Soso, "FAZ" und "SZ" wollen nicht zitiert werden. Gut, kein Problem, warum aber wird man dann Verleger, Medium, Tageszeitung? Ein bißchen schwanger ist dann doch okay?
Zeitungen, Meldungen, News, Gerüchte, Medien, über die - auf Wunsch der Verleger - nicht gesprochen werden darf? In welcher Welt lebten diese Verleger in den letzten 40.000 Jahren?
Seit Menschengedenken passiert in der Welt dort draussen nichts anderes, als daß Menschen die Tageszeitung, das gedruckte Wort obsolet machen, weil sie es ungefragt (Wie unerhört!) in den Mund nehmen und es propagandamäßig verbreiten - ganze Geschäftsmodelle fußen darauf.
Menschen machen Tageszeitungen und Medien überflüssig - ja, in einem ersten Schritt -, indem sie die Inhalte, die knackigen Überschriften, die kritischen Artikel, die geordneten Gedanken des Autors kostenlos(!) und ohne um Erlaubnis zu fragen weitergeben.
Menschen machen Tageszeitungen und Medien - im zweiten Schritte - unverzichtbar und empfehlen sie weiter als Quelle ihrer Information, ihres überdurchschnittlichen Wissens, ihrer Weisheit, ihres Humors - abgerundet mit dem mündlichen Link "Mußt Du unbedingt lesen!".
Kann es eine bessere Kaufempfehlung geben, liebe Verleger und Medienschaffenden, bessere Werbung, Kommunikation und Imagebildung als die Worte des Menschen, dem ich vertraue auf der Straße, in der Nachbarschaft, im Büro und Blog?
Könnt Ihr mehr verlangen, als daß Eure Leser Eure Qualität weitertragen zu ihren Freunden? Diese Qualität gar versehen mit einem weiteren Qualitätssiegel, dem Ansehen nämlich eben dieses Freundes, den ich mit dieser Quelle beeindrucken möchte? Und dem eigenen Wunsche, in dessen Ansehen zu wachsen?
Vorverkauft werdet Ihr jeden Tag ungezählte Male. Mangel (und der Wunsch zu besitzen) wird erweckt mit einem kurzen Gespräch, einem Zitat, einem Beispiel Eurer Eloquenz und Intelligenz, einem kurzen Hinweis zur Quelle. Und Ihr wollt dieses Band zerschlagen? Den Menschen am Einkaufskorbe im Supermarkt, am Kopiergerät im Büro, im Blog, in der Bahn verbieten, Gutes über Euch zu berichten? Euch zu loben, Euch zu stärken, an Eurem Image und Eurem Ruhme zu bauen?
Bedenkt, liebe Verleger und Medien: All dies bringt Euch erst das Geld, ist die Basis Eures Ruhmes, Eures Reichtumes, Eurer Ehre, Eurer Flugzeuge, Hubschrauber und Automobile.
Die Menschen, der Austauch, der Klatsch an der Ecke, das intellektuelle Gespräch, all das ist der Boden auf dem Eure Saat aufgeht, nicht umgekehrt.
All das müßt Ihr fördern - nicht verbieten! Ihr müßt das Gespräch gar mit den Menschen suchen in einem nächsten Schritt, statt das Gespräch über Euch zu verhindern.
In diesem Sinne: Get well soon, liebe Verleger!
Addendum
17. Februar, 10:33 Uhr > Am besten die Zukunft verbieten, JakBlog.