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'Disclaimer': Geschrieben gegen Ende der Cisplatin-Infusion um 03:45Uhr - nach Genuss einer heißen Portion Paella.
Top-Manager und Politiker: sie sind allein dem Teile des Steve Jobs Bonmots verfallen, den wir, die Gesellschaft, ihnen gelassen haben: "Stay hungry!' - in genau der Bedeutung, die wir ihnen oktruierten.
'Stay foolish!' dagegen war gegen alle 'Vernunft', wie wir unsere effizient-abstrakt makro-statistische 'Kultur' heute nennen. Also strichen wir, das Volk, dies vor langen Jahren ersatzlos. Beides übrigens lange bevor Steve dies den Studenten ans Herz legte.
Top-Manager und Politiker: sie haben die Welt verändert - leider allein zu ihren Gunsten.
Aber was haben wir erwartet? Wir haben sie gewählt, befördert, gewähren lassen - in dem Glauben, sie würden sich als dankbar erweisen.
Aber was haben wir erwartet? Wir selbst haben ihnen vom ersten Atemzuge an ua. Dankbarkeit, Nächstenliebe, Mitleid, Solidarität und Empathie als Schwächen und ganz und gar verwerflich aberzogen.
Konsequenterweise definierten wir in der Folge Liebe zur reinen Belohnung normierten Wohlverhaltens und Denkens, tumber Konsum-, Kassen- und Karriere-Orientierung um.
Top-Manager und Politiker: sie trifft wenig Schuld. Wir schufen sie. Aus unserer synapsen-armen, seelen-losen Rippe. Sie sogen von klein an unser aller Kultur auf, besuchten unser aller Schulen, lernten (oder eben nicht) von unser aller Lehrern und Professoren. Lasen unser aller Bücher, die wir mit unser aller Geld in die Spiegel- und sonstigen Bestsellerlisten der Durchschnittlichkeit kauften. Sogen als Praktikanten, Azubis und Trainees unser aller Denke auf, übernahmen unser aller kruden Werte, Moral und Ethik - unreflektiert, denn auch Reflexion wurde ihnen aberzogen.
Sie waren und sind wie wir. Aus unserer Mitte. Sie sind wir und wir sind sie.
Ladendiebstahl wurde zur Mutprobe marginalisiert, wie Steuerhinterziehung und Versicherungsbetrug Sport und Kavaliersdelikt wurden.
Wir selbst sind die Anleger und Investoren, deren Gier skrupellose Top-Manager allüberall ausnutzen, um unanständige Verträge auszuhandeln. Wir selbst nahmen ihnen die Skrupel.
Längst ist das eigentliche Gewerk bloßes Mittel zum Zwecke überdurchschnittlicher Geld- und Bekanntheits-Vermehrung um ihrer Selbst willen. Karriere (noch solch ein Euphemismus), Bonus, Firmenwagen zählen mehr als alles Wesentliche. Darauf sind sie stolz, nicht auf das Produkt. Nichts liegt uns heute ferner als wahre intrinsische Motivation.
Längst zählt als Antrieb nur noch 'Der Neid in den Augen der anderen', längst ersetzten wir damit 'Das Feuer in uns allen' - war letzteres doch allzusehr mit Anstrengung, Schweiß und Tränen, Leistung, Qualität und Effektivität verbunden.
Allein, der Neid der wärmt nicht lange. Instant Gratification und Ersatzbefriedigung verlangen immer kürzere Abstände und höhere Dosen. Ein Teufelskreis, dessen Ausgang wir nicht mehr finden, vergessen haben.
Killed by the Government? Eine Verdrängung und Exkulpation allererster Güte. Wir sind die Masse, die dem Individuum, der Vielfalt abschwört. Wir schufen diese fünf Parteien, die sich - wie unsere Autoproduzenten, Stromanbieter, Tankstellenketten, et al. - nur durch ihre Markennamen unterscheiden, nicht durch Ideen, Innovation, Lösungsorientierung, Zukunftsfähigkeit, Weisheit.
