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Vorstände und CEOs, Geschäftsführer und Top-Manager sind aktivem und passivem Realitätsentzug ausgesetzt, der sich derart schleichend entwickelt, daß sie ihn so wenig bemerken wie der Frosch die Hitze der immer heißer werdenden Herdplatte. Das Ende ist bekannt.
A - Wie kann es so weit kommen?
Nun, die Antwort ist einfach: Arbeitsteilung, Zeitmangel, fehlende Konzentration auf das Wesentliche sind die wichtigsten Faktoren des grassierenden Realitätsentzuges im Management.
In 3 Stufen wird dem Management Realität entzogen, was schließlich zu Realitätsverlust führt:
01 - Daten-Aggregation
Heutzutage vollkommen akzeptiert ist die Aggregation von Daten, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was aber ist das Wesentliche?
In den Zeiten der Echtzeit-Ökonomie weiß man das leider nicht mehr im Vorhinein. Heute ergibt sich aus dem gerade noch Unwesentlichen sehr schnell eine einmalige Chance oder eine veritable Krise.
Den Aggregatoren kommt heute eine immense Verantwortung zu. Sie müssen erfahrene Entdecker, nicht mehr reine 'Erbsenzähler' und Excel-Experten sein. Hier geht nur noch wenig automatisch. Die 'Filter' müssen 'intelligent' werden.
02 - Informations-Verdichtung
Informationen werden immer stärker zu dem verdichtet, was vor einem Jahr - als man das letzte Mal darüber sprach - wichtig war. Dies wird zu einem immer größeren Problem. Der Filter des letzten Jahres ist längst überholt. Bei Daten und bei Informationen.
Immer noch gibt es informations-verdichtende Mediendienste, die dem Management eine vorselektierte Palette von Artikeln werktäglich zur Verfügung stellen. Diese sind ständig auf dem Stand von gestern während das Management im Morgen weilen sollte.
03 - Wissens-Filterung
Wissen veraltet so schnell wie der Fisch in der Zeitung von gestern. Niemand kann das für den Manager relevante Wissen vorfiltern. Wenn das ginge, wäre der Manager vorhersehbar, kalkulierbar, austauschbar - und damit im Grunde überflüssig.
Nur der Manager weiß, was für den Erfolg des Unternehmens wichtig ist. Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn er kümmert sich nicht kontinuierlich um die Optimierung, Anpassung und Erweiterung dieses Wissens, sondern überläßt dies menschlichen, organisatorischen und hierarchischen Filtern.
04 - Folge: Realitäts-Verlust
Redundante, verschleiernde Daten, unvollständige, irrelevante Information und sinnloses, nicht ziel-führendes Wissen führen zu Realitätsverlust: der Manager begreift - im buchstäblichen Sinne - nicht mehr, was dort draussen vorgeht. Ihm fehlen Trends, Kontexte, Kausalitäten, Muster.
Das Management sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Der Realitäts-Verlust wird zum Teufelskreis sobald man auf dieser Basis die Ziele, Maßnahmen und Aktivitäten der Zukunft definiert.
B - Was sind die Konsequenzen?
Der Top-Manager kann weder Chancen noch Gefahren rechtzeitig ausmachen. Er bewegt sich in einem Meer von Daten, Informationen und Wissen, kann aber dessen Relevanz für die zukünftige Entwicklung (für den zukünftigen Erfolg oder Mißerfolg) nicht mehr qualifizieren.
05 - (Nicht nur) Weisheit verödet
Die Weisheit des Managers (so sie existierte) verödet, da sie nicht kontinuierlich der Realität angepaßt wird, um ihr antizipativ vorausgehen zu können. Weisheit nämlich besteht aus Erfahrung, Wissen und Gesundem Menschenverstand.
Erfahrung, Wissen, Gesunder Menschenverstand aber muß man sich wie einen Muskel vorstellen. Sie brauchen Nahrung, um gesund, kräftig und relevant für den Körper und seine Fortbewegung bzw. Lebensfähigkeit zu bleiben. Sie brauchen Bewegung, Training und Herausforderungen (im Sinne des Grenzen-Hinausschiebens).
Wer rastet, der rostet. Dies gilt für Muskeln ebenso wie für die Weisheit (bestehend aus Erfahrung, Wissen, Gesunder Menschenverstand!).
