5 entries categorized "BRAIN"

Monday, June 22, 2009

TED-Video: Dan Ariely - Predictably Irrational

Während ich noch Dans Buch "Predictably Irrational" lese, hier schon mal ein Vorgeschmack auf ihn mittels eines TED-Videos.



Wer sich über sein Aussehen Gedanken macht, sollte wissen, daß im Alter von 18 Jahren neben ihm eine Magnesium-Fackel (die benutzt werden, um Schlachtfelder des nachts zu erleuchten) explodierte und ihm Verbrennungen Dritten Grades an 70% seines Körpers zufügte.
Drei Jahre verbrachte er im Krankenhaus mit zahllosen Operationen.

Saturday, September 27, 2008

Bain statt Brain bei Yahoos Jerry Yang!?

(Ein Beitrag der mediaclinique)

Wenn Internet-Companies Unternehmensberater holen, dann weiß man, daß das Ende nah ist! Kein gutes Vorzeichen für Yahoo. Hätten sie vielleicht doch besser an Microsoft verkaufen sollen. Manchmal sitzt man eben besser in der Galeere als auf der Straße.

Silicon Alley Insider fragte sich vor wenigen Tagen "How Many People Does Yahoo Need To Fire To Get "Fit"?" und gab auch direkt die Antwort im gleichen Artikel, der eine Situationsanalyse zum Kern hatte - und gleichzeitig Bain arbeitslos macht.
Denn was der Insider auf einer Seite zusammenfaßt, kostet bei Bain höchstwahrscheinlich 1 Million Dollar (also diese Analyse alleine, geschweige die Bain-geführte Umsetzung), wofür wieder ein paar Menschen das Unternehmen verlasen dürfen, wie der Artikel spekuliert.


Warum ist ein in die Jahre gekommenes Start Up am Ende, wenn es die organisierte Beratung ins Haus holen muß?

Nun, dann ist es langsam geworden, träge, betriebsblind, dann hat es zu viele von den falschen Leuten an Bord, dann läßt es das Engagement des Einzelnen aus der ersten Zeit vermissen, dann ist es nicht mehr kreativ, imaginativ, innovativ.
Dann hat es den alten Unternehmergeist verloren, den Speed to Market.
Es hat nicht mehr den Finger am Puls der Zeit, es ist weder intuitiv, noch empathisch, es antizipiert keine, geschweige kreiert Trends. Es kapitalisiert nicht mehr die alte Agilität, es ist bürokratisch geworden und verwaltet eher das Bestehende als die Zukunft zu gestalten.

Es ist zu einem durchschnittlichen Unternehmen geworden, der durchschnittlichen Agentur gleich, die CEOs erkennen die Zeichen der Zeit nicht mehr! Es ist eher umgekehrt: an ihnen nagt der Zahn der Zeit.


Unternehmen werden nicht von organisierten Beratungen gerettet. Organisierte Beratungen sind Entschuldigungen, Ausreden, Ausflüchte, Umwege. Organisierte Beratungen können nicht die Inkompetenz des Managements kompensieren.

Das Management hat die Aufgabe, das Unternehmen zu führen im wahrsten Sinne des Wortes, ihm voranzugehen, Vorbild zu sein, zu inspirieren und Werte und Visionen zu entwickeln und schließlich zu kapitalisieren.
Wenn das nicht funktioniert, macht auch alles andere keinen Sinn mehr, es verzögert nur die unausweichliche Wahrheit.

Eine Wahrheit, die sich auch momentan in den Agenturen, Telekommunikationsunternehmen und Medien niemand eingestehen will: es wird Zeit, die Brains anzuwerfen - und die Bains, etc. rauszuwerfen!


Hier der Originalbeitrag in der mediaclinique.

Tuesday, June 17, 2008

Eine Kultur der Freundschaft versetzt Berge

Die Überschrift eines Artikels zu einer neuen Studie erinnerte mich an die Relevanz eines guten Betriebsklimas, einer positiven und motivierenden Unternehmenskultur ...


Die Überschrift: "Freunde verwandeln mentale Berge in Maulwurfshügel"

Simone Schnall von der University of Plymouth hat festgestellt, daß, wenn man einen Freund bei sich in der Nähe hat oder alleine an einen oder ein Familienmitglied denkt, man eine einzuschätzende Steigung eines Hügels bis zu 20% niedriger als real einschätzt.
Je länger man den Menschen kannte und je enger die Beziehung war, desto flacher schätzte man die Steigung ein.


... und erinnerte mich an eine der Gallup-Fragen zur Feststellung des Grades der Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen:

"Haben Sie einen Freund im Unternehmen?"

Während die Gallup-Frage bereits bewiesen hat, wie wichtig Freunde und Freundschaften im Unternehmen sind, zeigt die Studie, daß eine freundliche oder wohlgesonnene Umgebung (oder der bloße Gedanke daran) Aufgaben weniger schwierig erscheinen läßt.

1 - Warum das wichtig ist

Menschen unter Stress sind weniger leistungsfähig, sie können nicht zu ihrer Höchstform auflaufen, weil sie ständig an die (vermeintliche) Ursache ihres Stresses denken müssen und so abgelenkt werden. Oder nichtmal wissen, was sie stresst und trotzdem abgelenkt, unkonzentriert und wenig leistungsstark sind.
Dieses Gefühl färbt auch schnell auf die anderen ab.

