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Kurz vor Weihnachten und kurz nach Jack Wolfskin denkt man natürlich besonders gerne darüber nach, was den Menschen, die wir lieben, fehlt - und womit wir sie glücklich machen könnten.
(Anmerkung: Zum besseren Verständnis des Folgenden sei mein Artikel "Jack Wolfskin eröffnet den Abmahn-Herbst" empfohlen)
Oft wissen unsere CEOs ob ihres Tagesgeschäftes nicht, wo ihnen der Kopf steht und wie ihnen geschieht: - pausenlos will die Sekretärin das Diktat der letzten Woche fortsetzen,
- der Produktionsleiter steht seit Stunden vor der Tür,
- die Säcke mit den Leserbriefen sind unbeantwortet,
- der in Indien zentralisierte Kundenservice hat die eMails noch nicht ausgedruckt und gefaxt,
- der Social Media Experte läßt nicht locker, obwohl man selbst doch aus Erfahrung weiß, daß 'Social' und 'Media' unüberwindbare Gegensätze sind,
- der PR-Agent hat die wöchentlichen Clippings noch nicht präsentiert,
- die Rechtsberatung berät sich noch.
Man hat also alles, außer Zeit, sich selbst infragezustellen, Zeit, darüber nachzudenken, was denn so richtig schlecht läuft und die Marke - und damit das Unternehmen und einen selbst - den Kopf kosten könnte.
Wir wissen nicht, was der freundliche Guru empfiehlt ...
... wir aber empfehlen: Drei Dinge nur braucht der CEO von Welt in diesen Tagen, um Fährnisse antizipieren, Beratervorschläge volley retournieren und unwiderstehliche Konsum-Bedürfnisse kreieren zu können:
1 - Achtsamkeit für Empathie
Tatsächlich sind wir alle von Natur aus empathisch - sonst wären wir längst ausgestorben. (Leider meinen heutige Manager, dies sei Luxus in Zeiten der Marktforschung, der Agenturen und Berater aller Couleur - sie werden wohl wirklich aussterben.)
Wir müssen also zuallererst nur(!) wieder unsere Sinne schärfen, sensibler, aufmerksamer, achtsamer werden!
2 - Fähigkeit zur Interaktion
Kommunikation, auch dies sei mancher Agentur und manchem Experten gesagt, funktioniert nur auf Augenhöhe. Denn es geht nicht allein um das gehört oder verstanden werden (oder gar nur die Kontakt-Chance!), man muß auch überzeugen! Man muß die Menschen erreichen, ihr Herz, ihr Hirn, ihren Bauch!
Kommunikation ist heute mehr als Werbung und PR. Kommunikation ist Interaktion jeder Unternehmens-Faser mit jedem einzelnen (potentiellen) Konsumenten.
Gerade dort, an der Schnittstelle von Individuum und Marke, sollte man sich bewußt machen, daß man nie alleine ist! Und ist es nicht das eigene Gewissen, das eigene Rückgrat, die eigene Ethik, so sind es immer die ungeschriebenen Gesetze der Menschen, die Marke und Unternehmen auf Schritt und Tritt, Wort für Wort begleiten.
3 - Intuition für Gegenseitigkeit
Behandle andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest - mehr muß man an dieser Stelle nicht sagen! Egal, ob Mensch, Marke oder Manager!
Entwickle Erfahrungen - die Basis der Intuition - für die Ängste und Sehnsüchte der Menschen. Lies ihnen ihre Wünsche von den Augen ab. Enttäusche sie nicht. Gib ihnen, damit sie zurückgeben können.
Bedenke, daß der Preis der Ware das Geringste ist, was die Menschen geben. Erarbeite Dir ihre Loyalität, ihr Vertrauen, enttäusche es nicht. Enttäusche sie nicht!
Inspiriere die Menschen (in Worten und in Taten) derart, daß sie sich gerne für Deine Marke engagieren (in Worten und in Taten)! Bedenke, sie könnten Deine Botschafter, Innovatoren und Co-Kreatoren sein!
3 Geschenke, die nicht viel kosten, aber jedes Unternehmen und jeden Manager auf die Zukunft und den neuen Konsumenten vorbereiten!
3 Geschenke, die der neuen Unabhängigkeit, Individualität und Ungeduld der Menschen vorbildhaft vorangehen.
3 Geschenke, die kein Berater im Rucksack hat, denn die kann er nicht verkaufen!
> "Der kleine Jack und die PISA-Studie 2009" , fixmbr.
> "Jack Wolfskin: Die meinen das ernst" , 50hz.
22:38 | Permalink | Comments (2) | TrackBack (1)
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Wie schnell wir Opfer unserer eigenen Welt, unserer Perspektiven und Vorurteile werden können, zeigt ein Artikel der mediaclinique: "Wedekind, Westerwelle und die "kulturell und menschlich wertvollen Gruppierungen"".
Es ist mehr als sinnvoll, sich selbst, seine Einstellungen, seine Konzepte von Welt, Gesellschaft und eigenem Handeln regelmäßig infragezustellen. Dazu bedarf es eines Eichmaßstabes, der sich idealerweise an ungeschriebenen, ewigen Gesetzen mißt und nicht an den momentanen Moden und Vorlieben der Führung im Unternehmen (im Kleinen) oder der Führung von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien (im Großen).
Am wichtigsten jedoch ist diese Übung für all jene, die sie am seltensten wagen: die Lehrer und Professoren, die uns - nicht nur für Schule und Beruf, sondern das Leben als Ganzes - bilden sollen. Bilden und entwickeln, formen, auf daß wir uns nicht mehr formen lassen.
Die Suche nach den ungeschriebenen Gesetzen übrigens ist eine Suche nach und in uns selbst, nach der Moral und Ethik, die uns unsere Eltern, unsere Erziehung, die Straße, die wir runterrannten und die Bücher, die wir lasen, mit auf die Lebensreise gaben.
Wir erinnern uns nicht mehr?
Dann wird es Zeit, in uns zu gehen. Zeit zur Reflexion - und zur Reinkarnation des einst gekannten, einst geliebten, einst gelebten.
Zeit, wieder der Kultur zum Siege zu verhelfen, die uns überlebensgroß machte, aber auch bescheiden, die nicht auf äußere, sondern innere Werte setzte, die nicht allein gewinnen, sondern durch den Wettstreit aller alle gleich- und gemeinsam voranbringen wollte.
Sieger und Verlierer wurden gleichsam gefeiert. Das Spiel zählte, die Unterhaltung und die Spannung. Die Kraft, und nicht die Macht. Die Weisheit, und nicht die Cleverness. Das Hinausschieben von Grenzen, die Entwicklung, der Fortschritt.
