Soso, die Deutsche Bank bekommt eine Doppelspitze - eindrucksvoller kann man Führungsschwäche in höchster Potenz nicht unter Beweis stellen.
01 - Wahre Führung weiß, daß sie nicht unersetzlich ist. Sie hält sich auch in keiner Sekunde dafür. Daher bestellt sie schon sehr früh einen Nachfolger - der besser ist als sie selbst. Das zeigt wahre Größe.
02 - Wahre Führung benötigt keine 2 Nachfolger. Dies zeugt nur von Arroganz, entschied die Führung selbst über diese Doppelspitze. Sie beweist damit, daß sie meint, ein Mann allein sei nicht manns genug den Scheidenden zu ersetzen.
Zwei Nachfolger, vom Aufsichtsrat ernannt, beweisen nur eines: es ist kein wirklicher Nachfolger vorhanden. Alle Beteiligten haben ein Problem.
03 - Wahre Führung macht sich beizeiten überflüssig. Das ist die höchste Kunst - und etwas, was Männer und Frauen überhaupt nicht beherrschen.
Wahre Führung führt von hinten und von unten. Sie muß nicht im Mittelpunkt stehen, sie muß nicht offensichtliches Vorbild sein. Trotzdem inspiriert sie vorbildlich jeden Mitarbeiter, Kunden und Freund des Konzerns, der Partei.
Wahre Führung nämlich will Welten bewegen, sich nicht in der Sonne der Medien und Bewunderung aalen. Wahre Führung führt - ohne viel Aufhebens und Gedöns.
Wahre Führung kann nicht anders.
Addendum
26. Juli > Aber natürlich geht es auch noch schlechter: "Im Sinne der guten Unternehmensführung ist es ein Skandal, dass Josef Ackermann direkt vom Vorstandschef zum Chefaufseher werden soll, meint Corporate-Governance-Experte Manuel Theisen.".