Menschen, die sich in ihrer Umgebung wohlfühlen, sich gerne in ihr aufhalten und dort zur Höchstform auflaufen, erzeugen auch ein positives Gefühl bei anderen, jeder beeinflußt jeden, positiv oder negativ.

2 - Was man bedenken sollte

Jeder Einzelne muß ernst genommen werden. Jeder muß eine wichtige Aufgabe haben und lösen können. Jeder muß sich respektiert und gebraucht fühlen.

Dies kann man durch Delegation und Involvement erreichen. Durch ein einfaches Miteinander, durch Interesse am Einzelnen, seinen Problemen, Sorgen, Fragen, Interessen, Vorlieben.

Durch maßgeschneiderte Aufgaben, Herausforderungen und Verantwortlichkeiten.

Durch Ziele, die man mit dem Einzelnen vereinbart. Durch Pläne, die man verabredet.

Durch Offenheit im Team, durch Gleichbehandlung und Ehrlichkeit, durch individuelle Förderung, durch gemeinsames Erleben herausragender Events - zB des Spieles Deutschland - Portugal am Donnerstag, etc.

Durch vorbildliches, empathisches Miteinander in jedem Moment - auch und gerade, wenn es ernst und ungemütlich wird. Gute Teams, Klimata, Kulturen halten auch schlechte Nachrichten aus.

3 - Was man praktisch tun kann

Man sollte einfach darüber nachdenken, in welcher Situation man selbst sich am wohlsten fühlt, am leistungsfähigsten ist, am ehesten Neues lernen kann, kreativ ist - und diese Fragen auch mit seinen Mitarbeitern durchspricht und entsprechende Konsequenzen zur Optimierung von Stimmung, Klima und Kultur zieht.

Ja, so einfach kann es sein - man muß nur damit beginnen, das ist das Schwierigste dabei.


> "Friends turn mental mountains into molehills" in: New Scientist

Thursday, March 06, 2008

SELBSTHEILUNG IM DENKORGAN

Es ist beruhigend zu sehen, daß sich die Berichte mehren, daß das Hirn doch - entgegen eines alten Irrglaubens der wissenschaftlichen Majorität - noch form- und veränderbar ist, sogar bis in's hohe Alter hinein.

Im Oktober 2007 hatte ich das entsprechende Buch von Sharon Begley, "Train Your Mind, Change Your Brain", hier reviewed.

Der folgende Artikel soll nicht nur Erinnerung sein (das Buch doch noch zu lesen), sondern auch Ermunterung, das Hirn ähnlich zu trainieren wie den Körper - zumindest aber sich mit den Erkenntnissen über die Plastizität unseres Gehirns auseinanderzusetzen.

(Ich will hier nicht soweit gehen und Plastizität auf Unternehmensebene einfordern, aber im Grunde lautet so ähnlich eine der wichtigsten Aufgabenstellungen auf dem Weg zur intuition/company.)

SELBSTHEILUNG IM DENKORGAN - VON JÖRG BLECH

"Das Gehirn ist formbarer als gedacht. Selbst Jahrzehnte nach einem Schlaganfall können Nervenzellen umlernen und neue Strukturen hervorbringen: Lähmungen schwinden, das Sprachvermögen kehrt zurück."

> Artikel im Spiegel online lesen

Monday, April 23, 2007

frans de waal : our inner ape

for life, love and marriage, and workplace our heritage was our fate in the last centuries and millennia.

today, in the age of knowledge and insight, we are able to change our fate and follow our own path once we know where to head.

but to follow our path towards a chosen target we must for a start know where we are. we have to understand our position, ourselves. to understand ourselves, we must understand our roots as humans. but those roots are much less our roots as mankind and much more our roots as primates.

why?
frans de waal answers this in the very first sentence of his book 'our inner ape':
"one can take the ape out of the jungle, but not the jungle out of the ape."


everything else follows. and you should follow his journey through all those astonishing similarities between the different primate family members by yourself - to understand who you are and what makes you tick. to become a better person, manager, leader, politician, member of society, human, primate.


(one striking link between this book and the findings of 'the rise of the creative class' by richard florida i must add, because it is not mentioned in 'the inner ape': "our societies probably work best if they mimic as closely as possible the small-scale communities of our ancestors." (frans de waal) ... "the modern trend to physically separate places where human needs are satisfied disrupts this tradition, making us live at one place, shop at another, and work at yet another. it´s a disaster for community building, not to mention the time, stress, and fuel it takes to move all those people around." (frans de waal)
- sentences which immediately brought florida´s 'community of ideas' (and his ten principles to build it) to my mind again.)


and who is not intrigued by de waal´s first sentence should think about his book´s very last sentences (where 'animal' is humankind): "... we see one of the most internally conflicted animals to ever walk on earth. it is capable of unbelievable destruction of both its environment and its own kind, yet at the same time it possesses wells of empathy and love deeper than ever seen before. since this animal has gathered dominance over all others, it´s all the more important that it takes an honest look in the mirror, so that it knows both the archenemy it faces and the ally that stands ready to help it build a better world."

... in life, management and leadership, i must add.

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mind-box magazine aktueller denn je



  • Wie kann ein zweifach Lead Award gekröntes Magazin, das Mitte 2008 im 5. Jahre eingestellt wurde, heute 'aktueller denn je' sein?

    > Dazu muß man nur die 140- Zeichen(!)-Synopsis jeder einzelnen der 50 Ausgaben inhalieren! Enjoy!