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Thursday, September 16, 2010

Comments

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Ernst

Seit 1984 stehe ich im Berufsleben, zeitweise in Führungspositionen. 1986 habe ich die erste Schulung in Management erhalten und mich seitdem mit unterschiedlicher Intensität mit Führungsfragen beschäftigt. Überwiegend frage ich mich, was überhaupt in den Unternehmen ankommt, was wirklich "gelernt" wird im dem Sinne, daß es dauerhafter Bestandteil der Unternehmenskultur wird.
Einerseits steht Ralf Schwartz mit seinen Empfehlungen nicht allein da, sondern es gibt mehr Berater mit guten Konzepten ( und das auch nicht erst seit heute ), und viele verdienen ja auch damit gutes Geld, d. h., daß es etliche Unternehmen gibt, die sich die Empfehlungen von Schwarz & Co anhören. Aber, seien wir mal ehrlich:
ist es nicht so wie mit Diät-Empfehlungen?
Obwohl es reichlich von Ihnen gibt, nimmt das durchschnittliche Gewicht der Bevölkerung immer mehr zu. Weil die Gewohnheit auf Dauer bei den meisten Menschen stärker ist als der Wille. Und, warum sollte das in Unternehmen anders sein? Selbst wenn da mal ein Einzelner ein Vorbild auf Dauer sein könnte, fällt er doch meistens einer ( gnadenlosen ) Gleichmacherei zum Opfer.
Wir leben in einer schizophrenen Gesellschaft und das macht uns auf Dauer kaputt.
Wenn ein Mensch gleichzeitig dummer, willenloser, durch übliche Werbung beeinflussbarer Konsument sein soll, aber auch selbständig und unternehmerisch denkender Mitarbeiter, so ist das unmöglich. Da die Werbung aber als erste schon die Kleinkinder erreicht und beeinflußt, wird kaum eines zu dem selbständig denkenden Menschen heranwachsen, der erstrebenswert ist.
Ich empfehle die ( erneute ) Lektüre von A. Huxleys Brave New World / Schöne neue Welt von 1932

ralf

Du hast natürlich recht: diese Schizophrenie ist das Grundproblem! Deshalb brauchen wir eine neue Kultur, ein Verständnis dieser Zusammenhänge und einen gemeinsamen Kampf gegen die Kurzfristigkeit des Denkens unserer Manager.

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