Seien wir achtsam, hinterfragen wird das Gegebene, das allzu Gewohnte. Machen wir es uns nicht allzu einfach. Denken wir doch einfach mit ... und voraus. Einfach zweimal - bevor wir reden, schreiben, handeln.
15:56 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Ein kurzer Gruß, wenn man jemanden in den Bürofluren zum ersten Mal am Tage sieht. Ein Lächeln. Alles wird gut. Oder: Man wundert sich, wenn einem kein Lächeln, sondern Mißmut entgegenstrahlt, denkt sich aber nichts mehr dabei, geht weiter. Man hat stillschweigend die Kultur dieser Umgebung akzeptiert.
Nichtsdestotrotz speichert man irgendwo im Reptiliengehirn oder lymbischen System, irgendwo tief unten, verborgen, nur den Gefühlen und der Intuition zugänglich, diese Begegnung: X grüßt nicht, X ist eigentlich immer unfreundlich, schlecht gelaunt, mißmutig ...
Dabei wäre es doch so einfach, mit einem Lächeln auf den Lippen durch die Gänge zu gehen. Man muß sich nicht verstellen. Ganz im Gegenteil: wenn man nicht aus sich heraus lächelt, merkt das jeder, und man sollte vielmehr darüber nachdenken, warum man selbst nicht lächelt, grüßt, gute Laune hat!
Egal, wo wir in den USA waren, in kleinen Dörfern wie Boulder City, in
Großstädten wie LA, SF, Las Vegas oder Chicago, überall wurde gegrüßt,
kurz genickt, gelächelt, waren die Menschen freundlich.
Natürlich grüßt
nicht jeder jeden, aber doch so viele, daß es auffällt, daß die andere
Mentalität, die höhere Freundlichkeit, das Interesse am anderen
durchkommt - oder nur das Eigeninteresse, daß man allein zurückgegrüßt
wird, wenn man selbst zuerst grüßt.
Hier in Deutschland hat das Grüßen schon lange aufgehört. Die Alten wundern sich manchmal noch darüber, denn früher war es die normalste Sache der Welt. Heute ist Unfreundlichkeit und Gleichgültigkeit die normalste Sache der Welt.
Interessant dabei: man bemerkt immer nur den Unterschied! Will heißen, wenn einige wenige noch lächeln, gibt es Hoffnung, man kann bemerken, daß etwas nicht stimmt, man kann etwas ändern, zum Guten wenden.
Wenn keiner mehr grüßt und lächelt, fällt es bald gar nicht mehr auf, daß Stimmung und Kultur am Boden sind - und es ist egal, ob dies auf dem Büroflur oder auf der Straße passiert.
In San Francisco gab es übrigens eine interessante Ausnahme: in der City Hall hat niemand der Beamten, Politiker oder Lobbyisten uns oder andere gegrüßt!
Lächeln und Grüßen schadet nicht, gute Laune schadet nicht. Sie kann sogar anstecken. Sie versüßt den Tag, den man mit ihr beginnt. Sie erlaubt Höhenflüge und färbt manches Grau in den Farben der Jahreszeiten, wie wir sie noch aus Büchern kennen.
Lächeln gibt Geborgenheit, gibt Sicherheit und Motivation. Man kann kreativer und innovativer, man kann mutiger und aufmerksamer sein, man ist konzentrierter und fokussierter.
Bekommt man dieses Lächeln unaufgefordert und nicht als Reaktion auf das eigene, bekommt man es von einem Unbekannten und/oder Vorgesetzten, kann es zu Höchstleistungen anspornen. Man fühlt, daß man heute alles schaffen kann.
Wenn niemand mehr lächelt, weiß man, daß alles verloren ist, nichts mehr gelingt, jede weitere Anstrengung überflüssig und wertlos ist.
Wir haben es in der Hand, was wir aus unserem Leben und dem der uns Nächsten machen! Entscheiden wir weise!
Oder probieren Sie es doch einfach aus!
1 - Aus dem Büro auf den Flur gehen und jeden grüßen, den man heute noch nicht begrüßt hat.
2 - Auf dem Weg nach Hause heute im Fahrstuhl lächeln, in den fremden Fluren, im Bus, der Bahn.
3 - Auf dem Weg nach Hause die Nachbarn grüßen.
4 - Morgen wieder rückwärts bis 1) so beginnen und im Büro zuallererst eine Runde durch den ganzen Flur und seine Büros drehen und allen lächelnd einen Guten Morgen wünschen. En passant. Zurückhaltend.
5 - Lassen Sie dies alles zur angenehmen Gewohnheit werden und bemerken Sie, wie sich die Welt um Sie herum verändert.
6 - Funktioniert auch bei Männern!
12:57 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Eine Umfrage unter Führungskräften besagt, daß es Managern "in erster Linie um die Sache" geht, nicht ums Geld.
"Managern geht es in erster Linie um die Anerkennung ihrer Arbeit", sagt Johannes Graf von Schmettow (47), der Zehnder-Deutschland-Chef. "Monetäre Anreize spielen vor allem als Ausdruck dieser Anerkennung eine Rolle", schreibt der Spiegel später. Übersetzt: Ich brauche kein Geld, Anerkennung ist mir wichtiger. Geld ist doch nur deren Währung.
Diese Logik sagt zumindest mir, daß es dann doch wieder allein um das liebe Geld geht - denn wie sonst äußert sich Anerkennung heutzutage? Die Vorgesetzten sind weit entrückt, sie führen remote (also eigentlich gar nicht), weil sie einfach keine Zeit(!) haben (für die wichtigste Aufgabe des Leaderships).
In welcher Welt vor allem leben wir, in der der Vorgesetzte kein Vorbild mehr ist, von dem man lernen (zB. daß Anerkennung von außen überhaupt nicht wichtig ist) und mental profitieren kann!
Anscheinend lebt keiner der befragten Manager in einem entsprechenden Umfeld, hat keiner gelernt, daß die Belohung für eine befriedigende Tätigkeit aus der Tätigkeit selbst resultiert und nicht aus ihrer Bezahlung!
Zu einfach gedacht? Nicht mehr zeitgemäß? An den Realitäten vorbei gedacht? Nun, zu einfach bestimmt nicht, denn die Intrinsik der Belohnung hat sehr viel mit der Sinnhaftigkeit einer Aufgabe zu tun, mit der Erkenntnis, zu welchem Großen und Ganzen gerade mein Part beiträgt. Dies zu übermitteln ist Aufgabe des Umfeldes aus Vorgesetztem, Unternehmens-Kultur und -Management.
Dies ist gar nicht so schwierig, ist es doch nur eine pure Kommunikationsübung! Das Problem ist, daß nur die Allerwenigsten heute noch den Sinn einer Aufgabe transportieren können (da sie ihn meist selbst nicht kennen bzw. sie ihn nicht vermissen). Wenn dem aber so ist, sollte man die Aufgabe selbst infragestellen!
