(Hier geht es nicht um ein Für & Wider Atomkraft, sondern um Leadership-Kompetenz und die Relevanz politischer Vision für unser aller Wohlstand!)
"Es wird Zeit für den Aufbruch, für den Wandel - für
ein gepflegtes sich selbst unter Druck setzen, damit wir unseren
Kindergenerationen nicht nur einen Haufen Schrott, sondern eine
prosperierende Wirtschaft, Gesellschaft, Welt hinterlassen.
Intellekt, Intuition und Imagination müssen endlich wieder für die
Gestaltung der Zukunft, nicht länger für die Verwaltung der Pfründe
eingesetzt werden!", hatte ich den Energie-Managern schon ins Pflichtenheft geschrieben.
Via thisisnthappiness.
Nun also hat auch die Politik versagt, der Wirtschaft, der Gesellschaft und sich selbst eine herausfordernde, energie-politische Vision zu geben. Versagt, die politischen Fehler seit dem Ausstiegsabkommen 2001 wieder einigermaßen gutzumachen, indem man die Energiewirtschaft - ja, man kann es ruhig so sagen - an die Kandarre nimmt, sie fordert, sich zu entwickeln, nachdem sie 10 Jahre das Dornröschen, auf Geldscheinen sanft gebetet, zum besten gab.
Leider zeigen sich seit langem klare Muster in der Führungs- und Verantwortungslosigkeit einer politischen Kaste, die nur noch sich selbst und ihresgleichen Wohl zum einzigen Ziele hat. Man muß nicht erst die FDP und ihre Hoteliers bemühen, es reicht, zur Pharma-Industrie und zu den Automobilern zu schauen, denen man mal eben 5.000 Millionen spendierte. Spitze der Inkompetenz waren die 100.000 - 480.000 Millionen, die an die Banken gingen.
Darauf kann man mit seinem politischen Gehirn reagieren und meinen, dies sei alles richtig und wichtig und 'alternativlos' notwendig gewesen.
Man kann sich aber auch die Analogie im Management anschauen und konzedieren, wie man es denn als Angestellter fände, würden die Chefs immer mit den dicksten Karossen durch die Gegend cruisen, die dicksten Gehälter kassieren, und trotz allgemeiner Krise sich selbst dann doch die neuen Felgen gönnen, während für einen selbst nur die Krumen bleiben bzw. gar weitere Belastungen am Horizonte drohen.
Man kann sich als Angestellter wundern, daß verdeckte Gegengeschäfte laufen, die den Profit für das andere Unternehmen mit der eigenen persönlichen Bereicherung bzw. der Aussicht auf den kommenden Vorstandsposten belohnen. Was würden wir uns alle aufregen. Wie ungerecht würden wir das alle finden.
Im Unternehmen, 'auf der Arbeit', da können wir Ungerechtigkeiten, Vorteilsnahme, Vetternwirtschaft und Kungelei der Mächtigen noch erkennen - warum nicht in der Politik? Und warum wehren wir uns nicht?
Im Unternehmen wissen wir genau, wann wir Korruption und Bestechlichkeit sehen. Was läßt uns denken, daß dies in der Politik so schon rechtens ist?
Im Unternehmen wissen wir, daß es dann bald mit dem Unternehmen und uns selbst bergab geht, und wir verlassen das sinkende Schiff - solange wir davon überzeugt sind, gut genug für den Wechsel gerüstet zu sein.
Im Unternehmen könnte man uns nicht mit 'Brückentechnologie-Geplapper' locken. 'Brückentechnologie' ist eine faule Ausrede, 'Brückentechnologie' ist ein Potemkinsches Dorf, das wüßten wir sofort. Und wir wüßten, daß wiedermal einer unserer Manager und Vorstände etwas verbummelt hat. Irgendwo ist was schief gelaufen, einer bereichert sich, und nun gehen wir wieder einen Umweg. Wir selbst werden darunter leiden müssen, da führt kein Weg daran vorbei. Wir wissen es einfach. Weil es immer so ist.
'Brückentechnologie' ist eine Lüge, sie verdeckt Inkompetenz, Mutlosigkeit, Innovations- und Visionslosigkeit. 'Brückentechnologie' ist ein krankhafter Fall von Führungsschwäche, der sich in Konzentrationsschwäche, Impulsivität und Hyperaktivität äußert. Im Unternehmen wüßten wir das. Im Unternehmen würden wir unsere Konsequenzen ziehen. Im Unternehmen ...
Addendum
"Energiepolitik: AKW sollen 12 Jahre länger laufen", zeitonline.
"Telefonschalte von Merkel mit Strombossen bei Atomgipfel", handelsblatt.
12:29 Uhr > "Atomkompromiss "Schwarzer Tag für Deutschland", mm.
07. September
08:16 Uhr > "Revolution von Oben", fixmbr.
08:56 Uhr > Die Prioritäten der Politik: "Röttgen will NACH Atomkompromiss Endlagerproblem angehen", Hervorhebung durch mich.
10:40 Uhr > "Nach der Reform nun die Revolution", Lummaland.