Killed by the Government? Wir sind nicht die Opfer des Establishments, wir sind die Täter! Die Gaffer an der verunfallten, einstigen Demokratie. Die Enabler des Establishments. Die teilnahmslosen, ahnungslosen, trostlosen Ruinen eines einstigen Volkes aus Bürgern. Dichtern und Denkern.
Wir sind die unter Drogen und Antibiotika gesetzten Bewohner unserer Hühnerfarmen. Wir sind der ritualisierte Massensuizid anlässlich Aktionärs-Vollversammlungen und Wahltagen. Über uns lacht das Establishment. Könnt Ihr es nicht hören? Natürlich nicht, unser (auch mediales) Gegacker über Nichtigkeiten ist zu laut.
Natürlich nicht. Dazu müssten wir erweckt werden. Hervorgelockt werden hinter unseren Öfen, herausgelockt aus unseren Comfort Zones. Wieder über uns hinauswachsen - wie sonst sind wir wohl einst so groß geworden? Wieder einander vorangehen, ob gerade jemand guckt oder nicht, wieder einander inspirieren. Wieder unvernünftig sein.
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Eine bestechende Logik. Damit ist die Lösung des Problems nah, denn nach den Banken steht bei uns doch die Kampfbereitschaft der Truppe an höchster Stelle, oder?
"400 billion calories of junk food are being sold in our schools every year.
That’s the equivalent of 2 billion candy bars.
Put them on a scale and they would weigh almost 90 thousand tons. That’ s more than the aircraft carrier Midway.
...
Being overweight or obese is the leading medical reason why young adults cannot join the military, with 1 in 4 too overweight to enlist.
...
Getting junk food out of our schools is a critical part of our efforts to make sure America’s child obesity crisis does not become a national security crisis."
Ich hoffe, die Bundeswehr schliesst sich hier an.
Noch Fragen? Hier werden sie beantwortet:
Via Mission: Readiness - Military Leaders for Kids.
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In Eurer Überschrift schreibt Ihr Wetten, dass..? im "Second Screen". Deutet damit subtil an, dass das Fernsehen selbst der 'First Screen' ist. Genau das aber wage ich inzwischen zu bezweifeln.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich diese Zuordnung nicht nur umkehrt, sondern, schlimmer noch für Euch, sich eine vollkommen neue Reihenfolge ergibt.
PC, Laptop, Tablet auf der einen, Smartphone auf der anderen Seite entwickeln sich zum ersten und zweiten Screen.
Ihr, als Fernsehen, landet zusammen mit der elektronischen Grossfläche auf dem Dritten Platz / Screen.
Kurze Zeit später werden Smartphone und Tablet endgültig verschmelzen, und Ihr in einer App aufgehen.
Ihr, liebes Fernsehen, seid dann nicht mehr das Fernsehen, geschweige, dass Ihr einen eigenen 'Screen' für Euch reklamieren könnt. Denn wie kompliziert ist diese Welt, die Ihr da konstruiert:
"Second Screen" steht für "zweiter Bildschirm" und beschreibt die Möglichkeit, während des Fernsehens auf einem weiteren Gerät (zum Beispiel PC, Laptop, Tablet) die Sendung zu verfolgen. Auf dem zweiten Bildschirm werden zusätzliche Inhalte angeboten."
Zwei Bildschirme? Das liest sich wie 'Brückentechnologie', oder? Welcher der beiden Bildschirme wird wohl auf der Strecke bleiben, liebes ZDF? Der, den ich bei Bedarf in die Tasche stecken und überall hin mitnehmen kann oder dieser an die Wand getackerte Quadratmeter immobiler Materie?
Den ersten Schritt in die richtige Richtung seid Ihr doch vor einiger Zeit mit Eurem Slogan gegangen: Mit dem Zweiten sieht man besser!
Der nächste Schritt führt auf den Dritten Screen.
Der Schritt danach ... in die Bedeutungslosigkeit.
Liebes ZDF, gewöhnt Euch lieber an die neue Priorität der 'Screens' - oder ändert Euch.
In diesem Sinne!