Nicht mehr zeitgemäß? An den Realitäten vorbei gedacht? Genau das ist das nächste Problem: Wir haben verlernt, eine Aufgabe ganzheitlich zu verstehen! Geld belohnt nicht den ständigen Versuch, die Qualität der Lösung zu verbessern, sondern bewirkt das Gegenteil: wir wollen immer mehr Geld für immer weniger Leistung, denn wir gewöhnen uns innerhalb von 4 Wochen an die letzte Gehaltserhöhung. Wir befinden uns längst in einem Teufelskreis des Weniger für immer Mehr. Diese Denke hat uns an den Abgrund geführt. Und wie es aussieht, stehen wir dort immer noch - tatenlos und geldzählend!
Was Manager wirklich wollen, kann man nicht aus schönen Studien ablesen, sondern nur aus ihrem tagtäglichen Handeln - und dieses zeigt uns, wie weit wir wirklich von den schönfärbenden Ergebnissen der Studie entfernt sind.
Arbeit muß wieder Spaß machen, sie muß einen Sinn haben - für uns selbst und für den, der unsere Leistung bezieht, sei es der Konsument, ein Kunde oder der nächste Prozess in unserem Unternehmen. Unser alleiniges Ziel muß sein, immer 100%ige Qualität zu liefern, diese ständig infragezustellen und ständig zu verbessern. Unser Ziel muß sein, erst zufrieden zu sein, wenn man begeistert ist, wie ich mal so schön sagte - denn das ist dann die wahre Belohnung, von innen heraus, die uns länger wärmt als das ganze Geld am Monatsende.
Natürlich ist Geld wichtig. Wird es aber zum wichtigsten Teil unseres Lebens, ist das ganze Geld nichts mehr wert! Der primäre Blick auf das Geld macht uns käuflich, korrumpiert unsere Bemühungen, stiehlt uns unser Rückgrat.
Dieses Rückgrat aber erschafft herausragende Produkte, geht neue Wege, eröffnet neue Horizonte. Unser Rückgrat sorgt für unseren Wohlstand, nicht unsere Gier nach immer mehr Geld!
10:29 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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> "Wiedeking - ein Abgang mit Stil".
Plus > "Wolfgang Porsche opfert seine Dame", handelsblatt. > "Die pseudogeneröse Lösung", wiwo.
10:46 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Interessante Einsichten: "Seth Godin, Blogger: An Interview" (ausnahmsweise von mediaclinique übernommen).
22:01 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Eine gute Autobiographie ist immer mehr als die Lebensgeschichte ihres Autors. Denn als Leser lernt man auch sich selbst besser kennen. Man entwickelt sich zusammen mit dem Autor weiter. Man wird in vermeintlich fremde Welten entführt, die doch nur die eigene Seele sind.
In guten Autobiographien en passant erzähltes Leben ist immer auch un/bewußte Aneinanderreihung Goldener Lebensregeln.
Im Folgenden habe ich die für mich in diesem Sinne zentralen Gedanken extrahiert und zusammengefaßt.
Während Wilson über sich, seine Welt und sein Leben spricht, sollten wir seine Worte in unsere Welt übertragen, in die Welt des Managements, aber auch in die Welt unseres Privatlebens, sie inhalieren und reflektieren!
> So sagt er zB an einer Stelle, daß ihm Wissenschaftler lieber sind, "die sich herausragende Ziele setzen, ihre Nerven gegen Mißerfolge stählen und bereit sind, Schmerz zu erdulden, um ihren Charakter zu prüfen und am Fortschritt von Wissenschaft und Kultur mitzuwirken".
Mir auch, aber wo findet man diese Menschen heute noch?
> "Ed, bleiben Sie nicht auf dem Weg, wenn Sie Insekten sammeln. Die meisten machen es sich zu einfach, wenn sie auf Exkursionen sind. Sie folgen den Pfaden und arbeiten sich nur ein kleines Stück in den Wald vor. Auf diese Weise findet man nur einige Arten. Sie sollten in einer geraden Linie durch den Wald gehen. Versuchen Sie jedes Hindernis zu überwinden. Es ist schwer, aber es ist die beste Methode, Insekten zu sammeln."
rs: Die meisten Menschen folgen lieber den ausgetretenen Pfaden. Dort aber gibt es nichts Neues mehr zu entdecken. Auf den ausgetretenen Pfaden findet man weder Erfolg noch Erfüllung.
> "Das hatte ich hören wollen. Wie man es richtig macht, auf die schwere Art. Worte von einem Meister an den Schüler: Mut, Arbeit, Entschlossenheit, Widrigkeiten in Kauf nehmen und neue Arten finden - Erfolg erwartet den, der durchhält."
rs: Keine Rede von Lohn ohne Leistung, von Instant Gratification oder Berühmtheit nur um der Berühmtheit willen.
> Später zitiert er aus dem Kapitel 'Wie man sein Leben in den Griff bekommt' eines Pfadfinder-Handbuches: "Ein Scout blickt voraus. Er bereitet sich auf Ereignisse vor, bevor sie eintreten. Daher wird er leicht mit ihnen fertig." "Sei nie zufrieden, so wurde man ermahnt. Wer nur wartet und hofft und sich mit dem abfindet, was kommt, wird scheitern." "Nach Hohem streben, sich voll und ganz für ehrenwerte Ziele einsetzen ..."
"Sie werden sich kein nahes, sondern ein fernes Ziel stecken, und sie werden sich mit dem Erreichten niemals zufriedengeben", wurde ihm später als Fellow in Harvard hinter die Ohren geschrieben.
rs: Wie nah dies an der Pfadfinder-Weisheit liegt. Leicht gesagt? Überhaupt nicht! Jeder kann jeden Tag bei sich selbst beginnen. In kleinen, fast unmerklichen Schritten. Sich nicht mehr verbiegen lassen. Aufbegehren, wo es lohnt. Seine Meinung sagen. Und dazu stehen. Andere verteidigen und in Schutz nehmen. Fehler machen und daraus lernen. Fallen und wieder aufstehen. Niemals aufgeben. Sich relevante Ziele setzen. Wie schön wäre das, würde man unseren Managern ähnliches nahelegen.
> Er bekennt sich selbst: "Ich bin neophil - ein Liebhaber des Neuen, der Vielfalt um ihrer selbst willen".
rs: Als Kinder noch waren wir alle 'neophil'. Waren neugierig, wißbegierig, sammelten, observierten, entdeckten.