Mit der schwindenden Weisheit verliert man die Entscheidungs-Kompetenz, Visions-Fähigkeit und Intuition. Selbst die Reflexe werden eingeschränkt, verlangsamen und verkümmern schließlich. Die Sinne (Augen, Ohren, Geschmacks- und Tastsinn) werden schwächer.
C - Was ist zu tun?
Dem Realitätsverlust geht der schleichende Realitätsentzug voraus. Dort muß man ansetzen. Der Top-Manager muß dem Realitätsentzug vorbeugen. Bei sich und allen anderen Mitarbeitern des Unternehmens.
Unternehmenskultur
Das Management muß eine Kultur der Offenheit, Transparenz, Meinungsfreiheit und Kritikfähigkeit schaffen. Alle Daten, Informationen, alles vorhandene und verfügbare Wissen muß jederzeit hinterfragt werden dürfen - von jeder Mitarbeiterin, jedem Mitarbeiter des Hauses.
Das Management muß Abteilungs- und Hierarchie-Silos niederreißen und Kooperation und Kollaboration zwischen Abteilungen, Einheiten und Ebenen fordern und fördern.
Das Management muß wieder an die Front, es muß den Kunden und seine Bedürfnisse und individuellen Sehnsüchte kennen, nicht nur seine aggregierten Probleme.
Bei sich selbst anfangen
Das Management muß erkennen, welche versteckten Realitätsentzieher an jeder Ecken - auch im eigenen Vorzimmer - lauern. Jede Kumulation, Aggregation, jeder Filter, jede Selektion muß kontinuierlich hinterfragt werden. Egal, ob es die Vorstandssitzung, die Marktforschung, die PR-Agentur, das Controlling oder das eigene Sekretariat, die persönliche Assistenz ist!
Das für ihn relevante Wissen muß der Manager selbst selektieren. Das ist eine seiner vornehmsten Aufgaben als Vorstand oder CEO.
Konversation statt Splendid Isolation
Das Management muß zum persönlichen Gespräch zurückfinden. Untereinander, auf den Fluren, in der Kantine, auf der Strasse, in der U-Bahn, mit dem Chauffeur.
Neugier und Serendipität als Tugend
Das Management muß Neugier und Serendipität als Tugend betrachten und offensiv pflegen - bei sich selbst und jeder Mitarbeiterin, jedem Mitarbeiter.
Das Wichtigste zum Schluß: Der Anfang von allem > Vorbild sein
Das Management muß in all diesen Punkten schillerndes und inspirierendes Vorbild sein. Das ist schwieriger als man denkt. Man muß Vorbild sein, ob man gesehen wird oder nicht. In jedem Moment, in jeder Situation. Man muß das leben, was man predigt. Walk the talk!
Nur dann kann man der Realität vorausgehen, sie erfolgreich formen, zum Wohle der Menschen und des Unternehmens!
(Inspired by "Warum Manager nicht twittern", Matthias Schwenk)
UPDATE
13. April, 23:16 Uhr > "Debatte über Unternehmenskultur: Die fiesen Rituale der Business-Elite", Spiegel. Via Sargnagelschmiede.
02. Mai
11:04 Uhr > "Wer sich heute im Job sicher fühlt, hat vergessen, wie man einen Frosch kocht.". Roland Kopp-Wichmann (der auch unten kommentiert) hat sozusagen mein obiges, einleitendes Frosch-Gleichnis auf alle Arbeitnehmer erweitert, die sich zu sicher fühlen in ihrem Job. Und er hat recht damit: "eine eindringliche Metapher, wie Menschen sich an verschlechternde Umstände gewöhnen, wenn die Veränderungen schrittweise - und nicht auf einmal - eintreten".
Man kann es nicht oft genug sagen. Es wird immer wichtiger, sich selbst/ständig infragezustellen und weiterzuentwickeln.
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Gute Nachrichten verheißt eine Artikel-Überschrift der FTD: "Deutsche Manager überdenken ihr Führungsverhalten".
Schön wäre es jedenfalls gewesen, wie sich im Artikel schließlich herausstellt.
Wiedereinmal stolpert eine Studie den Managern hinterher und bemüht sich, ihr Denken einzufangen. Eine schwierige Aufgabe, hat der Manager doch gelernt, sein wahres Gesicht zu verbergen, damit er nicht angreifbar wird. So auch hier.