Addendum
09. Oktober 2012 > Nachdem "Wetten, dass ...?" am Wochenede bei Social Media und Web grandios patzte, traut sich nun Pro7/Sat.1 was: "The Voice of Germany" lässt dem Second Screen den Vortritt.
Wird ja auch Zeit. Warum kann das ZDF so etwas nicht? Bezahlen wir denen immer noch nicht genug?
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Liebe (Offline-)Journalisten (ach, Ihr könnt das ja gar nicht lesen), hier ein weiterer Grund, sich so richtig warm anzuziehen, da könnt Ihr dem Philosophen Precht solange lauschen wie Ihr wollt:
"Quartz is a digitally native news outlet, born in 2012, for business people in the new global economy. We publish bracingly creative and intelligent journalism with a broad worldview, built primarily for the devices closest at hand: tablets and mobile phones."
...
"Quartz’s founding team includes veterans of some of the world’s highest-quality news organizations who have reported in 115 countries and speak 19 languages."
...
"We’re also a nerdy bunch, embracing the opportunity to create a newsroom that is wholly focused on digital storytelling.
We view the creation of Quartz as just the beginning of an ongoing process in discovering the best ways to report and deliver information online.
Developers and journalists, sometimes one-and-the-same, sit next to each other in the Quartz newsroom as we continually iterate and experiment.
We know that the future of news will be written in code."
...
"Quartz combines the benefits of the free and open Web with the elegance of an application."
...
Quelle: QUARTZ.
Hervorhebungen durch den Autor, rs.
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Ich mag den folgenden Gedanken sehr. Vor allem seine Konsequenzen für die Länder, die Menschen und die Welt.
Man könnte gar daraus lernen, dass man nichts, keinen Einzelmenschen, keinen Stamm, keine Gesellschaft, kein Land, und eben auch nicht Fischgründe, Flora, die Ozeane ... ausbeuten kann, ohne später dafür ein Vielfaches zurückzahlen zu müssen.
Es wird Zeit für Reparationszahlungen, im wahrsten Sinne des Wortes, denn wenn wir diese Welt nicht bald in ihren Grundfesten reparieren, bricht sie tatsächlich auseinander - physisch und psychich.
"[M]any nations of the third world are described as ‘underdeveloped’.
These less wealthy nations are generally those that suffered under colonialism and neo-colonialism.
The ‘developed’ nations are those that exploited their resources and wealth.
Therefore, rather than referring to these countries as ‘underdeveloped’, a more appropriate and meaningful designation might be ‘over exploited’.
Again, transpose this term next time you read about the ‘underdeveloped nations’ and note the different meaning that results."
Robert B. Moore, “Racist Stereotyping in the English Language”
Via karlitoes.
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"What civilization is, is 6 billion people trying to make themselves happy by standing on each other’s shoulders and kicking each other’s teeth in. It’s not a pleasant situation.
And yet, you can stand back and look at this planet and see that we have the money, the power, the medical understanding, the scientific know-how, the love and the community to produce a kind of human paradise.
But we are led by the least among us - the least intelligent, the least noble, the least visionary. We are led by the least among us and we do not fight back against the dehumanizing values that are handed down as control icons.
This is something: culture is not your friend. Culture is for other people’s convenience and the convenience of various institutions, churches, companies, tax collection schemes, what have you. It is not your friend. It insults you. It disempowers you. It uses and abuses you. None of us are well treated by culture.
Yet we glorify the creative potential of the individual, the rights of the individual. We understand the felt-presence of experience is what is most important.
But the culture is a perversion. It fetishizes objects, creates consumer mania, it preaches endless forms of false happiness, endless forms of false understanding in the form of squirrelly religions and silly cults.
It invites people to diminish themselves and dehumanize themselves by behaving like machines - meme processors of memes passed down from Madison Avenue and Hollywood …"
Via moreofamore.
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"Fashionistas Photobomb Homeless Man".
Quote and image via oystermag.
Das sind keine kleinen, dummen Mädchen. Das sind junge Frauen, vernunftbegabte Wesen. So wie wir alle. Feministinnen gar. Reiche Töchter. Und Söhne. Wir alle. Ob arm, ob reich. Menschen, denen ihre Nächsten egal sind. Auf deren Kosten wir uns erheben. Über sie.