Heute sind die meisten froh, man läßt sie in Ruhe mit dem Neuen, dem Ungewöhnlichen, Andersartigen, denn dies bedeutet nur noch Komplexität, Aufwand und Ablenkung vom (vermeintlich) Wesentlichen.
Schade, woher sonst soll die Innovation, das innovative Geschäftsmodell, die Abwechslung, der Spaß kommen, wenn nicht aus dem Neuen, dem vormals Unbekannten?
> "Ohne jeden Anflug von Ironie kann ich sagen, daß ich mit brillanten Gegnern gesegnet war. Sie setzten mir hart zu (schließlich waren es Gegner), und doch bin ich ihnen zu großem Dank verpflichtet, denn sie zwangen mich, meine Anstrengungen zu verdoppeln, sie drängten mich in neue Richtungen. Diese Menschen helfen uns dabei, unser schöpferisches Potential zu entfalten."
rs: Wir selbst aber gehen hin und verteufeln unsere 'Gegner', schwächen sie, wollen sie mundtot machen und lächerlich vor den anderen, statt auf sie zuzugehen und von ihnen zu lernen, uns mit ihnen gemeinsam zu entwickeln. Wir sehen sie als Konkurrenz, tatsächlich aber geht es uns allen um das Gleiche. Gemeinsam sind wir stärker, wären wir schneller, sicherlich effektiver, kreativer, innovativer.
> "Wenn ich ganz von vorn beginnen und meine Vision im 21. Jahrhundert noch einmal durchleben könnte, dann würde ich mich auf die Ökologie der Mikroorganismen spezialisieren." "Ein weiteres Mal bliebe ich im Innersten der kleine Junge von Paradise Beach, der beim Betrachten einer Scheibenqualle und beim flüchtigen Anblick eines Ungehauers aus der Tiefe in ehrfurchtsvolles Staunen versetzt wurde."
rs: Statt sich - wie die meisten - zu sagen 'Ich habe alles richtig gemacht, ich würde alles nochmal so machen!', setzt sich Edward O. Wilson, obwohl er das Erreichbare erreichte, neue, weiterführende, herausfordernde Ziele für ein nächstes Leben!
Sich bis zum letzten Tage die kindliche Neugier zu erhalten, ist das Geschenk, das wir uns selbst machen sollten. Es sorgt nicht allein für materiellen, sondern auch ideellen Wohlstand. Es ist die Sprungfeder und Triebkraft unseres Lebens, Schmiere unserer Kraft und Elixier unseres Hirnes.
> 50 weitere Reviews gibt es in der inspiration/leader Rubrik "Reviews".
> Hunderte Buchempfehlungen gibt es in der rsc // library for mental wealth.
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Das wichtigste, was Autobauer Rinspeed der Industrie voraus hat, ist sein Gründer und CEO Rinderknecht.
Ohne wirkliche Visionen kann die Branche nicht mehr überleben, vegetiert sie nur als Kulisse dahin. Ohne wirklichen Visionär kann der einzelne Autobauer nicht überleben, bleibt Me-Too.
(Ohne wirklichen Visionär kann kein Unternehmen überleben, wie gerade die Medien, Agenturen, Berater, kleinen und feinen deutschen Markenartikler lernen - und was Apple und die Uhrmacher in Glashütte längst wissen.)
In besseren Zeiten bedurfte es nur inkrementeller Innovation, wie sie seit langem von der gesamten Industrie betrieben wird. Profite waren wichtiger als Quantensprünge. Das Volk war genügsam, der Wandel der Welt wurde frech ignoriert. Man wurde nachlässig und träge - und beschwor damit erst die schlechten Zeiten herauf.
In den letzten Jahren hat sich eindrucksvoll gezeigt, daß das Inkrementelle bei weitem nicht ausreicht. Wem nutzt schon der Regensensor, die Parkhilfe, wenn das Auto einfach zu groß ist, der Klimawandel den Regen verhindert? Man mag es auf andere Ausreden schieben wollen, aber die Verfolgung des Inkrementellen ist der Kern des Problems!
Die Verfolgung des Inkrementellen verführt zu faktischem Stillstand (bindet sie doch wertvollste Ressourcen), zu Rückschritt gar, der Vernachlässigung von Qualität (in der Fertigung wie bei Mercedes), Markenpflege (wie bei Opel) und Respekt gegenüber den Kunden (die unverschämten Werkstattpreise der deutschen Hersteller und Vortäuschung eines Wandels, der nur in der Werbung existiert).
Wie aber soll eine Industrie oder ein einzelnes Unternehmen plötzlich disruptive Sprünge machen (oder nur auf die Idee kommen), wenn man allein inkrementell denken kann an der Spitze?
(Selbst Toyota hatte trotz seiner visionären Führung jahrelang Schwierigkeiten, innerhalb des allumfassenden Kaizen (also der Kontinuierlichen Verbesserung) noch Disruption in der Innovation zu etablieren.)
(Nein, der Porsche-Lenker Wiedeking ist nicht visionär, er hatte nur die vorteilhafteste Infrastruktur des Planeten neben sich.)
An die Spitze gehört ein Visionär, der die Menschen und Top-Manager bewegen kann, ihnen ein Beispiel ist, Spiegel und Vorbild. Der weiter denkt als alle anderen. Der mutig genug ist, die Zukunft zu realisieren, die er sieht. Der empathisch genug ist, die relevante Zukunft zu sehen und realistisch genug, keine Wolkenkuckucksheime zu bauen, seine Vision aber trotzdem nicht zu verraten an kurzfristige Ziele, Aktionärswünsche und seinen eigenen Bonus ...
Wie kamen wir auf Rinspeed? Ach ja, das Interview mit Gründer und CEO Rinderknecht im Handelsblatt. Viel Vergnügen bei "Autobau steht vor einer Revolution".
09:16 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Wie schön, wenn Manager kleine Fehler zugeben können. Irgendwie ist das
menschlich und reichert das ganze Unternehmen menschlich/emotional an: "Unsere aufmerksamen Aktionäre!".
Think about it, all you Managers & Brands da draussen!
16:03 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Lesenswert in der Süddeutschen: "Führungskultur: Die verstockte Elite". Klingt sehr nach der Realität, die einem in den Fluren, Etagen, Vorständen dieser Unternehmenswelt entgegenströmt. Wohin uns dies gebracht hat, kann man an der aktuellen Situation da draussen ablesen!
Dabei kann jeder Einzelne jeden Tag einen Unterschied machen! Im Großen und im Kleinen! Es geht um einen höheren Nutzen des Einzelnen, um Motivation, Engagement, Integration, Respekt, es geht um Produktivität, Effektivität und - ja tatsächlich - Spaß und Zufriedenheit.
Die von mir empfohlene Lösung klingt einfach, ist aber sehr herausfordernd, denn sie erfordert Mut, Rückgrat, Zivilcourage, Weitblick jedes Einzelnen:
- Sei, wer Du bist!