Was aber bringt es, sich selbst und anderen etwas vorzumachen? Warum antworten die Manager immer noch wie es die soziale Erwünschheit verlangt und nicht, wie es die Ehrlichkeit gebietet? Wäre dies nicht der erste Schritt, um zu beweisen, daß man sein Führungsverhalten überdacht hat?
"68 Prozent der Top-Kräfte gaben an, sie würden in schwierigen Zeiten ihren Führungsstil überdenken. Ebenso viele betrachten die Krise als Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln." - was für ein, mit Verlaub, politisch korrekter Schwachsinn ist das denn? Eine "Krise als Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln"? An Euren Krisen sollt Ihr wachsen? Die Herausforderung war, erst gar keine Krise entstehen zu lassen!
Und nach all den Krisen, die wir schon hatten, haben sich fast 70% der Manager immer noch nicht "persönlich weiterentwickelt" und brauchen dafür die aktuelle Krise? Enttäuschend.
Die Befragten sehen Nachholbedarf - "allerdings vor allem bei den Kollegen. Rund 90 Prozent der Befragten
geben an, dass sie selbst "immer und unabhängig von Krisensituationen
ein offenes Ohr für ihre Mitarbeiter" hätten." Von wegen "überdenken ihr Führungsverhalten".
Es ist wirklich schade, daß dann doch wieder nichts aus der Krise gelernt wird. Denn es ist natürlich keine persönliche Krise. Man selbst hat wieder alles richtig gemacht, sich nichts vorzuwerfen.
Dabei gäbe es viel zu tun:
01 - Nachhaltig erfolgreiches Vorbild sein für Mitarbeiter, Kollegen, Vorgesetzte
02 - Die anderen behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte
03 - Über die Krise hinausblicken, sich nicht in die nächste sparen
04 - Das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden
05 - Eine Unternehmenskultur der Partizipation & Innovation kreieren
06 - Diese Kultur auch auf Kunden und Lieferanten übertragen
07 - Jeden Einzelnen (wieder) respektieren und ernstnehmen
08 - In Nutzen und Werten (und Visionen) denken
09 - Mut beweisen - die traditionellen Regeln brechen
10 - Mitarbeiter einstellen, die besser sind als man selbst
Outgrow Yourself, Inspire the World!
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Kurz vor Weihnachten und kurz nach Jack Wolfskin denkt man natürlich besonders gerne darüber nach, was den Menschen, die wir lieben, fehlt - und womit wir sie glücklich machen könnten.
(Anmerkung: Zum besseren Verständnis des Folgenden sei mein Artikel "Jack Wolfskin eröffnet den Abmahn-Herbst" empfohlen)
Oft wissen unsere CEOs ob ihres Tagesgeschäftes nicht, wo ihnen der Kopf steht und wie ihnen geschieht: - pausenlos will die Sekretärin das Diktat der letzten Woche fortsetzen,
- der Produktionsleiter steht seit Stunden vor der Tür,
- die Säcke mit den Leserbriefen sind unbeantwortet,
- der in Indien zentralisierte Kundenservice hat die eMails noch nicht ausgedruckt und gefaxt,
- der Social Media Experte läßt nicht locker, obwohl man selbst doch aus Erfahrung weiß, daß 'Social' und 'Media' unüberwindbare Gegensätze sind,
- der PR-Agent hat die wöchentlichen Clippings noch nicht präsentiert,
- die Rechtsberatung berät sich noch.
Man hat also alles, außer Zeit, sich selbst infragezustellen, Zeit, darüber nachzudenken, was denn so richtig schlecht läuft und die Marke - und damit das Unternehmen und einen selbst - den Kopf kosten könnte.
Wir wissen nicht, was der freundliche Guru empfiehlt ...
... wir aber empfehlen: Drei Dinge nur braucht der CEO von Welt in diesen Tagen, um Fährnisse antizipieren, Beratervorschläge volley retournieren und unwiderstehliche Konsum-Bedürfnisse kreieren zu können:
1 - Achtsamkeit für Empathie
Tatsächlich sind wir alle von Natur aus empathisch - sonst wären wir längst ausgestorben. (Leider meinen heutige Manager, dies sei Luxus in Zeiten der Marktforschung, der Agenturen und Berater aller Couleur - sie werden wohl wirklich aussterben.)