Warum sonst unternehmen wir nichts gegen das Elend in dieser Welt? Wenn wir es nicht selbst bräuchten, um uns besser zu fühlen? Weil wir sonst nichts erreicht, nichts bewegt haben? Weil wir in Wirklichkeit alle arm, schwach, ohnmächtig sind. Und uns nur besser und wichtig und überlegen fühlen können, indem wir andere mit Füßen treten. Per Gesetz, per Blick, mit Worten und mit unterlassenen Hilfeleistungen ...
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"When you read a book on your Kindle, Amazon knows how fast you’re reading, where you got bored, and what you underlined. And publishers are using that data to try to write snappier books." - WSJ reporter Alexandra Alter.
Via discoverynews.
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Map and below quote via fuckyeahcartography.
"The North Pole is doomed. And there is nothing you can do about it.
- By the end of August, the Obama administration will allow Shell, a foreign oil company, to begin drilling in the Chucki Sea. Most oil will not flow to America.
- 1/4 of the Earth’s oil and gas reserves contained in the Arctic
- Ice is melting far faster than climate scientists expected
- Once the ice melts enough, Russia, Canada, US, Norway, etc., ready to pounce to develop oil, gas, mineral (gold and diamonds), commercial fishing, and tourism industries
- Fisheries to be depleted within a few years
- Norway’s Statoil, Chevron, ExxonMobil and Russia’s Rosneft have all revealed plans to drill in the Arctic
- Ice reflects sunlight. When the ice melts, less sun will be reflected causing rapid warming of the oceans.
The Guardian: Arctic wilderness faces pollution threats as oil and gas giants targets riches
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Image and below quote via elephanta.
“Our house was small, and when you grow up with domestic violence in a confined space you learn to gauge, very precisely, the temperature of situations.
I knew exactly when the shouting was done and a hand was about to be raised – I also knew exactly when to insert a small body between the fist and her face, a skill no child should ever have to learn.
Curiously, I never felt fear for myself and he never struck me, an odd moral imposition that would not allow him to strike a child.The situation was barely tolerable: I witnessed terrible things, which I knew were wrong, but there was nowhere to go for help. Worse, there were those who condoned the abuse. I heard police or ambulancemen, standing in our house, say, “She must have provoked him,” or, “Mrs Stewart, it takes two to make a fight.”
They had no idea. The truth is my mother did nothing to deserve the violence she endured. She did not provoke my father, and even if she had, violence is an unacceptable way of dealing with conflict.
Violence is a choice a man makes and he alone is responsible for it.”

Via tracesofpaint.
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Kurzweiliger Beitrag eines langjährigen Profis, was uns alles von staatlicher und krimineller Seite drohen wird.
TED sagt:
"The world is becoming increasingly open, and that has implications both bright and dangerous. Marc Goodman paints a portrait of a grave future, in which technology's rapid development could allow crime to take a turn for the worse.
Marc Goodman works to prevent future crimes and acts of terrorism, even those security threats not yet invented."
Via TED.
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Thomas hat natürlich vollkommen recht, wenn er schreibt Die europäische Dauerkrise lähmt die Demokratie. Allerdings bringt mich das auf eine Idee.
In Kürze wird die europäische Politikergeneration - nie um Aktionismus, Ausreden und Ablenkung von der eigenen Lethargie verlegen - beginnen, der Krise selbst die Schuld zu geben am Zustand der Welt.
So wie man auch dem Krieg die Schuld gibt am Elend der Welt und nicht jenen, die den Krieg ermöglichten durch ihre Gleichgültigkeit, ihn gar anzettelten durch ihre Gier.
Denn die Frage liegt auf der Hand:
Lähmt die Krise die Demokratie? Oder schuf nicht eher unsere Demokratie die Krise?
Allein die Überschriften der vorletzten 2 Tage sprechen eine klare Sprache.