- Sage, was Du denkst!
- Messe Dich nicht am Hier und Jetzt!
- Entwickle Dich! Wachse!
- Setze Dir höhere Ziele!
- Lasse Dich nicht verbiegen!
- Lasse Dich nicht einschüchtern!
- Mache Fehler und lerne daraus!
- Verlasse eher das Unternehmen als Deinen Weg!
Bedenke bei allem, was Du tust, ob Du gesehen wirst oder nicht: Du bist Vorbild!
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Steve Yastrow hat bei Tom Peters einen poetischen Post hinterlassen: "Don't just be your job. Be you. Be irreplacable".
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Vor wenigen Wochen wies ich im Text "Commencement Addresses by Ellen DeGeneres and Steve Jobs" auf die entsprechenden Videos der beiden hin.
Nun listet der Silicon Alley Insider neben Steve Jobs einige weitere ("Amazon CEO Jeff Bezos, World's wealthiest author, J.K. Rowling, Microsoft founder Bill Gates, Google cofounder Larry Page, Google CEO Eric Schmidt, Viacom chairman Sumner Redstone, Google 'business founder' Omid Kordestani") auf, die man in Wort und Bild verfolgen kann: "Advice from rich People".
Es lohnt wirklich, diese Abschlußfeier-Reden zu inhalieren - vor allem (immer noch) Ellen und Steve. Kurzweiliger und effektiver kann man sich nicht inspirieren lassen.
> Via Alles2null.
10:18 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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"You won't get to the top without it. To build your self-confidence, believe in yourself, don't worry about being perfect, and put up a brave front ", says Marshall Goldsmith in his BusinessWeek article: "Self-Confidence for Leaders".
01:13 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Immer wieder werden die Begriffe Leadership und Management verwechselt oder mißverständlich benutzt. Gerade die Verkürzung des Leaders zum Führer ist nicht hilfreich.
Im folgenden möchte ich einige Definitionen von Leader, Leadership, Manager und Management wiedergeben, die bereits länger in der Literatur existieren und von mir in Vorlesung und Beratung eingesetzt wurden/werden.
Nicht nur in Krisenzeiten ist der Leader, die Führungskraft oder -persönlichkeit, dem Manager überlegen. Gerade wir in Deutschland tun den Leader gerne als 'Charismatiker' ab, dessen Charme wir zwar erliegen, der uns aber nicht wirklich helfen kann.
Damit tun wir dem Leader - als auch dem Charismatiker - unrecht. Denn die Menschen, deren Charme wir in den Medien und der Politik erliegen, sind keine wirklichen Vorbilder, Führungspersönlichkeiten oder Macher.
Sie sind von den Medien aufgebaute und benutzte Projektionsflächen unserer Wünsche und Träume, unseres polarisierenden Hasses oder unserer Liebe. Diese Menschen sollen Mehrheiten bewegen, Emotionen schüren, Fakten verdecken, Wahlen gewinnen, Medien und Produkte - auch sich selbst - verkaufen.
Leadership-Persönlichkeiten bringen hochwertige Leistungen, sie sind nicht bekannt um ihrer selbst willen oder weil sie bekannt sind. Ihr Verdienst ist Bekanntheit durch Leistung, nicht umgekehrt. Sie haben sich unseren Respekt verdient.
Die folgenden Zitate sollen für sich stehen. Sie sollten sie sich auf der Zunge zergehen lassen und die Unterschiede inhalieren.
Beobachten Sie einfach in den nächsten Tagen mal sich selbst und Ihr Umfeld: In welchen Situationen verhalten Sie sich wie eine Führungspersönlichkeit, wie ein Leader, oder eben 'nur' wie ein Manager?
In welchen Situationen verhalten sich die Menschen in Ihrem Umfeld wie Leader bzw. wie Manager?
Sprechen Sie sie ruhig darauf an! An ihrer Reaktion werden Sie merken, wen Sie wirklich vor sich haben! Und ändern Sie ruhig auch das, was Ihnen bei Ihnen selbst als optimierungswürdig auffällt!
> Leadership vs. Management
"One does not 'manage' people.The task is to lead people.And the goal is to make productive the specific strengths and knowledge of each individual."
(Peter F. Drucker, Management Challenges for the 21. Century)
> Manager
"The manager's starting point is the individual employee. He looks at her palette of talents, skills, knowledge, experience and goals, and then uses these to design a specific future in which the individual can be successful.
That person's success is his focus."
(Marcus Buckingham, The One Thing you need to know)
> Leader
"The leader starts with his image of the future. This better future is what he talks about, thinks about, ruminates on, designs and refines.
Only with this image clear in his mind does he turn his attention to persuading other people that they can be successful in the future he envisions. But, through it all, the future remains his focus."
(Marcus Buckingham, The One Thing you need to know)
> Management
"Since Management is primarely derived from position or ownership, Management does not necessarily require these factors in order to work.
Management, ... , can be effective without recognition of a social contract between managers and employees, and without the agreement of those being managed."
(Donald G. Krause, The Way of the Leader)
> Leadership
"Leadership can be defined as the will to control events, to chart a course, and the power to get a job done, cooperatively using the skills and abilities of other people.
The goals and requirements of strong, effective leadership are the same now as they were 2500 years ago."
(Donald G. Krause, The Way of the Leader)
"Leadership requires recognition of a social contract between the leader and his followers. The Leader must possess both the will and the ability to control the outcomes of events through the cooperative exercise of power over the actions of other people.
Further, the power to lead must be freely given by those being led. Leadership power is grounded in mutual consent, expectations and commitment."
(Donald G. Krause, The Way of the Leader)
> Leader und Leadership
(Hier werden Leader und Leadership sehr schön auf den Punkt gebracht. Gerade in der Krise brauchen wir diese Eigenschaften. Dies hat nur bedingt mit dem Charisma zu tun, das wir aus den Medien kennen, sondern eher mit dem Charisma, das vorbildlich vorangeht und die richtigen Dinge bewegt. Charisma alleine macht niemanden satt. Es macht nichtmal zufrieden.)
"Leaders take Responsibility, move things forward, dream dreams, and realize them. Leaders motivate employee commitment on a voluntary level ... transform organizations in new entities with a higher potential for survival, growth, and performance.
Effective Leadership enables the organization to increase the wellbeing of employees and society (which they are part of).
They are the Architects of an organization's future."
(Burt Nanus, The Leader's Edge)
> Leader vs. Manager
(Eine Gegenüberstellung, die zeigt, daß wir - egal wo wir sind - echte Führungspersönlichkeiten mit der Lupe suchen müssen, während die Manager, die so tun als ob, sich nur für Leader halten, uns etwas vormachen wollen, Legion sind.)