Wir müssen also zuallererst nur(!) wieder unsere Sinne schärfen, sensibler, aufmerksamer, achtsamer werden!
2 - Fähigkeit zur Interaktion
Kommunikation, auch dies sei mancher Agentur und manchem Experten gesagt, funktioniert nur auf Augenhöhe. Denn es geht nicht allein um das gehört oder verstanden werden (oder gar nur die Kontakt-Chance!), man muß auch überzeugen! Man muß die Menschen erreichen, ihr Herz, ihr Hirn, ihren Bauch!
Kommunikation ist heute mehr als Werbung und PR. Kommunikation ist Interaktion jeder Unternehmens-Faser mit jedem einzelnen (potentiellen) Konsumenten.
Gerade dort, an der Schnittstelle von Individuum und Marke, sollte man sich bewußt machen, daß man nie alleine ist! Und ist es nicht das eigene Gewissen, das eigene Rückgrat, die eigene Ethik, so sind es immer die ungeschriebenen Gesetze der Menschen, die Marke und Unternehmen auf Schritt und Tritt, Wort für Wort begleiten.
3 - Intuition für Gegenseitigkeit
Behandle andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest - mehr muß man an dieser Stelle nicht sagen! Egal, ob Mensch, Marke oder Manager!
Entwickle Erfahrungen - die Basis der Intuition - für die Ängste und Sehnsüchte der Menschen. Lies ihnen ihre Wünsche von den Augen ab. Enttäusche sie nicht. Gib ihnen, damit sie zurückgeben können.
Bedenke, daß der Preis der Ware das Geringste ist, was die Menschen geben. Erarbeite Dir ihre Loyalität, ihr Vertrauen, enttäusche es nicht. Enttäusche sie nicht!
Inspiriere die Menschen (in Worten und in Taten) derart, daß sie sich gerne für Deine Marke engagieren (in Worten und in Taten)! Bedenke, sie könnten Deine Botschafter, Innovatoren und Co-Kreatoren sein!
3 Geschenke, die nicht viel kosten, aber jedes Unternehmen und jeden Manager auf die Zukunft und den neuen Konsumenten vorbereiten!
3 Geschenke, die der neuen Unabhängigkeit, Individualität und Ungeduld der Menschen vorbildhaft vorangehen.
3 Geschenke, die kein Berater im Rucksack hat, denn die kann er nicht verkaufen!
> "Der kleine Jack und die PISA-Studie 2009" , fixmbr.
> "Jack Wolfskin: Die meinen das ernst" , 50hz.
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Wie schnell wir Opfer unserer eigenen Welt, unserer Perspektiven und Vorurteile werden können, zeigt ein Artikel der mediaclinique: "Wedekind, Westerwelle und die "kulturell und menschlich wertvollen Gruppierungen"".
Es ist mehr als sinnvoll, sich selbst, seine Einstellungen, seine Konzepte von Welt, Gesellschaft und eigenem Handeln regelmäßig infragezustellen. Dazu bedarf es eines Eichmaßstabes, der sich idealerweise an ungeschriebenen, ewigen Gesetzen mißt und nicht an den momentanen Moden und Vorlieben der Führung im Unternehmen (im Kleinen) oder der Führung von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien (im Großen).
Am wichtigsten jedoch ist diese Übung für all jene, die sie am seltensten wagen: die Lehrer und Professoren, die uns - nicht nur für Schule und Beruf, sondern das Leben als Ganzes - bilden sollen. Bilden und entwickeln, formen, auf daß wir uns nicht mehr formen lassen.
Die Suche nach den ungeschriebenen Gesetzen übrigens ist eine Suche nach und in uns selbst, nach der Moral und Ethik, die uns unsere Eltern, unsere Erziehung, die Straße, die wir runterrannten und die Bücher, die wir lasen, mit auf die Lebensreise gaben.
Wir erinnern uns nicht mehr?
Dann wird es Zeit, in uns zu gehen. Zeit zur Reflexion - und zur Reinkarnation des einst gekannten, einst geliebten, einst gelebten.
Zeit, wieder der Kultur zum Siege zu verhelfen, die uns überlebensgroß machte, aber auch bescheiden, die nicht auf äußere, sondern innere Werte setzte, die nicht allein gewinnen, sondern durch den Wettstreit aller alle gleich- und gemeinsam voranbringen wollte.