Eine Sprache, die die Krise zum reinen Symptom werden lässt - egal, ob wir sie Banken-, Finanz- oder Schulden-Krise nennen.
Ohne es übertreiben zu wollen, glaube ich eher an eine Krise der Gesellschaft, eine Krise von Moral und Ethik, eine Krise der Zivilisation und des menschlichen und menschenwürdigen Miteinanders - man betrachte nur die Überschriften der vorletzten 2 Tage der tagesschau:
Griechenland droht der Bankrott
Italien ist kein Land für junge Menschen
Extremwetter lässt Getreidepreise steigen
Kataloniens Wälder stehen in Flammen
Obama will in Aurora Trost spenden
Norwegen richtet den Blick in die Zukunft
Hamburg-Siegerin Kiyara war gedopt
Medienmogul Murdoch verlässt Verwaltungsräte
Olympia '72: Behörden sollen Versagen vertuscht haben
Messgeräte in Fukushima offenbar manipuliert
AIDS: Ehrgeizige Vorgaben und fehlende Unterstützung
Vorstände wollen nicht auf CO2-Schleudern verzichten
Nicht zu vergessen die aktuelle Eilmeldung, dass
die Wahlrechtsreform des Bundestages verfassungswidrig ist.
Was sonst als eine Krise der Gesellschaft, eine Krise von Moral und Ethik, eine Krise der Zivilisation und des menschlichen und menschenwürdigen Miteinanders könnte der kleinste gemeinsame Nenner der obigen Nachrichten sein!?
Eine Politik und Gesellschaft, die sich selbst gegenüber nicht so ehrlich sein kann, genau dies anzuerkennen, und genau dies dann auch anzugehen, wird immer wieder Opfer ihre Kurzfristdenkens werden und sich selbst exkulpieren, indem sie einer abstrakten (in Wahrheit aber selbstgeschaffenen) Krise die Schuld gibt.
In diesem Sinne: Get well soon!
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Ihr erinnert Euch an die Waltons? Diese nette Familie in den Bergen? Dann kennt Ihr auch deren Erfolgsgeschichte. Schon länger, wie Ihr wisst, wird dies jedoch nicht mehr nur positiv gesehen.
Hier eine interessante Zusammenstellung spannender Fakten zu Wal-Mart, die einen fragen lassen, wie nah der deutsche Handel, wenn auch nicht ein Unternehmen alleine, an diesem Szenario dran ist, und wie sehr wir selbst auf diese Art unsere eigenen städtischen, ländlichen und gesellschaftlichen Infrastrukturen zerstören:
...
#1 The average U.S. family now spends more than $4000 a year at Wal-Mart.
#2 In 2010, Wal-Mart had revenues of 421 billion dollars. That amount was greater than the GDP of 170 different countries including Norway, Venezuela and the United Arab Emirates.
#3 If Wal-Mart was a nation, it would have the 23rd largest GDP in the world.
#4 Wal-Mart now sells more groceries than anyone else in America does. In the United States today, one out of every four grocery dollars is spent at Wal-Mart.
#5 Amazingly, 100 million customers shop at Wal-Mart every single week.
...
#7 Today, Wal-Mart has more than 2 million employees.
#8 If Wal-Mart was an army, it would be the second largest military on the planet behind China.
#9 Wal-Mart is the largest employer in 25 different U.S. states.
#10 According to the Economic Policy Institute, trade between Wal-Mart and China resulted in the loss of 133,000 manufacturing jobs in the United States between 2001 and 2006.
#11 The CEO of Wal-Mart makes more in a single hour than a full-time Wal-Mart associate makes in an entire year.
#12 Tens of thousands of Wal-Mart employees and their children are enrolled in Medicaid and are dependent on the government for healthcare.
#13 Between 2001 and 2007, the value of products that Wal-Mart imported from China grew from $9 billion to $27 billion.
#14 Amazingly, 96 percent of all Americans now live within 20 miles of a Wal-Mart.
#15 The number of "independent retailers" in the United States declined by 60,000 between 1992 and 2007.
#16 According to the Center for Responsive Politics, Wal-Mart spent 7.8 million dollars on political lobbying during 2011. That number does not even include campaign contributions.
