berechtigten Interesse Luft machen, die Dinge in Politik und Wirtschaft nachhaltig zum Besseren zu wenden. Können mit der Situation der letzten Jahrzehnte nicht zufrieden sein, egal in welchen Größenordnungen sie investieren.
Was nutzen Millionen und Milliarden, gewonnen mittels kurzfristig-subjektiv-materialistischer Gier, wenn langfristig jede Krise alle paar Jahre diese Gewinne wieder auffrisst.
Stabilität ist das, was sich InvestorInnen noch am ehesten wünschen. Stabilität in der Politik, Stabilität durch soziale Balance. Ungleichgewichte jedoch sind das Gegenteil von Stabilität - national wie global.
Wäre es nicht im pursten Eigeninteresse des Kapitals, Krisen von vornherein und einfürallemal zu verhindern? Indem man die rückgrat-, ahnungs-, talent- und visionslosen Manager- und PolitikerInnen einfürallemal vom Spielfeld verbannt?
IV - Bürger- und KonsumentInnen
Die größte Leistung der Politik war, der BürgerIn sublim einfürallemal klarzumachen, dass er jetzt auch nichts mehr an der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation ändern kann - sie sozusagen 'alternativlos' geworden ist, da alle Parteien am gleichen Strange ziehen.
Längst haben sich die allermeisten BürgerInnen aus der politisch-demokratischen Teilhabe verabschiedet - und die schlauesten sich aus der Politik. Das Ende der Demokratie, der Balance, der angewandten Intelligenz. Das Ende des breiten Wohlstandes. Bezeichnenderweise eine äußerst entspannte Situation für das politische und wirtschaftliche Establishment.
Doch plötzlich maximieren Digitalisierung, Internet und Mobilität die neue Individualität, Unabhängigkeit und Ungeduld der Menschen mit nie gekannter Kraft. Via Internet befreien BürgerInnen und KonsumentInnen sich aus der medial generierten Isolation und erkennen, dass die eigene Unzufriedenheit nicht Einzelschicksal, sondern ubiquitär ist.
Die BürgerIn begreift so langsam wieder, dass alles um ihn herum, alles (Ausfluss und Konsequenz von) Politik ist: das Schlagloch vor dem Haus, das fehlende Breitband, der Verrat unserer Privatsphäre im vermeintlichen Kampf gegen den Terror, die Brotpreise, das Gammelfleisch, die ausufernden Gesundheitskosten, die Kriminalität, der Terror, fehlende Bildung und Zukunft und Wohlstand und Respekt ...
Unser aller Gutgläubigkeit ist am Ende. Wirtschaft und Politik können unsere anspruchsvolleren Anforderungen nicht länger mit herkömmlicher Denke, Rhetorik und Reflexen befriedigen.
Es wird Zeit für ein Neues Denken, Neue Regeln, ein Neues, Partizipatives Spiel auf Augenhöhe.
V - Ach ja, Medien
Weder Wirtschaft, noch Gesellschaft können in der Breite auf Medien oder JournalistInnen als Korrektiv hoffen, denn täglich & kläglich versagen diese in ihrer historischen Rolle als Vierte Gewalt. Abgelöst wurde ihre informations-, wissens- und bildungspolitische Leidenschaft durch profan kommerzielle Prioritäten, kurzfristig-subjektiven Materialismus.
Die bloße Dokumentation von Symptomen und Missständen, die fortschreitende Boulevardisierung gar des Info- und Wissens-Pools einer ganzen Generation ... (Etwas besseres als Medien, die Politik anstands- und aufstandslos wiederkäuen, kann dem System nicht passieren! Etwas besseres, als dass wir Zeit damit verschwenden, uns zu echauffieren, kann dem System nicht passieren!) ... ist die größte Verschwendung von Geld, Zeit und Human Resources. (Etwas besseres, als dass wir uns an ihm abarbeiten, uns an seinen noch feuchten Markierungen reiben, statt es in toto infragezustellen, kann dem System nicht passieren!)
Medien sollten Leuchttürme sein, nicht Fähnlein im Wind.
Fazit
Wir alle - jeder Einzelne, jede BürgerIn und jede (auch institutionelle) AnlegerIn - sind auf uns allein gestellt. Wir alle - jede/r Einzelne - werden selbst handeln müssen, denn niemand sonst handelt. Das Schwatzen muss ein Ende haben.
Alles, was wir zu tun haben, ist wieder klug und mutig zu werden, selbst/bewußt, selbst/bestimmt und selbst/ständig, dann kann uns keine/r mehr etwas anhaben.
Je mehr wir wissen und wagen, desto erfolgreicher werden wir sein. Je neugieriger wir sind, je wissbegieriger und anspruchsvoller, je ungeduldiger, unabhängiger und visionärer, desto mehr wird unser Mut belohnt und unser Intellekt, unsere Intuition und Imagination Früchte tragen, unser aller mentaler und materieller Wohlstand wachsen:
(DIE SITUATION...des kurzfristig-subjektiven Materialismus)
DIE VISION ... einer zukunftsfähigen Gesellschaft
DIE PHILOSOPHIE: Die Heiligsten Kühe zuerst
DIE MISSION: Ministeriale De/Konstruktion
DIE 5 MINISTERIALEN SKIZZEN:
BiWUK, YEAH, KLUEG, BE, UZI
DIE NEUEN KANZLER- & MINISTERiNNEN!?