Sieger und Verlierer wurden gleichsam gefeiert. Das Spiel zählte, die Unterhaltung und die Spannung. Die Kraft, und nicht die Macht. Die Weisheit, und nicht die Cleverness. Das Hinausschieben von Grenzen, die Entwicklung, der Fortschritt.
Seien wir achtsam, hinterfragen wird das Gegebene, das allzu Gewohnte. Machen wir es uns nicht allzu einfach. Denken wir doch einfach mit ... und voraus. Einfach zweimal - bevor wir reden, schreiben, handeln.
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Ein kurzer Gruß, wenn man jemanden in den Bürofluren zum ersten Mal am Tage sieht. Ein Lächeln. Alles wird gut. Oder: Man wundert sich, wenn einem kein Lächeln, sondern Mißmut entgegenstrahlt, denkt sich aber nichts mehr dabei, geht weiter. Man hat stillschweigend die Kultur dieser Umgebung akzeptiert.
Nichtsdestotrotz speichert man irgendwo im Reptiliengehirn oder lymbischen System, irgendwo tief unten, verborgen, nur den Gefühlen und der Intuition zugänglich, diese Begegnung: X grüßt nicht, X ist eigentlich immer unfreundlich, schlecht gelaunt, mißmutig ...
Dabei wäre es doch so einfach, mit einem Lächeln auf den Lippen durch die Gänge zu gehen. Man muß sich nicht verstellen. Ganz im Gegenteil: wenn man nicht aus sich heraus lächelt, merkt das jeder, und man sollte vielmehr darüber nachdenken, warum man selbst nicht lächelt, grüßt, gute Laune hat!
Egal, wo wir in den USA waren, in kleinen Dörfern wie Boulder City, in
Großstädten wie LA, SF, Las Vegas oder Chicago, überall wurde gegrüßt,
kurz genickt, gelächelt, waren die Menschen freundlich.
Natürlich grüßt
nicht jeder jeden, aber doch so viele, daß es auffällt, daß die andere
Mentalität, die höhere Freundlichkeit, das Interesse am anderen
durchkommt - oder nur das Eigeninteresse, daß man allein zurückgegrüßt
wird, wenn man selbst zuerst grüßt.
Hier in Deutschland hat das Grüßen schon lange aufgehört. Die Alten wundern sich manchmal noch darüber, denn früher war es die normalste Sache der Welt. Heute ist Unfreundlichkeit und Gleichgültigkeit die normalste Sache der Welt.
Interessant dabei: man bemerkt immer nur den Unterschied! Will heißen, wenn einige wenige noch lächeln, gibt es Hoffnung, man kann bemerken, daß etwas nicht stimmt, man kann etwas ändern, zum Guten wenden.
Wenn keiner mehr grüßt und lächelt, fällt es bald gar nicht mehr auf, daß Stimmung und Kultur am Boden sind - und es ist egal, ob dies auf dem Büroflur oder auf der Straße passiert.
In San Francisco gab es übrigens eine interessante Ausnahme: in der City Hall hat niemand der Beamten, Politiker oder Lobbyisten uns oder andere gegrüßt!
Lächeln und Grüßen schadet nicht, gute Laune schadet nicht. Sie kann sogar anstecken. Sie versüßt den Tag, den man mit ihr beginnt. Sie erlaubt Höhenflüge und färbt manches Grau in den Farben der Jahreszeiten, wie wir sie noch aus Büchern kennen.
Lächeln gibt Geborgenheit, gibt Sicherheit und Motivation. Man kann kreativer und innovativer, man kann mutiger und aufmerksamer sein, man ist konzentrierter und fokussierter.
Bekommt man dieses Lächeln unaufgefordert und nicht als Reaktion auf das eigene, bekommt man es von einem Unbekannten und/oder Vorgesetzten, kann es zu Höchstleistungen anspornen. Man fühlt, daß man heute alles schaffen kann.
Wenn niemand mehr lächelt, weiß man, daß alles verloren ist, nichts mehr gelingt, jede weitere Anstrengung überflüssig und wertlos ist.
Wir haben es in der Hand, was wir aus unserem Leben und dem der uns Nächsten machen! Entscheiden wir weise!