#17 Today, Wal-Mart has five times the sales of the second largest U.S. retailer (Costco).
#18 The combined net worth of six members of the Walton family is roughly equal to the combined net worth of the poorest 30 percent of all Americans.
...
In the old days, you could actually support a family selling electronics or running a general store. But you can't support a family working at Wal-Mart. The vast majority of the jobs that Wal-Mart creates are very low paying. Large numbers of Wal-Mart employees are actually on welfare, and this is part of the reason why we have seen such an explosion in the number of the working poor in America.
At this point, more than 40 percent of all jobs in America are low wage jobs and the middle class is rapidly disappearing.
...
Our system is supposed to be about open, honest competition. But that is not what Wal-Mart is about. Wal-Mart is about crushing small businesses and manufacturers here in America and getting us all to buy their super cheap Chinese-made goods.
...
Es bleibt, wie so oft, die Frage, ob Wal-Mart, Schlecker, Aldi, MediaMarkt den Konsumenten zu seinem Handeln zwingt - oder ob der Konsument umgekehrt Wal-Mart, Schlecker, Aldi, MediaMarkt zu ihrem Handeln zwingt!?
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Es macht schon lange keinen Sinn mehr, an Symptomen herumzudoktorn.
Es macht schon lange keinen Sinn mehr, Einzelschicksale zu lösen, denn das sind dann meist die eigenen.
Es macht schon lange keinen Sinn mehr, sich die dünnsten Bretter zu nehmen, daran rumzubohren und das krumme Loch, nach Jahren (vermeintlich) harter Arbeit als Erfolg zu verkaufen.
Es macht schon lange keinen Sinn mehr, die Komplexität der Welt künstlich zu überhöhen, nur damit die Politik ruhig schlafen kann.
Wir brauchen klare Ziele, eine simple Vision, einen (Bottom-Up-)Plan zur Rettung der Welt. Ich habe schonmal angefangen, die auf der Hand liegenden Prioritäten zu formulieren (wie man das dann umsetzt? Nun, den Heiligsten Kühen geht es zuerst an den Kragen):
Die Nahrungsmittel, die wir im Überfluss haben, werden nicht mehr organisiert vernichtet oder individuell in den Müll geworfen, sondern an die Bedürftigen der Welt verteilt.
Alle leerstehenden Wohnungen gehen an Obdachlose.
Die Rindfleisch-'Produktion' wird um zwei Drittel reduziert. Mit dem dadurch gesparten Soja ernähren wir die Dritte Welt. (Es ist mir übrigens egal, ob der Terminus 'Dritte Welt' politisch-korrekt ist. Jährlich 8,8 Millionen(!) Menschen verhungern zu lassen ist keinesfalls korrekt.)
Zuerst bekommen die Menschen in Indien, China, Afrika, etc. genug Wasser, um nicht zu verdursten, danach kann Coca-Cola daraus Cola machen.
Zuerst bekommen die Menschen in Indien, China, Afrika, etc. genug Wasser und Nahrung, um nicht zu verdursten und zu verhungern, danach kann McDonald's 2.393 Liter Wasser pro Hamburger verplempern.
Wasser, Energie, Saatgut, Stromnetze und Bodenschätze werden an die Völker zurückgegeben, ja auch in dieser (vermeintlich) entwickelten Welt. Ebenso wird der freie und neutrale Internetzugang sichergestellt. All dies sind unveräusserliche Menschenrechte, wie die Freiheit an Körper, Gedanke, Meinung. Wie das Streben nach Zufriedenheit und die informationelle Selbstbestimmung.
Sämtliche Investitionen in möglichst effiziente Menschenvernichtung via sogenannter 'Lebensmittel' und Waffen werden in möglichst effektive Menschenentwicklung umgelenkt, priorisiert nach Maslow.
Begonnen wird bei den Ärmsten der Armen. Begonnen wird bei den Kindern. Begonnen wird bei den Frauen.
