(Eine Zitaten-Reihe in loser Folge. Die Zitate werden nicht infragegestellt, sondern sollen Anreiz zur Reflexion sein.)
Heute:
Marissa Mayer, Vice President of Search Product and User Experience, Google:
“I like to hire people who have two traits.
They’re smart, and they get things done.”
Quelle: "Marissa Mayer’s Simple Advice On Who To Hire: ...",
TechCrunch, am 10.12.2008.
Image courtesy techradar.com.
Und Recht hat Marissa! Die wenigsten Manager oder Personaler suchen ihre Mitarbeiter danach aus. Vielmehr schaut man andächtig auf Noten, Praktika und fachliche Kompetenzen. Das hört sich zwar vorsintflutlich an, ist aber immer noch das (vermeintlich) sicherste für die meisten.
Schauen wir uns in den Unternehmen um - oder in der Politik -, sehen wir, daß bei weitem nicht diejenigen (aus-)gewählt werden, die smart sind und die Dinge getan bekommen oder gar bewegen.
Interessanterweise kann das jeder von uns in seinem eigenen Bereich ändern. Man muß nur unterm Jahr darauf achten, was man Positives und weniger Rühmliches an den eigenen Mitarbeitern entdeckt, es sich merken und bei der nächsten Wahl berücksichtigen.
Mitarbeiter, die intelligente, weiterführende Fragen stellen, wären ein Anfang. Mitarbeiter, die sich wirklich für ihren Job, dessen Weiterentwicklung und ihre eigenen Perspektiven innerhalb der unternehmerischen Vision interessieren! Mitarbeiter, die mit- und vorausdenken, die über sich hinauswachsen und aus sich heraus motiviert sind, ihre Grenzen kontinuierlich infragezustellen und hinauszuschieben! Mitarbeiter, die ihren eigenen Job überflüssig machen!
Stimmt, das macht den ein oder anderen Vorgesetzten nervös, weil er selbst nicht so lebt, denkt, arbeitet. Das muß sich ändern.
Getting things done bezieht sich nicht allein auf die Mitarbeiter, sondern vor allem auf die Vorgesetzten. Sie müssen dies vorleben. 24/7, jahraus, jahrein.
Wonach sonst soll sich der Mitarbeiter richten, wenn nicht nach dem Vorbilde seines Vorgesetzten? Die Manager müssen die Menschen inspirieren!
Die Manager müssen beim Bewerbungsgesräch ihre Intuition und Empathie benutzen, um zu erkennen, wer vor ihnen sitzt und den begehrten Job haben möchte. Sie müssen zwischen dem Dampfplauderer und dem schüchternen Superstar unterscheiden können, müssen die richtigen Fragen stellen können und die richtigen Geschichten erzählen, um das Gegenüber aus der Reserve zu locken.
Können sie nicht? Zu Hause, bei den Freunden der Tochter, im Sportverein, in der Kneipe und in der Mittagspause klappt das doch auch immer ohne Probleme. Man verläßt sich auf seinen Bauch. Man ist nicht mutlos und schüchtern zurückhaltend, sondern verhält sich so, wie man sich sonst auch verhält. Man gibt nicht Intuition und Empathie an der Unternehmenspforte ab!
Man muß sich nur trauen - aber das ist einfacher als man denkt! Und hat eine weitaus positivere Wirkung als mancher meint. Smarte (im positiven Sinne) Mitarbeiter bereichern das Unternehmen und die eigene Arbeit.
Etwas besseres kann einem wirklich nicht passieren!
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