Hier geht es zu Originalpost und Diskussion beim werbeblogger.
Zusätzlich möchte ich dazu anmerken:
Der globale Erfolg des Bullshit-Bingo hängt in allen seinen Disziplinen von der Intelligenz der Spieler - vor allem aber der des Publikums, also der Zielgruppe - ab.
Erfolg und Intelligenz
... verlaufen im Bullshit-Bingo diametral. Eine furchtbare Erkenntnis, die zum grandiosen Erfolg der Dummheit, soviel ist klar, führt. Erfolg und Intelligenz treffen sich sozusagen in der Mitte, gehen unendliche Kompromisse ein, ohne es selbst zu merken und sind tatsächlich glücklich dabei. Phantastisch.
Die Zielgruppe ist keine Spielgruppe,
... die am Ende des Tages im Kinderparadies abgeholt werden kann, sondern sie verlangt allen Ernstes einen hohen Bonus für ihr Wirken - dann sollte sie sich auch entsprechend verhalten!
Das Bullshit-Bingo in Wirtschaft und Politik
... kann nur gestoppt werden, wenn die Zielgruppe erwacht, über sich hinauswächst und ihr Umfeld inspiriert, es ihr gleichzutun. Agenturen fordert und herausfordert.
Es kann nur besser werden, wenn Agenturen den Mut haben, diesen Teufelskreis zu durchstoßen, des Kaisers Neue Kleider zu benennen, den Gordischen Knoten des Luxus und der Moden zu zerschlagen und Tacheles zu reden.
(Na, wenn das kein Bullshit- Bingo par excellence sein könnte! Aber Ihr wisst ja, was ich meine.)
Diese Mutigen, das sind die kleinen und mittleren Agenturen. Die, die noch nichts zu verlieren haben. Die, die eine innovative Idee geboren haben und diese nun mit Engagement verwirklichen wollen.
Die Großen denken, für sie stünde zuviel auf dem Spiele. Sie warten ab und denken, sie kaufen dann die ein oder andere (kleine) Agentur und schon sei ihre Lücke im Portfolio geschlossen.
Weit gefehlt - denn diese Lücke ist keine sichtbare, die man so einfach schließen kann. Sie ist eine Mind-Gap, die sich virusartig verbreite(r)t, alle Köpfe und Bereiche des agentürlichen Lebens negativ beeinflußt, Kultur vergiftet, Images zu Seifenblasen macht, und den Besuch von universitären Jobbörsen zur Farce.
Als Ausweg bleiben schließlich nur wohlfeile Worte, Poster in den Aufzügen. Denn die Taten fehlen und die Menschen, die sie im besten Sinne des Wortes begehen könnten.
In diesem Sinne: Get well soon!