Denn jede/r, der sich nicht mehr darum kümmern muss, den nächsten Tag oder die nächste Woche zu überleben, kann seinen grenzenlosen Ideenreichtum der Weltgemeinschaft zur Verfügung stellen.
Jedes Kind, das Kind sein und bleiben darf, ohne von Gesetz, Politik und konservativem Gedankengut zu sehr in seiner freien Entwicklung behindert zu werden (weil alle vergessen haben, was es bedeutet, Kind zu sein, neugierig zu sein, wißbegierig zu sein und aus Erfahrungen zu lernen und nicht aus Verboten), kann ein neuer Einstein, eine neue Curie oder ein neuer Hawking sein.
Jede Frau, die eine faire Chance bekommt, sich zu beweisen, jede Frau, die nicht durch einen 20% niedrigeren Lohn gemindfucked wird, kann ihren grenzenlosen Ideenreichtum der Weltgemeinschaft zur Verfügung stellen.
Politiker der Welt werden nicht länger aufgrund von Reden und TV-Spots und millionen-schweren Unterstützungen der Industrie an die Macht kommen, sondern aufgrund der überzeugenden Expertise in ihrem Vorleben, aufgrund von Taten und vorbildlichem Leben, nicht Schwatzen.
Politiker der Welt erhalten die Rente und Pension des durchschnittlichen Bürgers.
Politiker der Welt können nicht mehr in die Wirtschaft wechseln.
Dies wird einfürallemal dafür sorgen, dass Politiker der Welt keine Berufs- und Machtpolitiker mehr sind, sondern leidenschaftliche Überzeugungstäter.
Politiker der Welt treten an, die Welt zu retten, nicht nur ihr eigenes trauriges Dasein.
Politiker der Welt sind weise Frauen und Männer, die in der Praxis bewiesen haben, dass sie unsere Probleme verstehen und gemeinsam mit den BürgerInnen lösen.
Twitter (oder ein anderer Kurznachrichtendienst) wird unveräusserliches menschliches Grundrecht. Jeder Mensch muss mit jedem Menschen verbunden sein können, denn jeder Mensch IST mit jedem Menschen verbunden. Wir alle müssen dies endlich (an)erkennen, und nicht länger billige Ausreden akzeptieren - weder bei anderen noch bei uns selbst.
Ach, und wenn wir gerade schon dabei sind:
Via SF MOMA.
Wie gesagt: Wir brauchen einen (Bottom-Up)-Plan zur Rettung der Welt - denn all die, die vom miserablen Zustand der Welt profitieren, haben keinerlei Interesse daran, ihn (ihren Plan und den Zustand unserer Welt) zu ändern.
In diesem Sinne: Get well soon, Welt!
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Klar und verständlich steht es auf der Website:
"Wie sieht Deutschland in fünf bis zehn Jahren aus? Wie wollen wir gegen Ende des Jahrzehnts leben? Diese Frage diskutiert die Bundeskanzlerin seit Frühjahr 2011 mit über 120 Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis unter der Überschrift "Menschlich und erfolgreich. Dialog über Deutschlands Zukunft".
Drei große Fragestellungen stehen dabei im Mittelpunkt:
1. Wie wollen wir zusammenleben?
2. Wovon wollen wir leben?
3. Wie wollen wir lernen?Die Kanzlerin will aber nicht nur mit Wissenschaftlern und Praktikern über Deutschlands Zukunft sprechen, sondern auch die Ideen der Bürgerinnen und Bürger und der Zivilgesellschaft kennenlernen und diskutieren. Deshalb wird dem Dialog mit den Experten ein Bürgerdialog zur Seite gestellt."
Natürlich könnte es einem Sorgen machen, dass die Bundeskanzlerin nach all den Jahren in der Politik, geschweige als Bundeskanzlerin, noch immer nicht weiß, wie die BürgerInnen ticken. Oder dass ihre 'Wissenschaftler' anscheinend keine 'Praktiker' sind - und die BürgerInnen erst recht nicht. Aber das sind Kleinigkeiten.
Continue reading "Merkels Zukunftsmonolog als Abziehbild ihres Demokratieverständnisses" »
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