"Der Manager verwaltet, der Leader führt Neuerungen ein.
Der Manager ist eine Kopie, der Leader das Original.
Der Manager konzentriert sich auf Systeme und Strukturen, der Leader konzentriert sich auf Menschen.
Der Manager ist von Kontrolle abhängig, der Leader ruft Vertrauen hervor.
Der Manager hat eine kurzfristige Sichtweise, der Leader denkt langfristig.
Der Manager fragt wie und wann, der Leader fragt was und warum.
Der Manager richtet seine Augen immer auf den Boden, der Leader immer auf den Horizont.
Der Manager imitiert, der Leader erfindet ständig neu.
Der Manager akzeptiert den Status Quo, die Leader versucht ihn in Frage zu stellen.
Der Manager ist ein guter Soldat, die Leader seine eigene Persönlichkeit.
Der Manager macht Dinge richtig, die Leader macht das Richtige."
(Warren Bennis, On Becoming a Leader)
> Mehr zum Thema auch hier: inspiration/leader "In der Krise über sich selbst hinauswachsen? Na, wann denn sonst!?".
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Nur die ganz Großen können den Zuschauer fesseln durch den Wechsel von humorvollen und nachdenklichen Passagen. Ellen DeGeneres gehört dazu.
Man beachte den University President (links), der hat richtig Spaß. Das wünscht man sich auch an deutschen Universitäten, oder?
> Via Stefan Niggemeier > Via GayWisdom.
Unvergessen auch die Ansprache von Steve Jobs:
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Einer Reflektion wert ist das Urteil des EuGH gegen Apotheken-Ketten, denn: "Tatsächlich liegt, wie das EuGH-Urteil richtig erkennt, bei juristischen Personen wie Aktiengesellschaften ein strukturelles Problem vor: Große Unternehmen nehmen häufig nicht nur gemeinschädliches Verhalten,
sondern auch Regelverstöße in Kauf, wenn es den Kurs oder den Profit
steigert. Personen, die für solche Unternehmen gemeinschädlich handeln,
sind im Gewirr der Entscheidungsprozesse selten ausfindig zu machen und
werden deshalb meist nicht zur Rechenschaft gezogen.", wie Heise schreibt.
Genau mit diesem gemeinschädlichen Verhalten haben wir es heute allerorten zutun. Niemand kann mehr abstreiten, daß die aktuelle Krise indirekt und direkt auf eben dieses zurückzuführen ist.
Wenn jeder nur an sich denkt, wenn man am Wähler, Konsumenten, Menschen vorbei handelt, produziert und visioniert (oder eben garnicht), dann darf man das gemeinschädlich nennen.
Man kann das auch geschäftsschädigend nennen, dann aber müßten all die Manager gehen, die den Autokonzernen und Banken ihre aktuelle Situation durch ihr Tun und Lassen in den letzten 10 Jahren zugemutet haben. Deshalb wird dieses Wort in keiner aktuellen Diskussion fallen. Ebensowenig wird die Politik ihr eigenes Verhalten in den Aufsichtsräten und Kontrollgremien der Landes-, etc. Banken gemeinschädlich oder geschäftsschädigend nennen wollen - denn dann müßten sie Konsequenzen ziehen und ihre Freunde, Bekannten, sich selbst abberufen.
Ändern kann wieder nur der Einzelne etwas, sind doch die Machtinteressen zu offensichtlich und zu verfestigt, als daß der Staat, die Politik, das Management als Ganzes etwas unternehmen würde gegen sich selbst.
Allen aber würde es gut zu Gesicht stehen, Verantwortung zu übernehmen, Konsequenzen zu ziehen aus dem getanen oder unterlassenem, denn Vertrauen kann man diesen Vorgsetzten, Politikern, Managern nicht mehr.
Sie können es sich nur durch konsequentes Handeln und durch das Lernen aus gemachten Fehlern wieder verdienen, mit hohem Engagement, mit grandioser Vorleistung und mit viel Geduld.
Das Spiel muß ein neues werden, denn das alte ist aus und vorbei. Die Spieler sind verbraucht, sie müssen nicht nur auf die Bank, sie müssen nach Hause geschickt werden.
Wir brauchen ein neues Denken! Das funktioniert nicht mit den alten Köpfen!
11:37 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Beim CMO Thought Leadership Summit in New York gab es einige Take Out Sessions kleiner Gruppen. Hier das Ergebnis einer Gruppe, die zusammenstellte, was Junioren gerne ihrem CMO raten würden:
01) Context matters.
02) Access is the key.
03) Inspire.
04) Provide a reason.
05) Thrive does not equal Survive.
06) Be Direct.
07) Efficiency.
08) Coach.
09) Advocate.
10) Be Flexible.
Tatsächlich sollte sich derart nicht nur der CMO gegenüber seinen jungen Mitarbeitern verhalten, sondern jeder Vorgesetzte gegenüber jedermann und Jederfrau!
Mehr Fleisch dazu gibt es hier.
11:02 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Seinen Namen kennt man nicht, aber seine Arbeit: Philip Zimbardo war ua. der Leiter des Stanford-Prison-Experimentes, indem junge Männer auf Zufallsbasis in Wächter und Insassen eines Gefängnisses geteilt und beobachtet wurden. Innerhalb weniger Tage verhielten sich die Wächter wie ihre heutigen Kollegen in Abu Ghraib. Das Experiment wurde schließlich abgebrochen.
Im TED-Video unten erzählt Philip die Geschichte seines Buches, nämlich, wie Menschen zu 'Monstern' (gemacht) werden können.
Zum Glück macht er uns auch ein wenig Hoffnung, denn er ist überzeugt, man kann in solchen Situationen auch zum 'Helden' reifen. Wir müssen nur begreifen, wie einfach es ist, zu einem Alltagshelden zu werden.
18:43 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Immer wieder hört man, daß Vorbilder einen beflügeln, daß man Vorbilder braucht, um besser, schneller, höher zu kommen, zu werden zu sein, daß Vorbilder dabei helfen, eine eigene Identität zu entwickeln.
Immer wieder hört man ebenso, daß die Manager, Politiker, Sportler dort draussen nicht mehr wirklich zum Vorbild taugen.
"Gerade am Arbeitsplatz können vorbildliche Kollegen und Vorgesetzte ein Quell des Ansporns sein", schreibt Jörg Oberwittler vor kurzem in der FAZ.
Einige Anmerkungen dazu:
1 - Semantik
Ich hoffe, der Autor subsumiert 'Mitarbeiter' unter 'Kollegen', denn am ehesten kann man heutzutage von Mitarbeitern lernen.