Oder probieren Sie es doch einfach aus!
1 - Aus dem Büro auf den Flur gehen und jeden grüßen, den man heute noch nicht begrüßt hat.
2 - Auf dem Weg nach Hause heute im Fahrstuhl lächeln, in den fremden Fluren, im Bus, der Bahn.
3 - Auf dem Weg nach Hause die Nachbarn grüßen.
4 - Morgen wieder rückwärts bis 1) so beginnen und im Büro zuallererst eine Runde durch den ganzen Flur und seine Büros drehen und allen lächelnd einen Guten Morgen wünschen. En passant. Zurückhaltend.
5 - Lassen Sie dies alles zur angenehmen Gewohnheit werden und bemerken Sie, wie sich die Welt um Sie herum verändert.
6 - Funktioniert auch bei Männern!
> "Wiedeking - ein Abgang mit Stil".
Plus > "Wolfgang Porsche opfert seine Dame", handelsblatt. > "Die pseudogeneröse Lösung", wiwo.
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(Eine Zitaten-Reihe in loser Folge. Die Zitate werden nicht infragegestellt, sondern sollen Anreiz zur Reflexion sein.)
Heute:
Cem Basman, (IT-)Berater, Entrepreneur, Blogger, Gründer der Microblogging Conference MBC:
“Ich vereinfache mein Leben. Befreie meinen Kopf.
Fange an, mich auf das
zu konzentrieren, was mir wichtig ist.
Was meine Aufgabe ist.”
Quelle: Cems Blog 'Sprechblase', Post: "Ich fahre Rad".
Das Zitat und die Überschrift 'Ich fahre Rad' kann man natürlich verstehen, wie der durchschnittliche Manager und Politiker, der Rad fährt und sich einen Goldenen Lenker verdient, der sein Leben vereinfacht, indem er über Leichen geht und sich auf das Geld- und Macht-Anhäufen konzentriert.
Tatsächlich aber verstehe ich dieses Zitat als die in Jahren gewachsene Erkenntnis eines Menschen, daß es Wichtigeres da draussen gibt als den kurzfristig-subjektiven Materialismus. Daß es Sinn(!) macht, sich dem langfristig-objektiven Idealismus zuzuwenden. Und sei es nur zur Maximierung der eigenen, inneren Zufriedenheit.
Diese innere Zufriedenheit würde auch unseren Managern und Politikern und im Grunde uns allen gut zu Gesichte stehen, sorgte sie doch für die Abkehr von der Hyperaktivität, von der Reaktion, vom Opportunismus und den Versuchen, es jedem recht machen zu wollen - und damit dann wieder keinem.
Unsere Aufgabe ist größer als wir selbst. Sie löst nicht nur unsere eigenen Probleme, befriedigt nicht nur unsere eigenen Bedürfnisse, sondern inspiriert auch die Menschen um uns herum, sich infragezustellen, einen Unterschied zu machen, über sich hinauszuwachsen.
Die größte Herausforderung ist, unsere Aufgabe zu finden. Denn die meisten sind auch ohne zufrieden, denken sie.
> No.04: Seth Godin
> No.03: Marissa Mayer
> No.02: Franz Xaver Kroetz
> No.01: Burkhard Schwenker
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"Empathy is Growth" überschreibt Dev Patnalk seinen BusinessWeek-Artikel. Gut, daß er so denkt, denn die rsc // intuition/company® ist "ein empathischer, intuitiv antizipierender, Wert(e) kreierender Erfolgs-Organismus mit Hirn, Herz und Bauch".
"The benefits of empathy in business - and what happens if you don't have it - can best be seen in the tales of two major product launches from the same company: the Xbox and Zune from Microsoft", faßt Dev seinen Artikel zusammen.
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Bill Buxton, Microsoft Research Principal Scientist, beschreibt, wie er innovativ und kreativ bleibt. Er unterstreicht damit auch die rsc Philosophie und soll hier zitiert werden:
1 - "Always be bad at something that you are passionate about."
"By this, I really mean two things: always be a beginner at something, and always be in love with what you are beginning."
(Anmerkung: Being a Beginner wird in Deutschland meist falsch verstanden. Dies bedeutet nichts laienhaftes, sondern die kindliche Neugier, das offene Herangehen an neue Themen, der unverstellte und nicht betriebsblinde Blick. Dies ist immens wichtig, um Neues zu entdecken und neue Wege beschreiten zu können.)
