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Saturday, September 27, 2008

Bain statt Brain bei Yahoos Jerry Yang!?

(Ein Beitrag der mediaclinique)

Wenn Internet-Companies Unternehmensberater holen, dann weiß man, daß das Ende nah ist! Kein gutes Vorzeichen für Yahoo. Hätten sie vielleicht doch besser an Microsoft verkaufen sollen. Manchmal sitzt man eben besser in der Galeere als auf der Straße.

Silicon Alley Insider fragte sich vor wenigen Tagen "How Many People Does Yahoo Need To Fire To Get "Fit"?" und gab auch direkt die Antwort im gleichen Artikel, der eine Situationsanalyse zum Kern hatte - und gleichzeitig Bain arbeitslos macht.
Denn was der Insider auf einer Seite zusammenfaßt, kostet bei Bain höchstwahrscheinlich 1 Million Dollar (also diese Analyse alleine, geschweige die Bain-geführte Umsetzung), wofür wieder ein paar Menschen das Unternehmen verlasen dürfen, wie der Artikel spekuliert.


Warum ist ein in die Jahre gekommenes Start Up am Ende, wenn es die organisierte Beratung ins Haus holen muß?

Nun, dann ist es langsam geworden, träge, betriebsblind, dann hat es zu viele von den falschen Leuten an Bord, dann läßt es das Engagement des Einzelnen aus der ersten Zeit vermissen, dann ist es nicht mehr kreativ, imaginativ, innovativ.
Dann hat es den alten Unternehmergeist verloren, den Speed to Market.
Es hat nicht mehr den Finger am Puls der Zeit, es ist weder intuitiv, noch empathisch, es antizipiert keine, geschweige kreiert Trends. Es kapitalisiert nicht mehr die alte Agilität, es ist bürokratisch geworden und verwaltet eher das Bestehende als die Zukunft zu gestalten.

Es ist zu einem durchschnittlichen Unternehmen geworden, der durchschnittlichen Agentur gleich, die CEOs erkennen die Zeichen der Zeit nicht mehr! Es ist eher umgekehrt: an ihnen nagt der Zahn der Zeit.


Unternehmen werden nicht von organisierten Beratungen gerettet. Organisierte Beratungen sind Entschuldigungen, Ausreden, Ausflüchte, Umwege. Organisierte Beratungen können nicht die Inkompetenz des Managements kompensieren.

Das Management hat die Aufgabe, das Unternehmen zu führen im wahrsten Sinne des Wortes, ihm voranzugehen, Vorbild zu sein, zu inspirieren und Werte und Visionen zu entwickeln und schließlich zu kapitalisieren.
Wenn das nicht funktioniert, macht auch alles andere keinen Sinn mehr, es verzögert nur die unausweichliche Wahrheit.

Eine Wahrheit, die sich auch momentan in den Agenturen, Telekommunikationsunternehmen und Medien niemand eingestehen will: es wird Zeit, die Brains anzuwerfen - und die Bains, etc. rauszuwerfen!


Hier der Originalbeitrag in der mediaclinique.

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