Sie sind jünger, sie kommen entweder aus dem Studium oder einem anderen Job, sie bringen damit eine vollkommen neue und relevante Sicht der Dinge mit. Sie kommen aus einem anderen Umfeld und können somit neue Erfahrungen einbringen. Sie denken noch frei und sind noch nicht betriebsblind, sie haben noch keine Blinden Flecken und sehen daher noch das ganze Bild. Sie sind im Zweifel offener für Neues, sonst hätten sie zB nicht den Job gewechselt. Sie sind neugierig, wißbegierig, veränderungswillig - aus dem gleichen Grunde.
Die Mitarbeiter, die schon länger im Unternehmen sind, haben zumindest noch ein anderes Umfeld, kennen und arbeiteen mit anderen Leuten zusammen als man selbst, können also auch viel Neues einbringen.
Die Mitarbeiter sind noch nicht allzu korrumpiert von der Macht, den Felgen und sonstigen Boni wie man selbst. Sie könnten noch eine ungeschminkte Meinung äußern, würden Sie ihnen Vertrauen schenken und würden sie Ihnen Vertrauen schenken. Ein unbezahlbarer Vorteil und Quell vorbildlichen Verhaltens.
2 - Inhalt I
"Charme, Intelligenz, Problemlösungs- und Kommunikationskompetenz, aber auch Rücksichtnahme, Authentizität und ethisches Handeln" stehen laut Peter Walschburger, Biopsychologe von der Freien Universität Berlin, "ganz oben auf der Wunschliste".
Wie traurig ist das denn, daß man dafür Vorbilder braucht? Wo sind die Eltern, Lehrer, Professoren, die einem dies beibringen?
Wo ist der eigene Charakter, das eigene Empfinden, dies zu den normalsten Grundlagen menschlichen Zusammenlebens zu machen?
3 - Arbeits- vs. Privatleben
Wieso braucht man gerade am Arbeitsplatz besonderen Ansporn durch Vorbilder?
Einfacher wäre es, jeder Einzelne würde in sich gehen und prüfen, wie er sich privat gegenüber Partner, Freunden, Familie und Verwandten verhält - und dieses Verhalten dann auf sein Verhalten am Arbeitsplatz überträgt.
In den allermeisten Fällen ist man im Privatleben in den allermeisten Situationen voller "Charme, Intelligenz, Problemlösungs- und Kommunikationskompetenz, aber auch Rücksichtnahme, Authentizität"!
Dafür benötigt man nun wirklich kein Vorbild. Dafür sollte man sich selbst Vorbild genug sein.
4 - Inhalt II
Vorbilder braucht man für ein ethisches Handeln, für vorausschauendes Handeln, für den Umgang mit Ressourcen, für ein strategisches, visionäres und inspirierendes Denken und Handeln.
Vorbilder braucht man für das logische und intuitive Denken, Entscheiden und Handeln. Vorbilder braucht man, um über sich hinauszuwachsen. Vorbilder braucht man, um neue Horizonte zu entdecken, neue Wege zu beschreiten und diese auch zu Ende zu gehen.
Vorbilder braucht man, um zu erkennen, wie wichtig Vorbilder sind.
Vorbilder braucht man, um selbst bescheiden zu bleiben und zu erkennen, daß man nie auslernt.
Vorbilder braucht man, um zu erkennen, daß man nicht nicht Vorbild sein kann!
> Auf das Witzer-Buch im Artikel bin ich absichtlich nicht eingegangen, denn dazu habe ich schon 2006 meine Meinung gesagt, als der inspiration/leader noch äußerst sporadisch erschien.
16:50 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Im folgenden habe ich die Empfehlungen, die das DrewBlog für das Rebranding von Marken aus der Obama-Erfolgsstory ableitete, auf die erfolgreiche Führungspersönlichkeit in Leben und Management verlängert.
Obama für Manager, Obama für Marken. Manager und Politiker müssen
doch irgendwie auch Marke sein. Authentisch, inspirierend. Nicht jeden Tag
gleich, nicht jeden Tag anders ...
Stand for Something
"Obama combined a simple, rational message - Change, with an emotional and empowering call to action - Yes we can." Und was ist Ihr Mantra? Wofür stehen Sie? Welchen Unterschied machen Sie zu all den anderen auf den Gängen und Fluren?
Das sollten Sie so schnell als möglich herausfinden, denn darauf kommt es an, um nicht unterzugehen in der grauen Masse.
Capture and Empower Your Fan Base
Wer - und vor allem wo - sind Ihre Fans und Anhänger? Wer würde Ihnen folgen? Durch dick und dünn? Innerhalb und außerhalb des Unternehmens? Auf wen können Sie vertrauen? Wer kennt Ihre Meinung? Wer schätzt sie und Sie?
Sprechen Sie regelmäßig mit ihnen - statt zu ihnen. Seien Sie erreichbar und verfügbar. Leben Sie eine Politik der Offenen Tür - für jeden im Unternehmen. Das gelingt übrigens auch virtuell, um all jenen ein Forum zu bieten, die nicht so einfach in Ihr Büro kommen können.
Turn on the Videos
Zeigen Sie sich. Zeigen Sie Ihr Gesicht. Wenn Sie nicht regelmäßig alle Mitarbeiter besuchen oder sehen können, machen Sie Videokonferenzen oder senden Sie Videos. Sorgen Sie für direkte Feedback-Möglichkeiten - dafür muß nicht jeder selbst ein Video drehen!
Lighten Things Up
Auch in Zeiten der Krise sollte man nicht alles bierenst und tiefschwarz sehen. Man kann Dinge auch mal leicht nehmen und mit Humor. Wir sind Menschen und brauchen soziale Bindungen, gemeinsame Erlebnisse und ein wenig Sonne.
Touch Your Target
Mit einer lockeren Art kann man am ehesten seine Zielgruppe für sich gewinnen und seine Ziele erreichen - ohne sich zu verbiegen. Werden Sie empathisch und verstehen Sie, was in den Menschen um Sie herum vorgeht. Gehen Sie individuell darauf ein!
Measure Green, Make Green
Während die meisten nur darüber reden, sollten Sie handeln. Fangen Sie mit den einfachen und kleinen Dingen des täglichen Lebens an. Setzen Sie Zeichen. Seien Sie Vorbild. Vereinbaren Sie die neuen grünen Regeln: Licht und Computer werden abends ausgeschaltet, der Müll getrennt, die Energiesparlampen eingeschraubt. Fragen Sie, was der Einzelne noch tun kann und möchte. Starten Sie einen Ideenwettbewerb für Büros und Produktion.
Do Well by Doing Good
Erweitern Sie den Wettbewerb von Grün auf 'Alles'. Welche kleinen (und großen) Beiträge des Einzelnen, des Teams, des Unternehmens machen das Unternehmen sozialer, effizienter, erfolgreicher?