2 - "You can be everything in your life - just not all at once."
3 - "When you get good at one skill, drop another in which you have achieved competence in order to make room for a new passion at which you are - yet again - bad."
4 - "Life is too short to waste on bad teachers and inefficient learning."
"When you decide that you want to learn something, do your homework and find the best person in the world that you can possibly convince to teach you. It is amazing how far true passion, willingness, and dedication will take you when approaching mentors that you might otherwise consider unapproachable. Keep this in mind if and when someone approaches you for help with a newfound passion!
For instance, when at age 40 I decided that I wanted to ride
competitively (never having been on a horse), I somehow convinced the
top Canadian rider from the Los Angeles Olympics to coach me. I stated
my desire to see if I could qualify for the Olympics, and then
mentioned that I had neither horse nor saddle. She laughed, but she
also took me on, and what I learned over the next decade not only got
me on the talent squad of the national team, it helped my other work in
a myriad of subtle and unexpected ways."
"What better way to cultivate the full potential of our creativity than
by sustaining the passion, curiosity, delight, energy, and enthusiasm
of the beginner, coupled with the wisdom and experience of the expert?"
> Original-Artikel in der BusinessWeek "How to Keep Innovating"
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Die Augen offen zu halten, achtsam zu sein, während man durch die Straßen und Büroflure geht, eilt, hetzt - dabei zu entschleunigen, zu sehen, was es zu sehen gibt, zu inhalieren, was Trend werden könnte oder was als Lösung eines aktuellen Problemes im Gedankenblitz an Dir vorüberzieht -, das ist die Kunst, die wir heutzutage beherrschen müssen.
Was gibt es zu sehen? Alles - und Nichts - es kommt auf den Betrachter an. Hier hilft nur Offenheit, Achtsamkeit und Üben, Üben, Üben.
Hier jedenfalls, in der New York Times, sehen wir ein paar Shots aus den Straßen New Yorks. Sie sollen dafür sensibilisieren, die Augen auch im eigenen Umfeld einfach mal zu öffnen, den Kopf zu heben und zu inhalieren, was wirklich um einen herum vorgeht. Wir nennen es das Leben.
IN NEW YORK, THE ART OUTSIDE - SLIDE SHOW (14)
- ROBERT CAPLIN FOR THE NEW YORK TIMES
> slide show in der New York Times online sehen picture courtesy robert caplin
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as a result of his mit professorship and a five-year research initiative 'inventing the organizations of the 21st century' thomas w. malone wrote 'the future of work'.
"we are, it seems, at the verge of a new world of work, in which many organizations will no longer have a center at all - or, more precisely, in which they'll have almost as many 'centers' as they have people."
(why? because, according to thomas, new information technology like the internet will relentlessly reduce communication cost. and with no, or very low, cost everybody will be able to communicate with everybody else, so why need centers as we know them?)
"maybe there is some deep tie between the unusually decentralized nature of the internet and its amazing growth, flexibility, and innovativeness.
what if we could somehow harness this kind of energy for other kinds of business purposes? just think how much intelligence, energy, and creativity we might unleash!"
"for the first time in history, technologies allow us to gain the economic benefits of large organizations, like economies of scale and knowledge, without giving up the human benefits of small ones, like freedom, creativity, motivation, and flexibility." ...
"and the increasing importance of knowledge work makes motivation, creativity, and flexibility more important than ever." ... "we will need to know how to imagine new possibilities, how to artfully combine the benefits of centralization with those of decentralization, and how to think differently about management."
"when people are making their own decisions, for instance, rather than just following orders, they often work harder and show more dedication and more creativity."
"let's decentralize decision making whereever possible, but ... we must balance decentralized decision making with central strategy and common customer focus."
what are the success's prerogatives?
1) you have to know what you really want!
2) you need to have values!
3) you have to have trust!
re 1) "without some sense of what you want, you can't make sensible choices in the first place. and if you don't think carefully about what really matters to you, it's very easy to become confused and distracted by things that don't really matter much."
re 2) "if you want to create a business that truly inspires loyalty and commitment from your employees, customers, and others, you need to appeal to more of their human values than just the economic ones.
if you really want to take advantage of a decentralized organization's ability to harness people's deep motivation and creativity, you nee to appeal to what truly matters to those people."
re 3) "we need to shift our thinking from command-and-control to coordinate-and-cultivate. ... when you coordinate, you organize work so that good things happen, whether you are in control or not. ... coordination focuses on the activities that need to be accomplished and the relationships among them." ... "to cultivate something successfully - whether it's your farm, your garden, your child, or your organization - you need to understand and respect its natural tendencies at the same time that you try to shape it in ways you value."
as it seems, again, everything starts with yourself, you have to know what you really want. you have to have values. you have to be kind of a role model for your environment.
and you must be able to let go. you must trust. you have to delegate. you must empower people. you. you. you. now.
or accept that the people at the top have to do the thinking and changing for you.
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you must read this book. you will know why 'at the blink of an eye'. no, not because the cover looks persuading and feels good in your hand, but because of malcolm´s photo in his blog: great hair. warm, yet modern colors. a boyish smile. a crazy scientist? einstein junior? a reggae musician? malcolm mclaren?
okay, as "we live in a world that assumes that the quality of a decision is directly related to the time and effort that went into making it" (as malcolm gladwell writes), you better imagine me having read all the thousands of articles about (and of course those written by) him and then, after 'walking over to amazon', buying 'the tipping point' and 'blink', reading them, finally starting to write these lines.
GREATNESS IN LEADERSHIP AND LIFE
one of my core beliefs as a leadership consultant is that we should not primarely be interested in developing good 'managers', but focus on good men and women, because i think this is what leadership is all about: great leaders are great men or women. they set an example and act as role models - without thinking about it. they just are. and one realizes that at the blink of an eye.
that is why i am convinced you have to read malcolm´s book. to work towards your own greatness. in leadership and life.
it is, i am sure, all about our 'n-intuition' (my abbreviation for 'we do not believe in intuition', not malcom´s), our little everyday ignorances, our lack of knowing ourselves, our distrust in our own and our fellows´, colleagues´ and superiors´ feelings and first impressions, and deceiving ourselves and our environment, what makes life more difficult than it really is.
but we can ease our lifes: "our first impressions are generated by our experiences and our environment, which means that we can change our first impressions - we can change the way we thin-slice - by changing the experiences that comprise those impressions."
SUCCESS IN LIFE
not just future leaders, but everybody, can learn a lot here - not just because everybody´s life is all about 'managing' difficult situations and making tough decisions every day.
learn about decision making, eg: "there are, i think, two important lessons here. the first is that truly successful decision making relies on the balance between deliberate and instinctive thinking. ... deliberate thinking is a wonderful tool when we have the luxury of time, the help of a computer, and a clearly defined task, and the fruits of that type of analysis can set the stage for rapid cognition. ...
the second lesson is that in good decision making, frugality matters. ... took a complex problem and reduced it to ist simplest elements: even the most complicated relationships and problems, ..., have an identifiable underlying pattern."
learn about stress and what happens to us, eg: "i think that we become temporarily autistic also in situations when we run out of time." ... "extreme visual clarity, tunnel vision, diminished sound, and the sense that time is slowing down. this is how the human body reacts to extreme stress, and it makes sense."
learn about experts and amateurs, eg: "when we become expert in something, our tastes grow more esoteric and complex. what i mean is that it is really only experts who are able to reliably account for their reactions."
DAILY BUSINESS OF (NOT SO) ORDINARY PEOPLE TEACHES MANAGERS
malcolm gladwell does not speak about managers, he speaks about leaders, about firefighters, nurses, doctors, musicians, car salesmen and soldiers. and that is why managers can learn a lot there: managers face the same stressful situations, but they do not know, they cannot imagine. they lose context and thereby their sound judgement. they too much try to understand rationally what they are doing, instead of just doing it.
"... the truth is that for the most important decisions, there can be no certainty."
EMBRACE THE VALUE OF THE 'BLINK IN THE EYE'
enjoy the context from where i extracted the quotes and start thinking and changing. embrace change! there is so much to gain. time, insight, empathy, intuition, sense, wisdom.
"i believe - and i hope that by the end of this book you will believe it as well - that the task of making sense of ourselves and our behavior requires that we acknowledge that there can be as much value in the blink of an eye as in months of rational analysis." - malcolm gladwell.
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