Define your Value
Hier schließt sich der Kreis: Während Sie oben noch definiert haben, für was Sie stehen, sollten Sie nun auch wissen, was Ihr Wert ist. Für die anderen! Warum sollten diese anderen Sie vermissen? Was tragen Sie Einzigartiges und Wertvolles bei?
Spend it if You’ve Got It
Halten Sie mit Ihrer Botschaft, Ihren Aktivitäten nicht hinter dem Berg! Geben Sie nicht an, seien Sie aber auch nicht zu bescheiden. Tue Gutes und sprich darüber. Nur wenn Sie Ihre Botschaft säen, kann Sie wachsen, gedeihen und sich ausbreiten. Nur wenn Sie als Vorbild erkennbar und identifizierbar sind, kann man Ihnen folgen!
> Hier der Original-Text, der sich, wie gesagt, mit dem 'Marken-Rebranding nach Obama' beschäftigt, aber nichtsdestotrotz interessant ist.
> Hier ein älterer Text des inspiration/leader zum Thema: "Von Obama Führen lernen!".
13:22 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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(Eine Zitaten-Reihe in loser Folge. Die Zitate werden nicht infragegestellt, sondern sollen Anreiz zur Reflexion sein.)
Heute:
Cem Basman, (IT-)Berater, Entrepreneur, Blogger, Gründer der Microblogging Conference MBC:
“Ich vereinfache mein Leben. Befreie meinen Kopf.
Fange an, mich auf das
zu konzentrieren, was mir wichtig ist.
Was meine Aufgabe ist.”
Quelle: Cems Blog 'Sprechblase', Post: "Ich fahre Rad".
Das Zitat und die Überschrift 'Ich fahre Rad' kann man natürlich verstehen, wie der durchschnittliche Manager und Politiker, der Rad fährt und sich einen Goldenen Lenker verdient, der sein Leben vereinfacht, indem er über Leichen geht und sich auf das Geld- und Macht-Anhäufen konzentriert.
Tatsächlich aber verstehe ich dieses Zitat als die in Jahren gewachsene Erkenntnis eines Menschen, daß es Wichtigeres da draussen gibt als den kurzfristig-subjektiven Materialismus. Daß es Sinn(!) macht, sich dem langfristig-objektiven Idealismus zuzuwenden. Und sei es nur zur Maximierung der eigenen, inneren Zufriedenheit.
Diese innere Zufriedenheit würde auch unseren Managern und Politikern und im Grunde uns allen gut zu Gesichte stehen, sorgte sie doch für die Abkehr von der Hyperaktivität, von der Reaktion, vom Opportunismus und den Versuchen, es jedem recht machen zu wollen - und damit dann wieder keinem.
Unsere Aufgabe ist größer als wir selbst. Sie löst nicht nur unsere eigenen Probleme, befriedigt nicht nur unsere eigenen Bedürfnisse, sondern inspiriert auch die Menschen um uns herum, sich infragezustellen, einen Unterschied zu machen, über sich hinauszuwachsen.
Die größte Herausforderung ist, unsere Aufgabe zu finden. Denn die meisten sind auch ohne zufrieden, denken sie.
> No.04: Seth Godin
> No.03: Marissa Mayer
> No.02: Franz Xaver Kroetz
> No.01: Burkhard Schwenker
09:36 | Permalink | Comments (2) | TrackBack (0)
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Eine interessante Idee diskutiert der Harvard Business Manager unter der Überschrift "Die Neuerfindung des Managers": die Profession des Managements soll professionalisiert werden!
Kann man sich das vorstellen? Ein Manager schwört einen Eid wie ein Arzt? Ein Manager hält sich an Standesregeln wie ein Rechtsanwalt oder Richter?
Ich denke für die Realisierung werden wir ungefähr 30 Jahre brauchen, dreimal solange wie für die ersten Ergebnisse bei der Corporate Governance Kommission.
In der Zwischenzeit wird der Einzelne handeln müssen, wie es Moral, Ehre und Zivilcourage verlangen - und nicht Neid, Eifersucht und Geltungssucht.
Ein schwieriges Unterfangen, aber nicht unmöglich. Im Grunde verlangt die romeo sirra consulting Philosophie nichts anderes: einen Unterschied machen, über sich selbst hinauswachsen, die Menschen im Positiven inspirieren.
Manchmal kommt es mir so vor, als müsse dazu sogar das Bildungssystem geändert werden, Kopfnoten für Schüler und Lehrer(!) wieder relevant sein, der Einzelne nachhaltig Ehre und Anstand - und nicht die kurzfristige Selbstbereicherung - von klein an in den Mittelpunkt seines Denkens und Handelns stellen.
19:42 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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"Eine Studie über deutsche Aufsichtsräte kommt zu einem verheerenden Urteil: Die Kontrolleure sind zu alt, wenig international und sie treffen sich zu selten. Die Qualität deutscher Unternehmenskontrolle bleibt noch immer weit hinter den Standards in europäischen Nachbarländern zurück." schreibt die Welt hier.
11:41 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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Zitiert werden in der Wirtschaftswoche die Regeln für gute Unternehmens- bzw. Kloster-Führung, die gelten für den wirtschaftlich verantwortlichen Mönch eines Klosters.
Die Regeln, die jedem Manager und verantwortlichen Geschäftsführer oder CEO kurz zu denken geben sollten:
1 - Führen kann nur, wer sich selbst führen kann.
Selbstbewußtheit, Selbstverständnis, Selbstständigkeit würde ich hier subsumieren.
2 - Es ist auf die eigene Seele zu achten.
Nein, nicht das eigene Ego, sondern die Seele. Auf daß die Seele keinen Schaden nehme, man noch in den Spiegel schauen kann. Man ein ausgeglichener und sich selbst vervollkommnender Mensch ist und bleibt - ohne die Mitarbeiter und Menschen in seinem Umfeld zu vernachlässigen.
3 - Führen bedeutet dienen.
Vorbildlich voranzugehen steht für den Benediktiner anscheinend genauso im Mittelpunkt des Handelns, wie auch die inspiration/leader-Philosophie dies von heutigen Führungspersönlichkeiten in Management und Privatleben erwartet.
4 - Achtsamer Umgang mit dem Gelde.
Der Benediktiner soll nicht geizig und gierig sein, und sehr wohl profitorientiert.
5 - Ziel der Führung
Wie kann der Erfolg des Klosters auch Morgen den Menschen und der Gemeinschaft dienen?
inspiration/leader: Einen Unterschied machen, über sich hinauswachsen, die Menschen durch sein Vorbild inspirieren!
12:59 | Permalink | Comments (0) | TrackBack (0)
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